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Roland RD-700GX – Stagepiano Test

Praxis

Die eigentliche Stärke des Roland RD-700GX sind die Sounds. Quantitativ gesehen bietet dieses Stage-Piano eine mehr als reichhaltige Sound-Palette aller Instrumentengruppen. Der Nutzwert einiger Sounds, wie Gitarren und Solobläser steht natürlich auf einem anderen Blatt. 256 sind alleine für den General MIDI 2 Standard vorgesehen. Diese werden hauptsächlich für den Gebrauch von SMF-Files im Song-Modus benötigt. Wie viele User diese tatsächlich nutzen, sei dahingestellt, denn mit „richtigen“ Audio-Files und erheblich besserer Qualität tritt diese Möglichkeit mehr und mehr in den Hintergrund.

Da es sich beim RD-700GX um ein Stage-Piano handelt, liegt mein Augenmerk natürlich hauptsächlich auf den Sounds dieser Instrumentengattung. So sind der Klavier- und Flügel-Sounds wirklich gelungen, und der Kunde hat überdies ja noch, wie oben beschrieben, eine Flut von Editier-Möglichkeiten, den Sound für sich zu personalisieren.

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Piano

Auch die E-Piano-Sounds sind in Ordnung, wie von Roland gewohnt. Die einfache Veränderungen mit den internen EQs und Effekten vergrößert ihre Anzahl schon erheblich, was natürlich auch auf andere Klänge zutrifft.

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E-Piano Tine E-Piano Wurly 1 E-Piano Wurly 2

Denn wie am Beispiel des Klaviersounds bereits beschrieben, können auch die E-Pianosounds im Designer Display modelliert werden. Hier können theoretisch unendlich viele Parameter eines realen E-Pianos modelliert werden. Diese Sounds laufen unter der Bezeichnung SUPERNATURAL.

Das grundsätzliche Soundmaterial der Orgel-Sounds finde ich sehr gelungen. Alle einzelnen Tonewheels sind fleißig gesampelt worden und können, wie beim Zugriegelsystem des Originals, separat gezogen werden.

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Tone Wheel 1 Tone Wheel 2

Darüber hinaus können für die E-Piano- und Orgel-Sounds virtuelle Amp-Typen und Effekte gewählt werden. Und da wären wir bei den Effekten, die besonders für diese Soundgattungen das A und O bedeuten. Insgesamt kann man beim RD-700GX zwischen weit über 100 Effekt-Algorithmen wählen. Da langt Roland so richtig hin, denn Effekte zum Verbauen in den verschiedenen Instrumententypen gibt es dort mehr als genug. An vielen kann man auch die enorme Erfahrung des Hauses ablesen, und die klingen dann eben entsprechend gut. Wenn es um Chorus, Flanger oder Delays geht, ist man ganz vorne dabei. Möchte ich allerdings meinen Rhodes- oder einen Orgel-Sound mit einem der Distortion-Effekte versehen, muss man festhalten, dass dies nicht zu den Stärken des RD-700GX gehört. Im Effekt-Menu kann man zwar wieder viele Parameter auswählen und editieren, aber der Sound wird dadurch nicht wirklich authentischer.

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Strings Warm Strings Soft Pad

Äußerst begeistert bin ich immer wieder von den Pad- und Streicher-Sounds von Roland. Zahlreiche warme und weiche Klänge, die zum Layern mit anderen Klängen und zum Legen von Akkorden einladen, ohne schwülstig und dick zu klingen. Schön!

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