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Orange Rocker 30 Test

PRAXIS

Alles installiert, alles verkabelt und los geht es mit unserem Praxistest.
Und Eines zeigt sich unmittelbar und ohne weitere Bastelei: Der cleane Kanal weiß voll zu überzeugen! Was für ein direkter, puristischer Sound! Sämtliche angeschlossene Gitarren klingen unverfälscht und ihre jeweilige Charakteristik kommt klar zum Vorschein. Erreicht wird dieser Sound, weil das Eingangssignal ohne Umwege direkt zur Endstufe geschickt wird und nur diese für den Ton verantwortlich ist. Eine tolle Erfahrung. Und wenn der Sound nicht gefällt, sollte man darüber nachdenken, eine andere, passendere Gitarre anzuschließen. Je lauter der Amp “gefahren“ wird, desto mehr klinken sich die EL34 ins Geschehen ein. Dazu muss ich allerdings bemerken, dass der kleine Combo schon sehr ausgewachsen klingt. Will sagen, er ist sehr laut, denn 30 Röhrenwatt sprechen hier eine ganz eindeutige Sprache. Der Trend geht ja ohnehin zu leistungsschwächeren Amps, um wesentlich ohrschonender in den Genuss der Endstufenzerrung zu gelangen. Wie gesagt, in diesem Fall ist das immer noch ziemlich laut, aber natürlich kein Vergleich zu einem 50 oder gar 100 Watt Amp.
Um zu demonstrieren, wie der Amp auf verschiedene Pickup-Einstellungen reagiert, habe ich meine Tele mit eingebautem Vierweg-Umschalter eingestöpselt und spiele dieselbe Linie, aber ändere in jedem Durchgang die Tonabnehmerposition, beginnend mit dem Hals-Pickup.

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Clean – Tele 4-Wege

Sehr dynamisch und ohne viel Schnörkel zeichnet sich der jeweilige Sound ab. Man hört praktisch 100% Gitarre. Das gefällt mir sehr gut. Jede Umschaltung der Tonabnehmer entfaltet eine neue Soundwelt und es macht Spaß, sich davon inspirieren zu lassen. Ich vermisse die Klangregelung in diesem Kanal überhaupt nicht. Mal schauen, was der kleine Rocker von funky Riffs hält.

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Clean – Tele Funk

Auch das meistert er mit Bravour. Satt und äußerst dynamisch drückt er die gespielten Riffs an die frische Luft. Einen gewissen Hang zu den unteren Mitten ist durchaus hörbar, aber, wie ich finde, sind es genau die Frequenzen, die einem Verstärker seine Seele geben.

Der Dirty Channel ist an Flexibilität kaum zu schlagen. Der Regelweg ist in drei Sektionen unterteilt. Hier ist so ziemlich alles möglich, von Blues über Crunch bis hin zu satten High-Gain Rocksounds. Dazu habe ich meine alte Les Paul und zum anderen meine Strat mit Jeff Beck Humbucker angeschlossen. Und siehe da, es klingt genau so, wie es soll, und auch hier fühlt er sich pudelwohl und geht rotzfrech zur Sache.

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Crunch – Strat JB

Der Attack macht sich mit einem wunderschönen Schmatzen bemerkbar, bevor der Ton zu singen anfängt. Je weiter ich den Gain aufdrehe, umso dichter wird die Verzerrung, matscht aber nie.

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High Gain – Les Paul

Mit seinem kehligen, leicht belegten Sound mischt sich der Amp live hervorragend, da er seinen Platz im Bandgefüge automatisch findet und niemandem so richtig auf die Füße tritt. Was nichts anderes meint, als dass sich der Rocker 30 zwischen Bass und Vocals und für ein fettes Fundament sorgt. Jeder Anschlag wird mit einem Schmatzen quittiert.

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