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JamHub Bedroom Rehearsal Studio Test

Details

In Zeiten digitaler Gitarrenamps und elektronischer Drumkits ist es einfacher denn je geworden, seinem Instrument ohne den sonst zwangsläufig hohen Geräuschpegel und ohne sperriges Equipment einen „echten“ Sound zu entlocken. Es liegt eigentlich auf der Hand, diesen Vorteil auch beim Proben zu nutzen und eine einfache sowie übersichtliche Lösung im Plug&Play-Prinzip anzubieten. Der JamHub ist so eine Lösung – zumindest suggeriert der Produktuntertitel das mit den Worten „The silent rehearsal studio“. Leise ist es auf jeden Fall, denn Instrumente sowie Signale von Mikros gehen direkt über den JamHub auf die Kopfhörer der Musiker. Kein schepperndes Schlagzeug, keine sägende Gitarren- oder wummernde Bassbox mehr! Und „Studio“ ist hierbei auch gar nicht mal so falsch gewählt, denn der mir vorliegende JamHub in der Bedroom-Version erinnert schon beim ersten Blick an ein kleines Mischpult. 51 Knöpfe beziehungsweise Regler sind auf dem kompakten, aber übersichtlichen Gerät untergebracht. Im griffigen, anthrazitschwarzen Kunststoffgehäuse macht der JamHub rein optisch eine gute Figur und erinnert irgendwie an ein Raumschiff aus einem Science-Fiction-Klassiker.

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Aber was macht er genau? Im Grunde genommen bietet er vier Musikern die Möglichkeit, gemeinsam ‚geräuschlos‘ zu proben, in dem sie einfach ihre Instrumente und/oder Mikrofone anschließen und loslegen. Vier Kanäle gibt es insgesamt, an die sich jeweils ein Mitspieler einstöpseln kann. Über diesen Kanal regelt der dann sein eigenes Instrument, das per Klinkenbuchse Anschluss findet, und sein Mikrofon, für das ein XLR-Eingang zur Verfügung steht. Beide Anschlüsse können einzeln oder auch gemeinsam genutzt werden. Die jeweiligen Eingangsregler sind gut erkennbar mit entsprechenden Symbolen versehen. Relativ simpel kann nun jeder sein eigenes Signal sowie das der anderen an den JamHub angeschlossenen Musiker individuell auf seinem Kopfhörer mischen und dabei die Lautstärkeverhältnisse nach persönlichem Gusto anpassen.

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Ein weiterer Kanal, die sogenannte R-Section, ist in mehrfacher Hinsicht nutzbar, zum einen als weiterer Kanal für beispielsweise einen fünften Musiker, zum anderen dank Ein- und Ausgang auch zum Mixen und Mitschneiden der Probe sowie zum Einschleifen eines Musik-Abspielgerätes. So kann beispielsweise gemeinsam zu einem Song vom MP3-Player gejammt oder diverse Soundquellen wie CD-Player, Laptop oder Ähnliches angeschlossen werden.

Für alle Musiker, die mit ihrem Instrument an eine feste Position gebunden sind, etwa Schlagzeuger oder Keyboarder, hat JamHub den optional erhältlichen SoleMix parat. Dieser ist nichts anderes als ein portabler Kanal, der mit einem Kabel am JamHub Remote-Eingang angeschlossen und entfernt aufgestellt werden kann. Von dort aus kann jetzt bequem der betreffende Kopfhörermix verändert werden. Clever!

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Als kleines Extra hat der JamHub 16 Effekte (24 Bit, Stereo) an Bord! Vom klassischen Hall bis zum Chorus, über Flanger und Phaser ist hier alles vertreten, was man während einer Probe so braucht. Saft erhält das Gerät über ein mitgeliefertes Netzteil – ein Batteriefach gibt’s leider nicht

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