Der chinesische Synthesizer-Hersteller ASM präsentiert den neuen algorithmischen Synthesizer Leviasynth, der in zwei Ausführungen erhältlich ist. Einmal als Keyboard-Version und als Desktop-Modell.


- Ist der ASM Leviasynth ein analoger oder digitaler Synthesizer?
- Was bedeutet algorithmischer Synthesizer?
- Was ist der Algorithm Morph?
- Was können die Oszillatoren des ASM Leviasynth?
- Welche Filter hat der ASM Leviasynth?
- Der Sequenzer und Arpeggiator
- Hüllkurven, LFOs und Modulationsmatrix
- Welche Effekte hat der ASM Leviasynth?
- Hat der ASM Leviasynth einen Multimodus?
- Wie viele Presets hat der ASM Leviasynth?
- Was ist der Unterschied zwischen Keyboard-Version und Desktop-Version?
- Sonstiges
- Preis und Verfügbarkeit
- ASM Leviasynth: Features
- Links
Ist der ASM Leviasynth ein analoger oder digitaler Synthesizer?
Der Leviasynth ist ein hybrider algorithmischer Synthesizer. Mit 16 Stimmen, jeweils 8 Oszillatoren pro Stimme, sowie einer Kombination aus analogen und digitalen Filtern ist der Leviasynth ein wahrer Traum für Sounddesigner.
Was bedeutet algorithmischer Synthesizer?
Die Oszillatoren lassen sich in sogenannten Algorithmen anordnen, die festlegen, wie sie sich gegenseitig beeinflussen. Der Synthesizer arbeitet pro Stimme mit acht Oszillatoren. Anstatt jeden Oszillator isoliert zu nutzen, bestimmt der gewählte Algorithmus deren Signalfluss und Wechselwirkung.
Dadurch entstehen komplexe Klangstrukturen, die mit klassischen subtraktiven Konzepten nur schwer erreichbar wären. Der Klangcharakter ergibt sich aus diesen Algorithmen und deren Veränderung, nicht allein aus einzelnen Schwingungsformen oder Filtern.
Die 144 Preset-Algorithmen liefern feste Grundstrukturen, während ein zusätzlich anpassbarer Algorithmus pro Patch individuelle Konfigurationen ermöglicht.

Was ist der Algorithm Morph?
Der Algorithm Morph erlaubt es, die Struktur eines Algorithmus kontinuierlich zu verändern. Dadurch entstehen viele Zwischenstufen und dynamische Klangverläufe, ohne dass neue Oszillatoren hinzugefügt werden müssen. Der Klang entsteht also aus der fortlaufenden Veränderung der Beziehungen zwischen den Oszillatoren.

Was können die Oszillatoren des ASM Leviasynth?
Der Algorithmus bestimmt die Anordnung der Oszillatoren und damit das Klangverhalten, doch was können die Oszillatoren eigentlich selbst? Für jeden Oszillator stehen über 300 Schwingungsformen sowie 7 unabhängige Oszillator-Modi zur Verfügung. Zu den Oszillator-Konfigurationen gehören Phasenmodulation, Frequenzmodulation, Pulsbreitenmodulation, HTE-Sync sowie drei Arten von Phasenverzerrung. Das sind paradiesische Zustände für Sounddesigner.

Welche Filter hat der ASM Leviasynth?
Es steht ein digitales Multimode-Filter zur Verfügung, das aus dem Hydrasynth übernommen wurde.Der analoge Tiefpassfilter mit Pre-Drive-Sättigung ist zur Selbstoszillation in der Lage.
Der Sequenzer und Arpeggiator
Der 3-spurige Sequenzer zeichnet sowohl Noten- als auch Makro-Automationen auf. Der Arpeggiator verfügt über die Entropy-Funktion, mit der Noten in Echtzeit verändert werden können.

Hüllkurven, LFOs und Modulationsmatrix
Jeder der 8 Oszillatoren verfügt über eine eigene Lautstärke-Hüllkurve, zusätzlich zu den gemeinsam genutzten 5 Hüllkurven und 5 LFOs, die in der 32-Slot-Modulationsmatrix geroutet werden können.
Welche Effekte hat der ASM Leviasynth?
Es steht eine Effektsektion mit neun Insert Effects und Effekttypen wie Chorus, Flanger, Rotary, Phaser, Lo-Fi, Tremolo, EQ, Compressor, Distortion, Delay und Reverb zur Verfügung. Die Inserts dürfen auch vom Filter genutzt werden.

Hat der ASM Leviasynth einen Multimodus?
Im Single-Modus stehen alle 16 Stimmen pro Patch zur Verfügung, während der Multi-Modus die Stimmen in zwei Parts mit jeweils 8 Stimmen aufteilt, sodass Layer und Splits schnell eingerichtet sind. Der kostenlose ASM Patch Manager für Mac und PC ermöglicht einfache Firmware-Updates und komfortable Patch-Verwaltung.

