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Klevgrand Skaka & Ting Test

Skaka und Ting nennen sich die beiden Plugin-Instrumente des schwedischen Herstellers Klevgrand, mit denen ihr in eurem Host-Programm (Mac, PC und iPad) Grooves programmieren und einspielen könnt.

Klevgrand_Skaka_Ting_B01_Test


Das ist auf den ersten Blick nicht besonders progressiv, bei genauerer Betrachtung entpuppen sich beide Plugins aber als interessante und inspirierende Tools zur Musikproduktion. Worin die Stärken, potenziellen Schwächen und Unterschiede beider Instrumente liegen, lest ihr in unserem Test.

Details

Skaka und Ting – Gemeinsamkeiten

Beide Plugins sind Spezialisten für eine bestimmte Kategorie von Percussion-Sounds. Der jeweilige Sample Pool umfasst eine überschaubare Anzahl von Sounds, die allerdings durch umfangreiche Velocity Layers sehr lebendig und authentisch spiel- bzw. programmierbar ist. Weiterhin teilen sich Skaka und Ting die Plattformkompatibilität (siehe Features), die eine Nutzung auf den gängigen DAWs ermöglicht. Zu beachten ist, dass eine iOS-Kompatibilität nur für iPads vorliegt und hier auch nur als AUv3-Plugin zur ausschließlichen Verwendung innerhalb kompatibler iOS-Hosts.

Fotostrecke: 2 Bilder Ting als iOS-Variante (AUv3 only)
Fotostrecke

Skaka

Skaka ist das schwedische Wort für schütteln, daher überrascht es wenig, dass der Sample-Pool von Shaker-artigen Instrumenten dominiert wird. Die einzelnen Instrumente hören zwar zum Teil auf exotische Namen wie Calabash, Ghungroos oder Caxixi, allerdings beschränkt sich deren Einsatz absolut nicht auf Ethno-Musikstile – sie lassen sich wie Shaker, Egg und Tambourine in allen Spielarten der Popularmusik bestens verwenden. Die Besonderheit von Skaka ist der eigene Pattern Sequencer, der jedem einzelnen Instrument zur Verfügung steht. 12 solcher Slots aus Instrument plus Pattern können je Plugin-Instanz unmittelbar zur Kreation von Rhythmen eingesetzt werden. Hierzu stehen diverse Preset-Grooves zur Auswahl, doch auch die Programmierung eigener Grooves ist ein Kinderspiel. Die Step-Parameter Velocity, Pitch, Duration und Gain ermöglichen ein facettenreiches Programming – von authentischem Human Feeling bis hin zu technoideren Styles, wobei die Stärke von Skaka im Erstellen organischer Grooves liegt. Zur klanglichen Abrundung besitzt Skaka rudimentäre aber absolut ausreichende Tools wie Room, Reverb und Filter.

Fotostrecke: 3 Bilder Bei Bedarf können bis zu 12 Pattern über die Keys C bis B(H) gleichzeitig getriggert werden.
Fotostrecke

Wie klingt Skaka …

… und wie klingen die einzelnen Sounds? In den folgenden Audiobeispielen hört ihr alle Percussion-Instrumente von Skaka (bis auf eine Ausnahme) einzeln auf einer Akustikgitarre und auch (kurzzeitig) solo. Es wurden keine weiteren Plugins oder Effekte verwendet. Beachtet, dass die Instrumente und Pattern der zwölf Slots nach Belieben kombiniert werden können.

Audio Samples
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01 – Skaka Egg 02 – Skaka Calabash 03 – Skaka Seed + Ghungroos 04 – Skaka Tambourine 05 – Skaka Single Shot 06 – Skaka Skaker 07 – Skaka Caxixi 08 – Ting – Toy Drum/Finger Snap/Stomp 09 – Ting – Sofa Slap/Hand Clap/Car Keys 10 – Ting – Big Box/Paper/Snusdosa (Münzen in Büchse) 11 – Ting – Silverware (Messer,Gabel)/Pot/Stick

Ting

Ting ist deutlich simpler strukturiert, verfügt über keinen Sequencer und ist genau genommen ein unspektakulärer Sample Player. Das Spezielle an Ting sind die Sounds. Diese basieren nämlich überwiegend auf Aufnahmen von Alltagsgegenständen, die somit zum Groove-Programming zweckentfremdet werden. Die Idee ist bei weitem nicht neu, bloß funktioniert dies mit Ting ausgesprochen gut, was möglicherweise an der Auswahl der inspirierenden Sounds als auch der vielen Velocity Layers liegt, wodurch die musikalische Verwendbarkeit erstaunlich vielseitig ist. Auch dieses Plugin bietet sinnvoll gewählte Möglichkeiten zur Klanganpassung wie beispielsweise Room, Reverb, Kompressor und EQ, außerdem stehen je Sound verschiedene Parameter zum musikalischen und klanglichen Feinschliff zur Auswahl. 

Fotostrecke: 2 Bilder 12 Sounds können dynamisch über die entsprechenden Noten/Keys gespielt werden.
Fotostrecke

Fazit

Skaka und Ting von Klevgrand sind spezielle aber universell einsetzbare Plugin-Instrumente für Musikproduktionen jeglicher Art. Sound, Musikalität und Umsetzung der preiswerten Rhythmus-Tools empfinde ich als rundum gelungen, inspirierend und uneingeschränkt empfehlenswert.

Pro
  • musikalisch universell verwendbar
  • intuitiver Sequencer für lebendige Grooves (Skaka)
  • gute Klangqualität und inspirierende Sound-Auswahl
  • viele Velocity Layer (beide) & Round Robin (Skaka)
  • preiswert
Contra
  • GUI nicht skalierbar
Klevgrand_Skaka_Ting_B01_Test
Features
  • Percussion-Plugins
  • Skaka
  • 12 Slots für Instrument und Pattern
  • acht Instrumente (Egg, Shaker, Tambourine, Single Shot, Ghungroos, Caxixi, Calabash, Seeds)
  • umfangreiche Velocity-Layers und Round-Robin
  • Pattern Editor
  • Reverb- und Room-FX
  • VST3, AU, AAX, iOS (AUv3)
  • Systemvoraussetzungen: Windows 7 und höher / macOS 10.9 und höher, iOS 9.3 und höher (nur iPad)
  • Ting
  • 12 Percussion-Sounds (ca. 500 Einzel-Samples / Velocity Layers)
  • EQ
  • Room-FX (Convolution)
  • Reverb-FX (algorithmisch)
  • Kompressor (Master)
  • VST, AU, AAX, iOS (AUv3)
  • Systemvoraussetzungen: Windows 7 und höher / macOS 10.9 und höher, iOS 9.1 (nur iPad)
Preis
  • Skaka 49,99 (macOS/Windows) / 19,99 USD (iPad) per Download (UVP)
  • Ting 19,99 (macOS/Windows) / 7,99 USD (iPad) per Download (UVP)
Unser Fazit:
Sternbewertung 4,5 / 5
Pro
  • musikalisch universell verwendbar
  • intuitiver Sequencer für lebendige Grooves (Skaka)
  • gute Klangqualität und inspirierende Sound-Auswahl
  • viele Velocity Layer (beide) & Round Robin (Skaka)
  • preiswert
Contra
  • GUI nicht skalierbar
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Klevgrand Skaka & Ting Test
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von Peter Könemann

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