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Two Notes Audio Torpedo VB-101 Test

DETAILS

Gehäuse/Optik
Wie es sich für ein amtliches Studio- und Roadprodukt gehört, kommt der Torpedo im 19“ Format und nimmt dabei 2 HE in Anspruch. Das Gerät ist aus sehr stabilem Stahlblech gefertigt und besitzt Lüftungsschlitze an den Seiten und der Front. Rückseitig ist ein verhältnismäßig großer Ventilator eingebaut, denn die Loadbox-Abteilung wandelt die Verstärkerleistung in Wärme um, und dafür werden Kühlfunktionen benötigt, vor allem, wenn das Gerät mit anderen im Rack eingebaut ist. Bei einer Einbautiefe von 308 mm braucht es ausreichend Platz nach hinten und mit 7,7 Kilo ist es auch ein gutes Stück von der Leichtgewichtsklasse entfernt. Mit den zwei Griffen an der Vorderseite lässt sich der Torpedo schnell aus dem Rack ziehen und gut transportieren. Dass der Hersteller weiß, worauf es bei der Hardware ankommt, offenbart sich auch bei den weiteren Elementen, denn Buchsen und Regler sind ebenfalls von bester Qualität. Die Aufteilung ist rackgemäß, vorne die Bedienelemente und auf der Rückseite die Anschlüsse.

Vorderseite
Mittig befindet sich das 30 x 80 mm große Display, das alle Einstellungen dokumentiert. Zur schnellen Parameteranwahl gibt es einige Tasten unter dem Display, und mit dem großen Navigationsregler können die entsprechenden Parameter verändert werden. Der Torpedo hat einen Speicher für 100 Presets, deren jeweilige Nummer in der großen Anzeige neben dem Display erscheint. Links und rechts vom Bedienfeld findet man jeweils einen Regler mit einer Level-Anzeige. Hier werden In- und Output-Level direkt eingestellt, was einen schnellen Zugriff auf die entsprechenden Pegel ermöglicht. Der Power-Schalter rechts dient der wichtigen Funktion, den Torpedo einzuschalten, bevor der Amp unter Strom steht, damit Letzterer nicht durch einen fehlenden Lastwiderstand Schaden nimmt. Direkt daneben ist schließlich die obligatorische Kopfhörerbuchse mit zugehörigem Lautstärkeregler angesiedelt, sodass auch das Üben in der heimischen Stube ohne Nachbarschaftskonflikte vonstattengehen kann.

Rückseite/Anschlüsse
Der Torpedo ist für einen Speaker-Simulator mit einer stattlichen Anzahl von Anschlüssen gesegnet. An vorderster Front der Speaker Input, der das Lautsprechersignal aus dem Verstärker aufnimmt. Dieses kann anschließend direkt über den Thru-Ausgang an eine Lautsprecherbox weitergeleitet werden, wenn man zum Beispiel auf der Bühne mit Lautsprecher spielt, aber den Torpedo zur Abnahme an die PA benutzen möchte.
Es gibt drei analoge XLR-Ausgänge, zwei mit Speaker-Simulation (Post Simulation) und einen ohne (Pre Simulation). Das Signal aus diesem Ausgang kann man zum Beispiel durch weitere Effekte leiten und in Verbindung mit dem normalen Lautsprecherausgang (Thru) zur Realisierung eines Dry-Wet-Wet-Systems nutzen. Aus dem Thru kommt das Ampsignal ohne Effekt, über den Pre-Simulation-Ausgang können Stereoeffekte angesteuert und über zwei Boxen (mit Stereoendstufe) übertragen werden. Einen analogen Line Input gibt es auch. Der dient dazu, bereits aufgenommene Signale noch einmal durch den Speaker-Simulator zu senden.
In der oberen Reihe sind die digitalen Ein- und Ausgänge jeweils als S/PDIF (Cinch) und AES/EBU (XLR) angelegt. Der Torpedo liefert ein digital gewandeltes Signal, der interne AD/DA Konverter arbeitet mit 24 Bit und 192 kHz. Kontakt zu einem Computer findet der Torpedo per USB – die entsprechende Editor-Software lässt sich von der Herstellerwebsite herunterladen. Genaueres dazu gibt’s im Praxisteil. Auch MIDI ist an Bord (In, Thru), womit die Presets von einem externen MIDI-fähigen Gerät gesteuert werden können. Das macht für den Bühneneinsatz Sinn, wenn man bei unterschiedlichen Songs und Sounds auch verschiedene simulierte Lautsprecherboxen benutzen möchte. Damit es bei den digitalen Signalen keinen Ärger mit anderen Geräten gibt, hat man eine Wordclock-Steuerung eingebaut – sehr lobenswert und im Studiogebrauch von großem Vorteil!
Ihr merkt, das Ding ist kein Spielzeug, hier haben Profis jede Menge Know-How investiert. Aber kommen wir jetzt zum entscheidenden Kern der Sache, dem Sound und der praktischen Bedienung.

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