Mackie Big Knob Test

Praxis
Die Setup-Varianten, die sich mit dem Big Knob realisieren lassen, sind sehr umfangreich und im durchaus unterhaltsamen Handbuch gut beschrieben. Man muss allerdings des Englischen mächtig sein und sich das Ganze als PDF herunterladen. Und wie verkauft uns das der Amerikaner? We save trees! Eigentlich ganz cool, aber dass eine deutsche Handbuch-Version deren Energiebilanz bedeutend verschlechtert hätte, wage ich zu bezweifeln.
Fotostrecke: 3 Bilder Der Mackie-Man wohnt im Wald und seine Handbu00fccher frau00dfen jedes Jahr 720 Bu00e4ume, sodass man sich kurzerhand von gedruckten Manuals verabschiedete und diese seitdem als PDF ins Netz stellt.
Hat man dennoch einen kurzen Blick in das Handbuch geworfen, wird schnell klar, wie man den Big Knob verkabeln muss. Die Anschlussbuchsen zeugen dabei von einer hohen Qualität und sind trotz des engen Platzangebotes auf der Rückseite gut zu erreichen.

Die zusätzlichen Trimmpotis an den Ein- und den Ausgängen sind in vielen Fällen sicherlich sehr dienlich und auch komfortabel, allerdings bedeutet zusätzliche Elektronik auch immer ein wenig Signalverschlechterung. Hierbei bewegen wir uns aber auf einem sehr hohen Nörgel-Niveau, da die Operationsverstärker relativ neutral agieren, nur der DIM-Schalter färbt ein wenig mehr bzw. raubt dem Signal ein wenig an Plastizität.

Auch der L/R-Gleichlauf stimmt nicht immer zu 100%, was vor allem im unteren Regelbereich auffällt. Das kann man mit Humor nehmen, denn das ist auch bei normalen Mischpulten oftmals so.
Den Link zu den High-Quality-Files gibt es hier!

Audio Samples
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Bass – unbearbeitet Bass – Big Knob Drums – unbearbeitet Drums – Big Knob Song – unbearbeitet Song – Big Knob Vocals – unbearbeitet Vocals – Big Knob Nylon – unbearbeitet Nylon – Big Knob
Das Gehäuse ist für meinen Geschmack etwas zu dunkel geraten, wodurch es im Studio-Schummerlicht schlecht zu erkennen ist. Klar, man sieht die roten LEDs, was sie auf die Schnelle bedeuten, ist aber nicht immer sofort klar. Hellere Gehäuse, wie die von Dangerous Music, oder aber hintergrundbeleuchtete Knöpfe mit Aufschrift, wie die von der Presonus Monitorstation, liegen klar im Vorteil.

Die Anschlussmöglichkeiten des Big Knobs sind sehr vielfältig, ob man diese Vielfalt allerdings wirklich braucht, bleibt individuell zu prüfen. Das Blockdiagramm ist dabei u.U. sehr hilfreich. Nichtsdestotrotz bot der Big Knob bei einer durchweg hohen Qualität die umfangreichsten Möglichkeiten im gesamten Testmarathon. Ein Grund, weshalb ich ihm in Anbetracht des sehr moderaten Straßenpreises ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis zusprechen kann.

Er verrutscht auch nicht und kippt selbst bei üppigster Kabellast nicht um. Das war nicht bei allen Controllern im Test so.

Da es sich um solide Analogtechnik handelt, muss man für schnelles A/B-Umschalten die gewohnte Zwei-Finger-Zwei-Taster-Gleichzeitig-Technik anwenden. Digital gesteuerte Switches, die mit verschiedenen Betriebsmodi auch komfortablere Umschaltungen zulassen und bei der Presonus Monitorstation oder der Dangerous D-Box zu finden sind, halte ich persönlich für komfortabler. Die D-Box kostet allerdings ein Vielfaches und die Monitorstation färbt ein wenig mehr. Wer die Wahl hat, hat also auch hier die Qual.

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Refernzmikrofon Eingebauter Talkback Verlgeich 1 Verlgeich 2 Verlgeich 3 Verlgeich 4

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