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Tama Speed Cobra HP910LN Single & HP910LWN Double Pedal Test

Praxis

Die Speed Cobras verbinden ein stabiles Spielgefühl mit Leichtfüßigkeit

Schon die Vorbereitung ist angenehm: Koffer aufklappen, Pedal rausnehmen, Feder einhängen, fertig. Beim Doppelpedal kommt noch das Montieren der Welle hinzu. Am Set machen die Maschinen mir direkt Spaß. Meine Schuhgröße-46/47-Füße fühlen sich auf Anhieb wohl auf den großen Trittplatten, und wie schon bei den neuen Iron Cobras scheint die leichte Verbreiterung von Rahmen und Bodenplatten der Standfestigkeit zugute zu kommen. Vielleicht liegt es auch an der kräftig, aber Spannreifen-schonend zupackenden Para Clamp II Pro, insgesamt verbreitet sich jedenfalls ein Gefühl großer Solidität. Beim Spielen merkt man zwar das größere Gewicht der Trittplatten, aber Tama hat es hier dennoch geschafft, dass dieser Faktor die Performance der schnellen Schlangen nicht beeinträchtigt. Im Gegenteil, gerade bei durchgehend schnellen Figuren scheint das Design die Bewegung zu unterstützen, ohne zu viel Trägheitsmoment zu entwickeln. Wer gerne auf seinen Pedalen umher wandert, findet hier Platz zum Austoben, was sich wiederum positiv auf die Genauigkeit des Gespielten auswirkt. Als Pluspunkt empfinde ich auch die neuen Beater, mit den kleinen Filzdreiecken der Vorgängermodelle konnte ich persönlich nämlich eher wenig anfangen. Die Gummischlagflächen erzeugen einen definierten Punch, aber gleichzeitig regen sie auch die Bauchfrequenzen der Bassdrum an. Am Doppelpedal gefällt mir das satt stehende Slave-Teil, das dem Hauptantrieb kaum nachsteht und damit auch anspruchsvollen Geschwindigkeitsfreunden gefallen dürfte. 

Fotostrecke: 4 Bilder Elegantes Erscheinungsbild trotz großer Trittplatte
Fotostrecke

Bezüglich der Cobra Coils ist meine Meinung gespalten. Möglicherweise helfen sie dem einen oder anderen Trommler, ich vermag allerdings nur einen geringfügigen Effekt festzustellen. Da Tama dieses Feature jetzt seit einigen Jahren beibehält, scheint es sich für bestimmte Techniken bewährt zu haben, und selbst wenn es bei manchen Drummern nur einen Placeboeffekt auslöst, ist das ja zumindest nicht schädlich. Insgesamt bewähren sich die Speed Cobras in der Praxis jedenfalls ausgezeichnet und benehmen sich weit weniger speziell als zunächst vermutet. 

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