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Cameo Auro Spot Z 300 Test

Praxis

Der Cameo Auro Spot Z 300 ist schnell aufgebaut und verkabelt. Aufgrund seiner abgerundeten Form ist der Moving-Head an den dicken Griffen gut tragbar. Dank seines geringen Gewichts wird er die statischen Voraussetzungen der allermeisten Einsatzorte nicht überstrapazieren.

Cameo Auro Spot Z 300 im Live Club
Cameo Auro Spot Z 300 im Live Club

Bedienung und Menüführung

Da das Display mit dem integrierten Akku betrieben werden kann, ist die Konfiguration schon beim Aufbau ohne Stromanschluss möglich. Dazu hält man die Mode-Taste vier Sekunden gedrückt. Hinweisen möchte ich darauf, dass die DMX-Einheit im Akkubetrieb nicht aktiv ist. Deshalb wird trotz korrekter Verkabelung angezeigt, dass kein DMX-Signal anliegt.
Durch das Menü navigiere ich mit den Tasten Mode, Up, Down, Links, Rechts und Enter. Damit die Tastenbeschriftung auch am über Kopf hängenden Moving-Light gut lesbar ist, sind Mode und Enter am Gehäuse praktischerweise zusätzlich um 180° gedreht beschriftet. Die Display-Anzeige dreht sich, wenn man die Links- bzw. Rechts-Taste betätigt.
Die Anordnung der Informationen auf dem Display wirkt auf mich angenehm übersichtlich. Ein Klick auf Mode gewährt einen Überblick über die diversen Menüpunkte. Unterpunkte rufe ich mit Up und Down auf. Innerhalb einer Ebene wechselt man zwischen verschiedenen Auswahlmöglichkeiten mit Links und Rechts, die Bestätigung erfolgt mit der Enter-Taste. Nach einem kurzen Startvorgang ist der Scheinwerfer im zuletzt verwendeten Modus betriebsbereit. Das Moving-Light ist RDM-fähig. Durch wiederholtes Betätigen der Mode-Taste gelangt der Anwender zurück zum Hauptmenü.
Interessant ist ein Blick auf die Geräteeinstellungen. Neben Display Reverse, Deaktivierung der Display-Beleuchtung nach dreißig Sekunden Inaktivität, Verhalten bei DMX-Fail und vier Dimmerkurven kann man die PWM-Frequenz und automatische Blackouts bei Kopfbewegung einstellen. Nicht zuletzt besteht beim Lüfter die Wahl zwischen einer automatischen Lüftersteuerung und einem Silent-Modus, in dem der Scheinwerfer bei reduzierter Helligkeit besonders geräuscharm arbeitet.
Beim Test erwies sich der Lüfter im Auto-Modus leider als deutlich hörbar. Während ruhiger Theaterszenen oder Lesungen könnte dies störend sein. 

Das Moving-Light ist bereit fürs Arbeiten über Kop
Das Moving-Light ist bereit fürs Arbeiten über Kop

Betriebsarten

Die verfügbaren Betriebsarten sind standalone statisch oder mit Automatikprogrammen, Master/Slave und DMX, letzteres im 17- oder 20-Kanal-Modus. Wer eine statische Einstellung wünscht, speichert diese unter einem der vier Benutzer-Macros, um letztlich bis zu vier Szenen zu erhalten. Der Auto-Modus bietet vier Programme mit fester Farb- und Bewegungsabfolge. Ihre Geschwindigkeit ist einstellbar.

Pan, Tilt und Farben

Beim Pan-Winkel kann man zwischen 540° und 630° wählen. Auch Pan- und Tilt-Reverse sind vorhanden. In den Systemeinstellungen lässt sich die automatische Positionskorrektur aktivieren. Im Test waren Pan und Tilt-Bewegungen durchaus hörbar, jedoch leiser als der Lüfter. Buntes Licht erzeugt das Farbrad mit den acht Farben Rot, Blau, Grün, Gelb, Lavendel, Amber, CTO 3200 K, Congo Blue und offen. Im Vergleich zu Spots dieser Preisklasse sind acht Farben eher wenig. Überzeugend ist hingegen die sehr gleichmäßige Lichtverteilung.

Zoom, Gobos, Prismen und der Washlight-Effekt

Der Zoom arbeitet ruckelfrei. Sein Arbeitsgeräusch entspricht dem von Pan und Tilt, ebenso wie das der zwei Gobo-Räder. Das erste Rad bietet sechs feste Gobos. Im zweiten laufen sechs rotierende, austauschbare Gobos plus offen. Abwechslung bringen Gobo-Rotation und -Shake. Das indizier- und rotierbare, fünffach lineare und das sechsfach kreisförmige Prisma schaffen tolle Effekte. Insbesondere in Kombination mit einem Hazer kommen sie ausdrucksstark zur Geltung. Im DMX-Modus ermöglicht ein Frost-Filter die Erweiterung des Lichtkegels vom Spot in Richtung Washlight.

Fotostrecke: 4 Bilder Die LED strahlt hellblau
Fotostrecke
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