Schallwandler Podcast: Robot Koch

Seit nun mehr 15 Jahren feilt und verfeinert der deutsche Produzent und Komponist Robert Koch, besser bekannt unter seinem musikalischen Spitznamen Robot Koch, seinen Style und begeistert damit Fans und Kritiker weltweit. Bekannt geworden ist der gebürtige Kasseler 2003 in Berlin mit dem Trip Hop-Trio Jahcoozi und Veröffentlichungen auf WMF Records, Kitty Yo und BPitch Control, bevor er sich als Solo-Künstler einen Namen gemacht hat.

(Foto by Siiri Kumari)
(Foto by Siiri Kumari)


 „Pop-Musik aus der Zukunft“, so beschrieb der legendäre britische BBC-Moderator John Peel den Sound von Robot Koch.

Neben zahlreichen eigenen Produktionen hat Koch auch jede Menge Hits für Stars wie Max Mutzke oder Rapper wie Marteria und Casper produziert. Koch verbindet warme Orchester-Arrangements mit rohen Techno-Texturen, um seinen eigenen filmischen Sound zu konstruieren. Mit seiner Musik hat Robot Koch sich weltweit in die Herzen von Musikliebhabern und Liebhaberinnen gespielt und sein Publikum wächst stetig weiter. Auch auf diversen angesagten Festivals wie Coachella, Sonar, Mutek und im Boiler Room war Koch schon mehrfach vertreten.

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Dass Robert eigentlich Regisseur werden wollte, ist nicht weiter verwunderlich und in gewisser Weise ist er das auch. Nur dass der 43-jährige Künstler aus den Bildern in seinem Kopf keine Filme, sondern Musik erzeugt:
„Meine Arbeit ist immer sehr visuell. Ich komponiere Musik wie Soundtracks zu imaginären Filmen in meinem Kopf oder zu Momenten und Gefühlen, die ich beinahe sehen kann wie ein Bild“, sagt Robot.
Für sein Album „Sphere“ (2018) erweiterte Koch seinen musikalischen Horizont noch weiter und schuf eine beeindruckende Full Dome Live Show mit 3D-Surround-Sound und 360° Visuals, die er in Zusammenarbeit mit dem bildenden Künstler Mickael Le Goff entwickelte. Sphere war weltweit in Planetarien u. a. im Berliner Zeiss-Großplanetarium und auf sämtlichen Festivals ausverkauft und gewann mehrere Auszeichnungen für „Best Immersive Experience“. 

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Beim Anhören von Robot Kochs Musik ist es offensichtlich, es ist das große Ganze, das ihn bewegt. Diese Rundumsicht war es auch, die Robot bei seinem neuesten Album „The Next Billion Years“ zu der Entscheidung veranlasste, mit einem Orchester und dem etablierten estnischen Dirigenten Kristjan Järvi zusammenzuarbeiten. Abgesehen von seiner vorausschauenden Herangehensweise an die klassische Musik bringt Järvi wie Koch Philosophie und Existentialismus in seine Musik ein.
„Einmal haben wir beim Abendessen in Estland festgestellt, dass wir ein gemeinsames Interesse neben der Musik haben, das Universum und die Idee von kosmischem Bewusstsein“, erinnert sich Robot: „Musik ist auch ein Mittel, um ein höheres Bewusstsein zu erlangen. Alles ist Energie, alles hat eine Frequenz und mit Musik können wir unsere eigene Frequenz auf eine Weise erhöhen, wie wir es mit den Einschränkungen des logischen Verstandes nicht können!“ Das Album „The Next Billion Years“ erschien Ende Mai auf BMG – Modern Recordings.

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Aufgrund der Distanz fand unser Gespräch diesmal nicht face to face im Studio, sondern online statt. Um uns ganz auf das Gesagte zu konzentrieren, einigten wir uns darauf, auf die Videochat-Funktion zu verzichten. So haben wir uns ohne visuelle Ablenkungen ganz klassisch unterhalten – Robert in Los Angeles am Morgen, ich in Berlin am Abend und zwar kurz nach den verheerenden Bränden in Kalifornien. Auch in L.A. sind die Auswirkungen des massiven Feuers ziemlich deutlich zu spüren gewesen. Robert erzählte mir, dass er an diesem Tag sämtliche Fenster in seinem Apartment und auch im Studio nicht mehr öffnen konnte, weil sich in kürzester Zeit eine dünne Schicht aus weißer Asche auf allen Oberflächen bilden würde.
Außerdem war die Luft draußen sehr rauchig und beißend, dass einem das Atmen schwerfiel. Er meinte, es fühle sich so an und rieche so stark nach Rauch, als brenne das Haus nebenan. Also ziemlich schlimm! Robert musste sich daher häufig räuspern, aber das konnte ich natürlich rausschneiden. Die gelegentlichen digitalen Verzerrungen, die beim Online-Talk entstanden, leider nicht. Ansonsten war es trotz aller Umstände ein ziemlich lebendiges und fröhliches Gespräch, wie ihr jetzt und hier hören könnt.

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von Krause Manuela (manou)

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