Wie viele Presets hat der ASM Leviasynth?
Insgesamt stehen 1024 Speicherplätze für den Single-Modus und 640 Speicherplätze für den Multi-Modus zur Verfügung. Im Single-Modus finden sich 512 Werks-Presets und im Multi-Modus 256 Werks-Presets.

Was ist der Unterschied zwischen Keyboard-Version und Desktop-Version?
Der ASM Leviasynth kommt als Desktop- und Keyboard-Version auf den Markt. Technisch bestehen keine Unterschiede zwischen den Modellen.
Die Keyboard-Version verfügt über 61 Tasten mit Polyphonic Aftertouch sowie anschlagdynamischer On-Off Velocity und zusammen mit dem 4-Oktaven-Ribbon-Controller bietet das Instrument für Keyboarder sehr gute Möglichkeiten, sich auszudrücken. Außerdem ist der Leviasynth MPE-kompatibel, wovon auch die Desktop-Version durch den Anschluss eines entsprechenden Keyboards profitiert. Pitch Bend und ein Modulation Wheel sind ebenfalls hilfreiche Spielhilfen. Außerdem finden sich an der Keyboard-Version zwei regelbare Kopfhörerausgänge.

Das Desktop-Modell ist deutlich kleiner als die Tastatur-Version und laut Hersteller für den Studio-Alltag gedacht. Der Leviasynth ist MPE-kompatibel, wovon auch die Desktop-Version durch den Anschluss eines entsprechenden Keyboards profitiert. Dieses Modell wurde mit einem Kopfhörerausgang ausgestattet. Ich hätte mich persönlich sehr gefreut, wenn die Desktop-Version ebenfalls einen Ribbon-Controller gehabt hätte. Man hätte ihn problemlos an die Gehäusegröße anpassen können, beispielsweise in einer Version mit einer oder zwei Oktaven.
Sonstiges
Der ASM Leviasynth kann zusätzlich über einen Touchscreen bedient werden. Der kostenlose ASM Patch Manager für Mac und PC ermöglicht einfache Firmware-Updates und komfortable Patch-Verwaltung.
Preis und Verfügbarkeit
Die ASM Leviasynth Keyboard Version wird für 3299,00 Euro angeboten und die Desktop Version wird 2399,00 Euro kosten.

ASM Leviasynth: Features
Gemeinsamkeiten von Desktop und Keyboard Version
- Hybrid Synthesizer mit algorithmischer Sound Engine auf Digital- und Analogbasis
- 16 Stimmen Polyphonie für Full, Layer und Split
- 1024 Patches im Single Mode sowie 640 Patches im Multi Mode
- Acht Oszillatoren mit mehr als 300 Waveforms
- Fünf LFOs pro Stimme mit verschiedenen Wellenformen, Tempo Sync und Semitone Lock
- Pro Oszillator eine Hüllkurve sowie fünf weitere pro Stimme mit Tempo Sync und variablen Triggerquellen
- Analoger 4-Pole Low Pass Filter mit 24 dB pro Oktave
- Digitalfilter mit 18 verschiedenen Typen
- Effektsektion mit neun Insert Effects, fünf Delays und vier Reverbs
- Effekttypen wie Chorus, Flanger, Rotary, Phaser, Lo-Fi, Tremolo, EQ, Compressor, Distortion, Delay und Reverb
- Arpeggiator mit neun Modi sowie neun variablen Parametern
- Mod Matrix mit 32 Slots, acht Macro Controller, unbegrenzte Favoriten und Randomizer
- Unterstützung für MPE sowie Microtuning
- Zwei symmetrische Audioausgänge im 6,3 mm Format
- Zwei Kopfhörerausgänge in 6,3 mm und 3,5 mm mit separater Lautstärkeregelung
- USB Anschluss vom Typ B
- MIDI In, Out und Thru
- Zwei Pedaleingänge für Expression und Sustain
- Zusätzliche Ein und Ausgänge über Miniklinke für Modulation, CV, Gate und Clock
- Externes Netzteil mit 12 Volt und 2 Ampere
Unterschiede zwischen Dektop und Keyboard
Desktop
- Abmessungen Desktop (BxTxH): 44,2 cm, 26,7 cm, 9,15 cm, 4,75 kg
- Kopfhörerausgang 6,3-mm
Keyboard
- 61-tastige ASM Polytouch® Polyphonic Aftertouch Tastatur mit anschlagdynamischer On Off Velocity
- Pitch Bend
- Mod Wheel
- 4-Oktaven-Ribbon-Controller
- 2 Kopfhörerausgänge in 6,3 mm und 3,5 mm mit separater Lautstärkeregelung Abmessungen Keyboard (BxTxH): 96,5 cm, 34,6 cm, 11,55 cm, 12,2 kg























