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Gibson Les Paul Studio Pro Plus RV Test

DETAILS

Korpus
Natürlich kommt unsere Kandidatin in der klassischen Les Paul Form mit einem Cutaway und einem Korpus aus Mahagoni mit aufgeleimter Ahorndecke. Von außen nicht sichtbar, aber als Gewichtsminimierung sehr beliebt, verringern kleine Hohlkammern im Inneren des Korpus dessen Masse. Der Fachausdruck für diese Bauweise lautet bekanntermaßen Chambered Body. Die LPSPP, die ich jetzt in den Händen halte, ist recht aufwendig in Red Velvet lackiert, aber auch in Antique Natural, Manhattan Midnight und Trans Black erhältlich. Ansonsten findet man auf den ersten Blick nichts Neues auf und um den Korpus herum, alles ist an seinem Platz, so wie es der gemeine Gitarrist bei einer Les Paul am Liebsten hat. Pickups, Toggle-Switch und die vier Regler sind schwarz, die Tune-O-matic Bridge mit Stop Tailpiece ist verchromt, genau wie die Strap-Buttons an der Zarge, und dort befindet sich auch die Anschlussbuchse. Eines allerdings fehlt im Vergleich zu den Standard Les Pauls: Die LPSSP hat kein Schlagbrett.

Pickups
Beim genaueren Hinsehen zeigt sich, dass die beiden Anhänger, die um die Volumen-Regler baumeln, mir etwas sagen wollen. Und zwar, dass es sich bei den beiden um Push-Pull Potis handelt. Damit nähern wir uns auch offensichtlich der Bedeutung der Pro Plus Bezeichnung, aber erst einmal der Reihe nach: Die Gitarre ist mit zwei unterschiedlichen Pickups (ohne Kappe) ausgestattet. An der Halsposition sitzt ein 490R Humbucker mit Alnico II Magneten und am Steg sorgt der Burstbucker Pro (Alnico V Magnete) für ordentlich Dampf. Jedem Pickup stehen ein Volume- und ein Tone-Regler (Black Speed Knobs) zur Verfügung.

Die Anwahl der Pickups erfolgt über den üblichen 3-Wege Toggle Switch, mit dem die Kombinationen Hals-, Hals- & Steg- und Steg-Pickup möglich sind. Mit dem jeweiligen Push/Pull-Poti kann der entsprechende Pickup gesplittet und somit ein singlecoilähnlicher Sound erzeugt werden. Das ist natürlich ein willkommenes Feature, das ein paar mehr Soundmöglichkeiten offenbart, als es bei den „normalen“ Les Pauls der Fall ist. Wie das Ganze klingt, erfahrt ihr später im Praxisteil.

Hals
Der Hals besteht aus Mahagoni und einem Palisandergriffbrett. Wie üblich ist die Hals-Korpus-Verbindung geleimt und handwerklich sauber ausgeführt. Ab Werk ist die Gitarre gut eingestellt, Halsneigung, Saitenlage und Oktavreinheit stimmen, man kann sofort loslegen. 22 gut abgerichtete und polierte Medium Jumbo Bünde zieren das Griffbrett zusammen mit den Trapez-Inlays, die wie die Punkteinlagen an der Halsleiste der Orientierung dienen. Der Hals selbst liegt gut in der Hand, das etwas schlankere Slim Taper Profil ist auch aus diesem Grund bei vielen Gitarristen sehr beliebt. Es ist genau das Mittelding zwischen Baseballschläger und Flachbrett, das zusammen mit dem Cutaway das Spiel in den oberen Lagen sehr komfortabel gestaltet. Die LPSPP hat einen weißen Kunststoffsattel, über den die Saiten zu den Mechaniken an beiden Seiten der Kopfplatte laufen. Der Sattel ist für die werkseitig montierte Saitenstärke von 010 bis 046 optimal ausgefeilt, hier bleibt bei Bendings oder Stimmen nichts hängen, die Stimmung ist sehr stabil. Auch die verchromten Grover Kidney Tuner verrichten ihre Arbeit sehr sorgfältig, leichtgängig und ohne tote Punkte. Die schwarz lackierte Kopfplatte im Standard Gibson Design trägt in klassischer Manier oben das Logo in Gold und die Typenbezeichnung „Les Paul Model“ senkrecht in der Mitte. Unten befindet sich die glockenförmige Abdeckung für den Halsstellstab. 

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Profilbild von Anika

Anika sagt:

#1 - 16.05.2012 um 15:45 Uhr

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Ich besitze diese Gitarre und sie ist wirklich sehr schön. Der Test beschreibt das ja auch sehr gut und urteilt durchweg positiv. Was mich nur wundert ist die dann am Ende relativ geringe Bewertung mit 4/5... .

Kommentare vorhanden
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