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Violectric Chronos Test

Violectric Chronos ist ein DA-Wandler und Kopfhörerverstärker im Miniaturformat. Mit USB-C-Anschluss will er die Audioqualität von Smartphones, Tablets und Laptops verbessern, denn deren Performance ist nicht selten geradezu unterirdisch.

Violectric_Chronos-6-1 Bild

Besonders Apple ist ja gut dabei, wenn es darum geht, beliebte Schnittstellen einfach mal wegzulassen. Wenn Apple also jemals ein Haus entwerfen würden, würden sie womöglich einfach mal die Haustür weglassen und der Kunde könnte schauen, wie er damit klarkommt.
Mit dem Violectric Chronos ist es also zum einen möglich, gegenüber integrierten DAs-/Kopfhörerverstärkern einen Qualitätssprung zu ermöglichen, zum anderen kann damit überhaupt erst der gewünschte Kopfhörer angeschlossen werden.

Details & Praxis

Zugegeben: Viel gibt es gar nicht zu beschreiben. Was auffällt, ist dass das Gerätchen wirklich winzig ist. Viereinhalb Zentimeter misst die längste Kante, die Höhe beträgt nur einen Zentimeter. Da wirken die 3,5mm-Stereoklinkenbuchse an der einen schmalen Kante und die USB-C-Buchse an der anderen fast schon gigantisch groß. Das Gehäuse wirkt auf Fotos vielleicht wie ein dahergelaufenes Plastikkistchen. Nix: Es besteht aus Aluminium, das nicht etwa als Blech gebogen wurde, sondern aus dem Block gefräst wurde. Oben und unten sind Glasinlays, von denen eines auch verschiedenfarbig leuchten kann. Dadurch wird dem User Information über den Betriebsmodus gegeben. Welche Farbe was zu bedeuten hat, muss man entweder nachlesen oder sich merken. Ich bin aber immer ein Freund davon, wenn Geräte im Klartext zu mir sprechen und nicht in irgendwelchen (Farb-)Codes. Und weil es auf Violectrics Website das Manual allem Anschein nach nicht zum Download gibt, hier die Infos: Weiß leuchtet die Oberseite, wenn die USB-Anbindung funktioniert, grünes Leuchten steht für PCM-Verbindung, das Blau füs DSD.

Fotostrecke: 3 Bilder USB auf der einen Seite…
Fotostrecke

Violectric legt der kleinen Kiste drei Kabel bei. Auf der einen Seite ist natürlich immer ein Stecker für die USB-C-Buchse des Chronos, die verfügbaren Anschlüsse sind Lightning, microUSB und USB-C. USB Typ A wäre eigentlich auch noch ganz nett gewesen, für die Armada an “älteren” Laptops und Stationärrechnern.

Fotostrecke: 2 Bilder Drei Kabel sind im Lieferumfang.
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Gewandelt wir im PCM-Modus bis zu einer Samplingrate von 384 kHz, die Wortbreite beträgt maximal 32 Bit. DSD ist bis zur vierfachen Rate möglich, also DSD256. Die technische Dynamik liegt bei 130 dB, also dem, was DACs mit schlau integrierten, modernen Chips der besten Kategorie leisten können. Der Kopfhörerverstärker leistet auf jedem Kanal 30 mW, damit empfiehlt er sich in erster Linie für niederohmige Kopfhörer. Aber die großen Schlachtschiffe für den stationären Einsatz wird man üblicherweise nicht mit dem kleinen Chronos betreiben wollen.

Der Violectric Chronos ist sinnvoll konzipiert: Er kommt ohne Akku aus; bei fest verbauten Akkus leidet bekanntlich die Länge der Nutzbarkeit erheblich. Und: Das Gerätchen ist Made In Germany. Deutschland besitzt zwar aktuell keine Fabrik, die Wandlerchips herstellen würde, aber das ist ja nicht der einzige Fertigungsschritt.

Violectric_Chronos-2 Bild

Über die Farbanzeige habe ich ja schon ein wenig gemosert, ansonsten bedient sich das Gerätchen so schön wie einfach. Lediglich eine Logik, die bei gleichzeitigem Drücken beider Taster stumm schaltet und bei erneutem den zuvor eingestellten Pegel wieder aufruft, könnte ich mir noch wünschen. Alternativ würde es auch ein weiterer Button tun. Warum mir das wichtig erscheint? Nun, Mute geht sonst nur an der Quelle, und das ist meistens nicht ohne Hinsehen möglich. Aber auch das sind Kleinigkeiten, die vielen Käufern sicher egal wären. Auch die Tatsache, dass die beiden Pegelbuttons lediglich die Lautstärkebefehle übermitteln, kann kurios sein. In einem ersten Test hatte ich Ableton Live am Mac laufen, konnte aber nicht über den Violectric Chronos den Ausgabepegel steuern: Lediglich die Systemlautstärke des macOS zeigte die Änderungen mit dem bekannten grauen Screen-Overlay an.

Fotostrecke: 3 Bilder Na, weiß jemand, was diese Farbe bedeutet?
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Die Hauptaufgabe erfüllt die kleine Kiste mit Bravour. Es ist kein Qualitätsschritt von der Kopfhörerwiedergabe meines MB Pro (2021, M1) zum Chronos, es is ein Sprung! Mit hervorragender Auflösung wird Material wiedergegeben, zudem arbeitet das System sehr rauscharm, Verzerrungen konnten nicht wahrgenommen werden. Ich konnte im Vergleich zum ifi nano DSD, einem ebenfalls für den Mobilbetrieb entwickelten DAC/HP-Amp, einen kleinen klanglichen Gewinn feststellen, wenngleich dieser mehr Features liefert, aber eben auch ein wenig älter ist. Viele Kopfhörer, darunter beispielsweise das Arbeitstier Beyerdynamic DT-150/16 sowie Soundmagic E50 und die neuen Beyerdynamic DT 700 Pro X und DT 900 Pro X, konnten am Chronos richtig aufblühen, knackige Bässe und klare Höhen generieren. Seine Mühen hatte der Violectric Chronos mit wirklich hochohmigen Schallwandlern. Der AKG K-240DF mit seinen 2 x 600 Ohm spielt an vielen für Mobilsysteme optimierten Quellen etwas lustlos und leise, da ist auch der Violectric keine Ausnahme.

Fazit

Für einen fairen Preis erhält man mit dem Violectric Chronos einen einfach gestrickten, aber hochwertigen Kopfhörer mit integriertem Schallwandler, der an verschiedenen Gerätschaften für wirklich hochwertigen Klang sorgt. Wer Kopfhörer it hoher Impedanz verwenden will oder dieses oder jenes Feature vermisst, der benötigt eine andere Geräteart

Unser Fazit:

Sternbewertung 4,5 / 5

Pro

  • winzig
  • hochwertige Wandlung
  • PCM und DSD
  • gutes Gehäuse

Contra

  • keins
Artikelbild
Violectric Chronos Test
Für 199,00€ bei
Violectric_Chronos-7 Bild
Features & Spezifikationen
  • bus-powered DAC/HP-Amp
  • PCM: bis 384 kHz / 32 Bit
  • DSD: bis DSD256
  • Buchsen: USB-C, 3,5mm Stereoklinke
  • Bedienelemente: Pegel +/-
  • Kabel: USB-C aud USB-C, auf microUSB, auf Lightning
  • Preis: € 199,– (Straßenpreis am 11.11.2021)
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von Nick Mavridis

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