Heute wurde bekannt gegeben, dass der legendäre Musikproduzent William Orbit verstorben ist. Er ist schon am 23.07.2026 von uns gegangen und wurde 69 Jahre alt.

Ruhe in Frieden William Orbit
Mit dem Tod von William Orbit verliert die Musikwelt einen einflussreichen Musikproduzenten, der mit seiner Arbeit einen großen Anteil daran hatte, dass Synthesizer und elektronische Musik Einzug in die Popwelt schafften.Vorbildlich führte er diese Aufgabe auf dem Madonna Album Ray of Light durch.
Es ist wahrscheinlich eines der besten Madonna-Alben, auf dem der Superhit Frozen zu finden ist. Mit diesem Album sucht Madonna Anschluss an die Techno- und elektronische Musikszene. Natürlich ist Ray of Light trotzdem ein Pop-Album, das aber dank William Orbit den von Madonna gewünschten Vibe erhielt. Seine Arbeit für Madonna brachten ihm 3 Grammys ein. Ray of Light erschien 1998, aber die Karriere von William Orbit begann viel früher.
Die Anfänge
William Mark Wainwright aka William Orbit verließ schon im Alter von 16 Jahren die Schule und schlug sich durch. 1980 gründete er mit Laurie Mayer und Grant Gilbert die Elektronik-Gruppe Torch Song. Die Aufnahmen produzierten sie in ihren eigens gegründeten Guerilla Studios und vertrieben die Aufnahmen auf Kassetten. Die Band landete letztendliche bei Miles Copeland, dem Entdecker von The Police und The Bangles, der die Gruppe unter Vertrag nahm.
Dank dieses Vertrages war es ihm möglich, das Guerilla Studios professionell aufzubauen, die zu Orbits bevorzugter Produktionsstätte wurden. Dort nahm Torch Song zwei Alben auf. Der erfolgreichste Titel in dieser Zeit war Prepare to Energize, der auch für einen Film lizenziert worden ist. Zur selben Zeit begannen Laurie Mayer und William Orbit auch, für Soundtracks Musik zu komponieren, wie zum Beispiel für Youngblood und The Texas Chain Saw Massacre 2.
Ende der 1980er Jahre veröffentlichte William Orbit unter dem Namen Strange Cargo elektronische Musik. Die Strange Cargo Alben gehören zu seinen wichtigen Arbeiten im Bereich Ambient und elektronischer Musik, der er bis zuletzt treu geblieben ist.
Anfang der 90er-Jahre kam die House-Musik auf und mit der Sängerin Sharon Musgrave und dem Rapper Steve Roberts gründete er das Projekt Bass-O-Matic. Deren größter Hit Fascinating Rhythm aus dem Jahr 1990 konnte sich in den Top 10 platzieren.
Produzent und Remixer
Die Credits Liste von William Orbit ist unendlich. Ich bitte den Aufzählenden Charakter zu verzeihen.
Parallel machte sich William Orbit auch einen Namen als Remixer für viele Bands Der Durchbruch brachte der Remix If You Love Somebody Set Them Free von Sting. Danach durfte er mit der Elite der Popwelt zusammenarbeiten. Dazu gehören z. B. Seal, Prince, Robbie Williams, Britney Spears usw.
Mit Beth Orton produzierte William Orbit 1993 deren Debütalbum Superpinkymandy. Außerdem produzierte er das Album 13 von Blur. William Orbit produzierte auch für All Saints die Titel Pure Shores und Black Coffee. Er produzierte das Freddie Mercury und Michael Jackson Demo There Must Be More Than This für das Album Queen Forever. Auch mit U2 arbeitete William Orbit zusammen und produzierte unter anderem Electrical Storm. Für Madonna remixte er Justify My Love. Doch treffen durfte er sie erst für Ray of Light. Er arbeitete auch an ihren Alben Music und MDNA mit.
Neben seinen Arbeiten als Produzent ist William Orbit vor allen Dingen für seine Ambient-Stücke, Alben und orchestralen Werke bekannt. Schon 1995 entstand das Orchesterwerk Pieces in a Modern Style, auf dem auch das Stück Barber’s Adagio for Strings enthalten war, das durch den Trance-Remix von Ferry Corsten weltberühmt geworden ist und bis heute eines der bekanntesten Trance-Anthems darstellt.
Sein letztes Album erschien 2024 und hieß WFO. Dabei handelt es sich um ein elektronisches, instrumentales Album mit sehr gechillten Chords, aber auch akustischen Drums und Gitarren.
Good Bye William Orbit
Es ist immer sehr bedauerlich, wenn einflussreiche Musiker die Welt verlassen müssen. Ohne William Orbit wird die Musiklandschaft ärmer, weil er trotz der kommerziellen Arbeiten immer Musik produzierte und veröffentlichte, die nicht für den Mainstream gedacht war. Damit erinnert er uns alle daran, dass man als Künstler auch seinem Herzen folgen sollte. Mich persönlich haben einige Sounddesign-Ideen von William Orbit sehr beeindruckt.























