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Seymour Duncan Vise Grip Test

Kompressor-Pedale wie der Seymour Duncan Vise Grip in unserem aktuellen bonedo-Test scheinen gerade eine Renaissance zu erleben. Allerdings unterscheiden sich viele der modernen Varianten deutlich von ihren Vorgängern, und das nicht nur bei den Bedienmöglichkeiten, sondern auch in ihren Fähigkeiten, die Charakteristik des Tons möglichst wenig zu beeinträchtigen. Deshalb trifft die Bezeichnung “Vise Grip”, die man mit Grip-Zange übersetzen könnte, bei unserem Testkandidaten den Nagel auch nur bedingt auf den Kopf.


Denn der nimmt für sich in Anspruch, zu dieser neuen Generation zu gehören, die nichts mehr mit dem altbekannten gequetschten Kompressor-Sound gemein hat. Wie das funktioniert und wie gekonnt die Vise Grip Zange den Ton in die Mangel nimmt, wird unser Test herausfinden.

Details

Aufbau und Konzept

Der Schaltung des Vise Grip Kompressors befindet sich in einem dunkelblauen Druckgussgehäuse im Hammonddesign mit kopfseitig angebrachten Ein-und Ausgängen und dem Anschluss für das optional erhältliche Netzteil. Das Pedal hat vier Regler, von denen der Blendregler eine Schlüsselrolle spielt. Mit seiner Hilfe bietet sich die Möglichkeit, dem komprimierten Signal den unkomprimierten Originalsound beizumischen und so die Natürlichkeit während der Attackphase bei Bedarf zu erhalten. Selbstverständlich kann man den komprimierten Sound auch alleine genießen, aber das Hinzufügen des Originalsounds führt oft zu besseren Ergebnissen. Der Attack-Regler bestimmt, wie schnell der Kompressor auf das Eingangssignal reagiert. Die Attack-Zeit ist von 2 bis 50 ms stufenlos regelbar. Bei höheren Einstellungen wird das Gerät langsamer, wodurch der Anschlag stärker zur Geltung kommt, während schnelle Attackzeiten den Sound frühzeitig platt klingen lassen. Hier muss man etwas herumprobieren, bis es zur jeweiligen Gitarre passt, denn mit Humbucker sieht die Welt anders aus als mit schwächeren und höhenreichen Singlecoils.

Fotostrecke: 3 Bilder Die Elektronik findet in einem stabilen Druckguss-Gehu00e4use Platz
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Der Volume-Regler hebt die Ausgangslautstärke des Pedals um bis zu 50 dB. Da so auch das unkomprimierte Signal verstärkt wird, lässt sich das Pedal auch als reiner Booster verwenden. Der Sustain-Regler steuert die Intensität der Kompression, wodurch die typischen, langanhaltenden Töne entstehen. Gleichzeitig werden allerdings auch die Nebengeräusche angehoben, was besonders bei Singlecoils schnell zu einem Problem werden kann. Ein kleiner Dreiwegschalter beeinflusst ausschließlich den Frequenzgang des cleanen Signals. In der mittleren “F”-Stellung werden alle Frequenzen wiedergegeben, in der sogenannten High-Position die hohen Töne des unbearbeiteten Sounds unterstützt und die Tiefen unterdrückt. In der “Mid”-Stellung kommen dagegen die Mitten stärker zur Geltung. Dort werden dem Sound von Humbuckern mehr Obertöne beifügt oder dünne Singlecoils mit satten Mitten angefettet. Der On/Off-Fußtaster rundet den Reigen der Bedienelemente ab.

Fotostrecke: 3 Bilder Die Bedienelemente des Vise Grip Compressors
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