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Ludwig Breakbeats 2020 Schlagzeug Test

Das Ludwig Breakbeats gehört auch sechs Jahre nach seiner Markteinführung zu den bekanntesten Vertretern der Kompaktset-Klasse. Auch wenn es Corona-bedingt momentan weniger Einsatzmöglichkeiten für kompakte Sets gibt, kenne ich fast keinen Drummer, der sich in den letzten Jahren nicht auch ein kleines Gigset zugelegt hat. 

Ludwig_Breakbeats
Ludwig_Breakbeats


Alle aktiven Drummer wollen vor allem trommeln, aber mit steigender Auftrittsdichte irgendwann auch möglichst wenig schleppen. Dass der Sound dabei nicht auf der Strecke bleiben darf, ist auch klar, es soll also mit möglichst wenig Klangverlust im Vergleich zu einem „ausgewachsenen“ Set vonstatten gehen. In dieser Hinsicht hat das Breakbeats mit dem großen Namensgeber „Questlove“ und der kleinen 16“ Bassdrum scheinbar einiges richtig gemacht. Nach unserem ersten Test im Jahre 2014 ist einiges an Wasser den Rhein hinuntergeflossen, wir checken heute, was die aktuelle Version zu bieten hat.

Details

Die Breakbeats-Bassdrum und die beiden Toms fallen mit den Kesselgrößen 16“ x 14“, 10“ x 7“ und 13“ x 13“ eher kompakt aus, die Snare ist mit dem Kesselmaß von 14“ x 5“ dagegen erwachsen dimensioniert – eine rühmliche Ausnahme zu den meisten Sets dieser Klasse, die mit 12“ oder 13“ Snares ausgestattet sind. Die Kessel des Sets bestehen nach wie vor aus sieben Lagen Pappelholz. Bei der Kesselverarbeitung unseres Testsets gibt es keine Ausfälle zu vermelden, alle Trommeln sind plan und sauber mit deutlich sichtbarem Gegenschnitt gegratet. Die Kessel sind auf der Außenseite bis auf die Auflagekante des Fellkragens mit der neuen Folienvariante „Sahara Swirl“ beklebt, die optisch einen leichten Camouflage-Anstrich hat. Auf den Innenseiten sind die Kessel grob geschliffen, aber ansonsten nicht versiegelt.

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Die Optik und Haptik wurde an einigen Stellen aufgewertet

Statt Badges im Stickerformat werden die Breakbeats-Typenschilder in der aktuellen Version verschraubt, und auch die Hardware macht einen „amtlichen“ Eindruck, was besonders bei den größer dimensionierten Floortom-Beinen auffällt. Auch die Tomhalterungen sowie der Einzeltomhalter mit Kugelgelenk und zusätzlicher Montageoption für einen Beckenarm haben jetzt optische Anleihen an die teurere Ludwig Atlas Hardware. Ein Update gibt es auch beim Riser zu vermelden, welcher bei der ersten Variante noch relativ fragil war und in der aktuellen Version wesentlich robuster wirkt. Die Stimmböckchen sind weiterhin die bekannten Mini Lugs im typischen Ludwig-Design und auch bei den Fellen von Bassdrum und Toms setzt Ludwig weiterhin auf eine robuste Erstausstattung: Die beiden Toms haben doppellagige Schlagfelle in Pinstripe-Manier, auf der kleinen Bassdrum sind beidseitig vorgedämpfte Felle montiert. Damit lässt es sich auf jeden Fall arbeiten!

Fotostrecke: 5 Bilder Das Ludwig Breakbeats nach dem Auspacken fein säuberlich in Einzelteilen.
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Schauen wir uns noch die 14“ x 5“ große Snaredrum etwas genauer an. Sie besitzt acht Stimmschrauben pro Seite, die mit Doppelspannböckchen auf Spannung gebracht werden. Wie beim gesamten Set auch, kommen Remo UC-Felle aus chinesischer Produktion zum Einsatz. Das Schlagfell der Snare ist einlagig und weiß aufgeraut, unter dem transparenten Resonanzfell ist ein einfacher 20-spiraliger Teppich aus Stahl befestigt. Die Abhebung wurde ebenfalls modifiziert, die aktuelle Snare hat eine seitlich abklappbare Variante, die mit etwas Nachdruck beim Anspannen einrastet. Das Einstellrädchen läuft etwas schwergängig. Dazu später mehr in der Praxis. 

Fotostrecke: 5 Bilder 14“ x 5“ misst die im Set enthaltene Snare.
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Floortom und Bassdrum müssen noch befellt werden

Bis auf das kleine Tom und die Snare ist das Set komplett in Einzelteilen verpackt, so findet alles in einem Karton Platz. Die Bassdrum und das Standtom müssen also noch befellt werden. Auffällig ist bei unserem Testset, dass alle Stimmschrauben leichtgängig laufen, lediglich am Floortom gestaltet sich die Befellung umständlich, da einige Schrauben sich nur sehr hakelig, regelrecht widerspenstig in die Gewinde drehen lassen. Die Lösung des Problems offenbart sich bei den Gewinden der separat beiliegenden Stimmschrauben des Standtoms, die an einigen Stellen sehr nachlässig geschnitten sind. Hier erfolgt in der Fabrik scheinbar kein Testzusammenbau vor dem Verpackungsvorgang.
Ansonsten ist das Set schnell spielfertig, die lang ausziehbaren Bassdrumbeine ermöglichen einen parallel auftreffenden Beater, der Riser sitzt gut und sicher am hinteren Spannreifen und auch das Standtom lässt sich bequem auf die Höhenlage eines erwachsenen Spielers einstellen. 
Neben einem Stimmschlüssel und ein paar Ersatzstimmschrauben findet sich auch ein Taschenset im Lieferumfang, dabei handelt es sich von der Schutzklasse her eher um einen Staubschutz. Die schwarzen, mit einem Kordelzug versehenen Hüllen lassen sich aber auch klanglich kreativ einsetzen, wie ihr im Praxisteil hören könnt. 

Fotostrecke: 2 Bilder Die Montage der Felle am Floortom gestaltet sich bei unserem Testset aufgrund von schlecht geschnittenen Schrauben etwas umständlich.
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