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Roland SE-02 Test

Fazit

Mit dem SE-02 haben Roland und Studio Electronics einen sehr vielseitigen Monosynth mit einem bemerkenswerten Sound erschaffen. Nicht nur durch seine drei vollwertigen, analogen Oszillatoren erinnert er von der Struktur her stark an den Minimoog, ist aber ausdrücklich keine Kopie und setzt sich mit vielen Details wie der XMOD-Sektion, dem flexiblen LFO und dem Delay auch klanglich deutlich von einem reinen Nachahmer ab. Der Sound ist umwerfend: druckvoll, geradlinig und bemerkenswert vielseitig. Dazu kommt ein ausgewachsener Step Sequencer, der sämtliche Syntheseparameter aufzeichnen kann. Das Konzept, einen so ausgewachsenen Analogsynthesizer in einem derart kleinen Gehäuse unterzubringen, fordert einige Kompromisse in der Bedienung und wird den einen oder anderen Kritiker auf den Plan rufen – die winzigen Potis werden sicherlich nicht jedem gefallen. Dies beeinflusst aber keineswegs den tollen Sound und die diversen Möglichkeiten, ihn zu formen und zu modulieren. Mit seinen Möglichkeiten, seinem Klang und seiner Flexibilität setzt der Roland SE-02 angesichts des bemerkenswert günstigen Preises neue Maßstäbe und kann es auch mit dem einen oder anderen deutlich teureren Synthesizer mühelos aufnehmen.

Unser Fazit:

Sternbewertung 4.5 / 5

Pro

  • sehr guter Sound
  • drei vollwertige Oszillatoren
  • vielseitige Modulationsmöglichkeiten
  • XMOD-Sektion
  • vielseitiger Step Sequencer mit Aufzeichnung aller Syntheseparameter
  • USB Audio
  • CV/Gate-Inputs, analog Trigger In/Out
  • günstiger Preis

Contra

  • erschwerte Bedienung durch Miniatur-Format
  • Abstimmung einiger Potis/Parameter (evtl. Problem des getesteten Prototyps)
Artikelbild
Roland SE-02 Test
Für 469,00€ bei
Der Roland SE-02 ist klein, klanglich aber ein großer Wurf. (Bild: zur Verfügung gestellt von Roland)
Der Roland SE-02 ist klein, klanglich aber ein großer Wurf. (Bild: zur Verfügung gestellt von Roland)
  • Klangerzeugung: analog, monophon
  • 3 Oszillatoren (Schwingungsformen: Dreieck, Sägezahn steigend / fallend, 3 Varianten Rechteck/Puls)
  • XMOD-Sektion (Filter FM, Oszillator FM, PWM)
  • Rauschgenerator
  • Filter: 24dB Tiefpass mit Resonanz
  • 2 Hüllkurven (ADS mit zuschaltbarem Release)
  • LFO
  • Delay (digital)
  • Preset Patches: 384 (128 x 3 Bänke)
  • User-Speicher: 128 Patches
  • 16 Step Sequencer mit Parameteraufzeichnung, Gate Time und Glide pro Step
  • 128 Patterns
  • Song-Modus
  • MIDI-Synchronisierung von LFO, Delay und Sequencer Timing
  • Anschlüsse: Kopfhörer, Mono Line Out, External In, CV In, Gate In, Filter CV In, Trigger In/Out, MIDI In/Out, USB
  • USB-Audio zur direkten Audio-Aufzeichnung in der DAW
  • Stromversorgung: externes Netzteil
  • Maße (BxTxH): 300 x 128 x 46 mm
  • Gewicht (exkl. Netzteil): 950 g
  • inkl. Handbuch und Netzteil PSB-1U
  • kompatibel mit Keyboard K-25m und Boutique Dock DK-1
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Der Roland / Studio Electronics SE-02 Analogsynthesizer im Test

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von Lasse Eilers

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Profilbild von Northern Decay

Northern Decay sagt:

#1 - 16.09.2017 um 02:05 Uhr

Empfehlungen Icon 0

Also bitte! Ein analog Synthesizer ist zusätzlich mit Haptik (evtl. auch Optik), Verarbeitungsqualität und dem Langzeitwert zu begutachten. Und hier versagt der Roland völlig! Bonedo hat eine gewisse Verpflichtung und auch Verantwortung seinen Lesern gegenüber, und 4.5 Sterne für dieses "Gimmick" zu vergeben, ist schon fahrlässig!

