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Best Service Voyager Drums Test

Praxis

Installation

Zur Installation von Best Services Voyager Drums benötigt man zunächst den kostenlosen Sample-Player „Engine“. Die aktuellen Versionen stehen für Mac und PC unter www.bestservice.de/download zum Herunterladen bereit. Nach dem Download und der Installations-Routine wird ein Neustart empfohlen, jedoch nicht erzwungen.

Library

Die 7,5 Gigabyte große Library gibt es entweder per Download oder auf DVD in einer Produkt-Box. Für den Testbericht fiel die Wahl auf die Produkt-Box-Variante. Der Speicherort für die Library ist frei wählbar und wird in den Preferences von Engine mit „Add Library“ zugewiesen. Danach wird die Library im Best Service Account mit der in der Produkt-Box enthaltenen Seriennummer registriert, wodurch ein Response-Code per E-Mail zugesandt wird. Mit Copy/Paste wird dieser in Engine eingetragen, und die Library ist somit aktiviert.

Arranger

Den Arranger der Voyager Drums kann man wegen der Funktion, die Grooves als Loops mit den Tasten des Keyboards zu triggern, mit einem lachenden und einem weinenden Auge betrachten. Zum einen ist es eine gute Möglichkeit, die Grooves live zu arrangieren und sogar verschiedene Spielweisen zu wählen. So werden einzelne MIDI-Noten gehalten, um ganze Grooves wiederzugeben. Zum anderen ist es durch die fehlenden Bezeichnungen jedoch sehr unübersichtlich, da man nur erraten beziehungsweise ausprobieren kann, auf welcher Taste des Keyboards oder der Piano-Rolle der gewünschte Groove liegt. Die meisten vergleichbaren Drum-Libraries ermöglichen eine nachträgliche Bearbeitung im Sequenzer der DAW per Drag & Drop sinnvoll benannter MIDI-Files direkt aus einem Browser des Plug-Ins. Bei den Voyager Drums hingegen ermöglicht nur der Umweg aus dem Library-Ordner auf der Festplatte den Import in die DAW. Eine Benennung ist hier allerdings nur durch BPM und mit fortlaufender Nummer gegeben.

Klang

Hören wir uns doch einmal an, wie die Voyager Drums klingen: Ich möchte euch beide Kits, mit jeweils allen drei Layern (Direct, Overhead und Room), vorstellen. Gleichzeitig erhaltet ihr mit den kurzen Drum-Arrangements, die ich mit dem Arranger erstellt habe, einen kleinen Einblick in die vorgefertigten Grooves.

Audio Samples
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Kit 1 “Maple Custom”– Full in 120 BPM Grooves Kit 1 “Maple Custom”– Overhead in 80 BPM Grooves Kit 1 “Maple Custom”– Direct in 110 BPM Grooves Kit 2 “Recording Custom” – Full in 120 BPM Grooves Kit 2 “Recording Custom” – Overhead in 80 BPM Grooves Kit 2 “Recording Custom” – Direct in 110 BPM Grooves

Das „Maple Custom“-Kit hinterlässt bei mir insgesamt einen sehr frischen und knackigen Eindruck und konnte mich nicht zuletzt durch seine Brillanz der Becken überzeugen. Dagegen bringt das Kit 2 („Recording Kit“) einen eher holzigen Charakter mit sich, wenn auch mit viel „Bauch“. Je nach Musikstil, kann es durchaus besser geeignet sein. Obwohl Kit 2 vergleichsweise weich klingt, besitzen beide Kits eine gute Portion Druck und auch die Lautstärkeverhältnisse beider Kits sind in sich stimmig.
Obwohl der Snaredrum keine Option zur Mischung von Top- und Bottom-Mic gegeben ist, klingt sie jedoch ausgewogen. Eine Möglichkeit zur individuellen Mischung von Top und Bottom wäre an dieser stelle allerdings wünschenswert gewesen. Durch die großzügige Auswahl der „Trigger-Samples“, kann beispielsweise der Snaredrum ein „synthetischer Teppich“ hinzugemischt werden.
Bass- und Snaredrum klingen in der Grundeinstellung der „Full Kits“ zwar etwas schwammig, können aber durch wenige Handgriffe mit Room und Overhead nach Bedarf angepasst werden. 
Weniger überzeugt haben mich die Effekte, wie beispielsweise die Distortion-Einheit, die das Signal für meinen Geschmack wirklich unangenehm verzerrt, um nicht zu sagen einfach nur kaputt macht. Hier sollte man definitiv lieber auf externe Plug-Ins des Vertrauens zurückgreifen.

Best Service Voyager Drums - Für Einsteiger ideal, für Profis etwas unflexibel.
Best Service Voyager Drums – Für Einsteiger ideal, für Profis etwas unflexibel.
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