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Roland RD-700GX – Stagepiano Test

Das Roland RD-700GX bietet auf den ersten Blick sehr viel für sein Geld. Es ist gut verarbeitet und die Bedien-Elemente machen einen soliden, zuverlässigen und funktionalen Eindruck. Die Palatte der Anschluss-Möglichkeiten ist komplett, besonders die symmetrischen XLR-Outs sind praxisgerecht. Die Anzahl der Sounds ist beeindruckend und reicht von annehmbar bis exzellent, wie man es auch von den Vorgängermodellen gewohnt ist. Bei den Sounds wie bei den Effekten stechen vor allem besonders die Roland-typischen hervor – Piano, Orgel-, Pad- und Streichersounds sowie Phasen- und Delay-Effekte sind von hervorragender Qualität. Diverse neue Regel- und Programmieroptionen bieten dem Benutzer eine Vielzahl von zusätzlichen Eingriffsmöglichkeiten, die für den täglichen Einsatz allerdings einige Gewöhnungs- und Einarbeitungszeit voraussetzen. Insgesamt erweist sich das Roland RD-700GX in dieser Hinsicht als etwas umständlich und wenig intuitiv. So ist es beispielsweise kaum möglich, Grundsounds auszuwählen und diese dann schnell mit Effekten zu belegen, hat man nicht zuvor bestimmte Regler dazu definiert. Oder man scrollt wegen der Änderung eines Parameters aufwendig und zeitraubend im Menü, oder verliert Zeit, weil bestimmte Einstellungen andere blockieren oder ausschließen.

Natürlich bleibt ein Test immer an der Oberfläche, und dem Tester ist es schon aus Zeitgründen nicht möglich, in die tiefsten Tiefen eines komplexen elektronischen Instrumentes vorzudringen und den Anspruch zu haben, noch detaillierter zu sein als das Benutzerhandbuch. Anders derjenige, der sich für das RD-700GX entscheidet: Für ihn wird auch dessen Programmierung und Bedienung mit Sicherheit nach einiger Zeit zur Routine werden, und er kann sicher sein, ein gut klingendes und zuverlässiges Instrument zu besitzen. Aber für einen Musiker, der das Instrument unbekannterweise auf einer Bühne, innerhalb einer Session oder im Studio vorfindet, wird sich die Menüstruktur nicht auf den ersten Blick erschließen und einige – vielleicht wertvolle – Zeit in Anspruch nehmen. Hier sollte man den Mannen von Roland vielleicht für künftige Entwicklungen den alten Merkspruch ins Pflichtenheft schreiben, dass oftmals Weniger doch mehr ist.

Technische Daten
  • Tastatur: 88 Tasten PHA II Ivory Feel-Tastatur mit Druckpunkt
  • Tonerzeugung: General MIDI 2
  • Pianoklang: 88 Tasten Stereo-Multisamples
  • Parts: 16
  • Polyphonie: 128 Stimmen
  • Wellenformspeicher: 256MB (entspricht 16-bit Linear-Format)
  • Klänge: Normal-Klänge 240, SuperNATURAL E.Piano 10, Tonewheel-Orgel 10, General MIDI 2-Klänge 256, Rhythm Sets 5, General MIDI 2 Rhythm Sets 9
  • Setups: 100
  • Effekte: Multieffekte 2 x 4 Systeme, 125 Typen, Reverb 6 Typen, Chorus 3 Typen
  • Klangkontrolle: 3-Band Compressor, 4-Band Digital Equalizer
  • SMF/Audio File Player
  • Dateiformate Standard MIDI File: Format-0/1, Audiodaten
: WAV, AIFF (44.1kHz, 16-bit linear), MP3
    Audiodaten können mit der Audio Key-Funktion gespielt werden.
    • Anschlüsse: Out (L/MONO, R): Klinke, Out (L, R): XLR , Dämpfer-Pedal, FC1 Pedal, FC2 Pedal, MIDI (IN, OUT1, OUT2, THRU/OUT3), USB (MIDI, Memory), Kopfhörer: Stereoklinke, Netz
    • Regler: Zone Level-Fader x 4 (zuweisbar), Equalizer-Regler, Reverb-Regler, Chorus-Regler, Multi-Effects Control-Regler x 2 (zuweisbar), Pitch Bend/Modulation-Hebel, zuweisbare Taster (S1, S2)
    • Andere: Arpeggiator 148 Styles, Rhythmus-Patterns 205
    • Display: 128 x 64 Pixel grafisches LCD beleuchtet)
    • Expansion Slots: 2 SRX Expansion Boards
    • Interner Speicher: 4MB
    • Stromverbrauch: 12W
    • Stromversorgung: AC 117/230/240 V (50/60Hz), AC 220 V (60Hz)
    • Zubehör: CD-ROM (Audio Key Utility 2, SONAR LE), Dämpfer-Pedal (DP-8)
    • Preis: 2549,- UVP
    Technische Fakten
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