    Profilbild von Henry

    Henry sagt:

    #1.1 - 19.09.2017 um 11:26 Uhr

    Empfehlungen Icon 0

    Aha? Selbst schon mit dem SE-02 oder einer der anderen Boutique-Boxen gespielt? Oder einfach mal ein bisschen uninformiert meckern?Ich habe einen JU-06 und kann dir versichern, dass die Kiste 1A stabil gebaut ist und die (relativ kleinen) Regler sehr gut zu bedienen sind. Heute abend wird der SE-02 vom Postamt abgeholt - und ich bin mir sicher, dass der genauso viel Spaß machen wird wie der JU-06.Und wie lange so ein Instrument hält, weiß man ja sowieso erst in 10-20 Jahren. Also, vielleicht lieber mal die Füße still halten und sich selbst ein Bild machen?

    Antwort auf #1 von Northern Decay

    Antworten Melden Empfehlen
    Profilbild von Matthias Wille

    Matthias Wille sagt:

    #1.2 - 19.09.2017 um 12:45 Uhr

    Empfehlungen Icon 0

    Sehe ich ähnlich wie Henry. Auch ich hab den JU-06 und bin voll zufrieden. Klingt gut (besser als jedes Plugin, obwohl auch nur digital), Verarbeitung ist gut, Bedienung macht Spaß. Klar, Roland hätte gerne das Rackformat verwenden können und dann die Fader größer machen. Geht aber auch so. Was den Langzeitwert angeht: Obacht! Die Boutiques sind limitiert und die Preise steigen tatsächlich schon an. Für den letzten neuen JP-08 bei ebay durfte ich schon etwas mehr als den Ausgabepreis zahlen. Hat sich aber voll gelohnt (Obwohl die 20mm Fader hier für exakte Einstellungen wirklich klein sind). Heute freue ich mich auf den SE-02 - auch grad bei der Post, großes Musikhaus hat wohl den ersten Stapel versendet.... Man mag die Miniaturisierung kritisieren, wer aber die ganzen Boutiques als "Gimmik" abtut, disqualifiziert sich meiner Meinung nach selbst. Zumal der SE-02 jetzt ein echter Analoger ist.

    Antwort auf #1 von Northern Decay

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    +1
    Profilbild von Thomas Columbo

    Thomas Columbo sagt:

    #1.3 - 21.10.2017 um 23:02 Uhr

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    Nur wer das Teil nicht kennt kann es fahrlässig als GIMMICK bezeichnen, ich würde eher sagen ein professionelles (!!!) Gadget mit Kultfaktor. Und der SE 2 ist zudem noch innovativ und läßt einige teuere und vermeintlich grössere Synth im Regen stehen...

    Antwort auf #1 von Northern Decay

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Profilbild von Thomas Columbo

Thomas Columbo sagt:

#2 - 21.10.2017 um 22:59 Uhr

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Ich hatte den Jupiter 8, den JX3P und den D50 als Originale...am meisten Spaß machen mir nun aber die entsprechenden Boutique Teile. TOP Sound Umsetzung, ok, nichts für Grobmotoriker, der SE 02 schießt zudem den Vogel ab, nach 5 Minuten Test im Laden musste ich den unbedingt haben, glücklicherweise gab´s noch ne Retoure, die nächste Lieferung war bereits ausverkauft ist. Ein TOP Synth in kleiner Verkleidung! Von mir aus gut und gerne 5 Sterne !!!!

Profilbild von Marco Heger

Marco Heger sagt:

#3 - 12.04.2021 um 03:51 Uhr

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Inzwischen sind ja ein paar Jahre vergangen und kurz nach dem SE 02 kann Behringers Boog, ein ungebrochener Verkaufsschlager, wenn auch ohne presets und ohne Sequenzer. UND meiner Meinung nach noch nicht einmal so wahnsinnig viel teurer! Und trotzdem ist der Roland inzwischen bei Thomann auf den hinteren Verkausrang abgestiegen! Ja klar, auch der Preis ist ist mit entscheidend, aber Roland baut Minikisten für 5 Jährige und wundert sich, dass die meisten eine idealgrösse bevorzugen! Roland hats vergeigt. Die Geräte sind inzwischen alle digital und klingen sehr gut, aber analog ist und bleibt unerreicht. Digital ist und bleibt einfach was anderes. Inzwischen vergrößert sich das Portfolio des Behringer Imperiums und scheint nicht mehr aufzuhalten zu sein! Die anderen müssen sich warm anziehen! Musikjournalisten würden gerne schlecht über Behringer schreiben, aber es fällt ihnen nichts dazu ein. ???Ulli, weiter so!

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