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Plugin Alliance Elysia Phil’s Cascade Test

Man nehme seltene NOS-Bauteile, packe sie in eine Gain-Box, versehe diese mit reichlich Kontrolle – und modelliere anschließend das Ganze aufwendig mit einem Plugin. Gesagt, getan: Elysia Phil’s Cascade.


Das neuste Plugin der Plugin Alliance bietet ausgefallenere Optionen „analoge“ Obertöne zu erzeugen und möchte zum Experimentieren einladen. Es werden dabei „New Old Stock“- Bauteile emuliert, die man in einem Neugerät aufgrund seltener Stückzahlen, stolzer Preise und nicht mehr zulässiger Inhaltsstoffe so eher nicht mehr verbauen würde. Klingt esoterisch? Ist es auch – und so soll es sein.

Details

Hardware first

Elysia steht für hochwertige analoge 19-Zoll-Technik, darunter Preamps, Kompressoren, Saturator und natürlich auch EQs. Plugin Alliance wiederum kennt man für hochwertige Plugins mit detaillierten Emulationen teurer Hardware. Erst kommt die Idee, dann Hardware – und dann die Emulation. So war es bisher.

Shanti Shanti!

Bei Phil’s Cascade scheint die Situation etwas anders. Zunächst hat man einen Prototypen ohne Blick auf Kosten und Vernunft gebaut, mit dem alleinigen Wissen, die Schaltung anschließend zu emulieren.

So sieht das “Original” laut Handbuch aus. ( Foto: Plugin Alliance)

Kurzer GUI-Überblick

Das wichtigste Bedienelement der fotorealistischen GUI ist der zentrale „Rotary Capacitor“ des GAIN. Dabei handelt es sich um einen Drehkondensator mit hinterleuchteter Drehanzeige zur Steuerung der Vorverstärkung. Je heißer man die Kiste fährt, umso mehr Harmonische gibt es – logisch. 

Auf der linken Seite wird gezerrt …

Das Ganze kann man links noch mehr verstärken, wozu ein weiterer BOOST-Schalter mit drei Stufen angedacht ist. Außerdem kann man mit BIAS andicken oder ausdünnen sowie mit GRID noch die Struktur der „Zerre“ manipulieren. Beide Funktionen stehen in starker Abhängigkeit zueinander. Hinzukommt links ein Mid/High-Filter, das mit PEAK und RESSONACE (off; 1,5 kHz; 2,4 kHz; 3,6 kHz; 4,4 kHz; 4,6 kHz; 5,7 kHz; 6,2 kHz; 8 kHz; 8,4 kHz;) justiert wird. Auf der rechten Seite wird somit „angedickt“.
Die linke Seite wiederum bietet Elemente, um das Ergebnis wieder zu zähmen. Dazu gehören ein klangneutraler LEVEL-Regler, um „zu heiße“ Pegel abzufangen, der obligatorische MIX Dry/Wet-Regler sowie ein weiteres neunstufiges FILTER mit folgendem variablen High-Roll-Off: 18 kHz; 16 kHz; 12 kHz; 10 kHz; 8 kHz; 6 kHz; 4 kHz; 2 kHz; 1 kHz.

… auf der rechten Seite gezähmt.

Natürlich gibt es auch noch einen Bypass, hier nennt er sich jedoch STATUS. Nicht zu vergessen ist das in der Helligkeit veränderbare Power-Lämpchen, das einem Atom-Zeichen ähnelt, allerdings keinerlei praktische Funktion erfüllt – außer gut auszusehen und etwas zu verwirren. Die typischen A, B, C, D Speicherplätze, die sogar automatisierbar sind, Clipboard-Copy/Paste und eine aktivierbare L/R-Toleranzabweichung der Bauteile sowie eine Zoom-Funktionen (yes!) und ein paar Presets kommen hinzu. 

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