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Gear Preview: Behringer DeepMind 12

Dass Behringer einen analogen Synthesizer bauen würde, war schon länger kein Geheimnis mehr. Als die Firma aber in den letzten Wochen in geschickt lancierten Teaser-Videos mehr und mehr Details durchsickern ließ, wurde langsam klar: Der Behringer DeepMind 12 ist nicht irgendein Analogsynth, sondern eine der mächtigsten Synthesizer-Neuerscheinungen der letzten Zeit. Hier haben wir für euch noch einmal alle bisher bekannten Facts zum DeepMind 12 zusammengefasst.

Der Behringer DeepMind 12 hält die Synthesizerwelt in Atem (Bild: YouTube / BEHRINGER)
Der Behringer DeepMind 12 hält die Synthesizerwelt in Atem (Bild: YouTube / BEHRINGER)


Mindestens ein Gerät von Behringer ist meistens in der Nähe, wenn irgendwo Musik gemacht wird, sei es das Mischpult, das Mikrofon oder einfach nur die DI-Box. Mit der Übernahme von der britischen Highend-Schmiede MIDAS wurde endgültig auch der Profi-Markt erobert (und jede Menge analoges Know-how ins Team geholt). Als Hersteller von Synthesizern war Behringer allerdings bislang nicht in Erscheinung getreten. Umso beeindruckender ist das, was die Firma jetzt mit dem DeepMind 12 auf die Beine gestellt und in einer gekonnt inszenierten Video-Kampagne Stück für Stück “enthüllt” hat.
Die beispiellose Renaissance der analogen Klangerzeugung, die nun auch die großen Hersteller erfasst hat und moderne Klassiker wie den Dave Smith Instruments Prophet-6 oder den Moog Sub 37 hervorgebracht hat, dürfte Behringer ermutigt haben, statt eines typischen Einstiegsinstruments gleich den ganz großen Entwurf zu verwirklichen. Und so bekamen die Synthesizerfreunde rund um den Globus in den letzten Wochen gleich mehrfach feuchte Augen, als die Kamera in den Teaservideos nach und nach auf die wesentlichen Eckdaten des DeepMind 12 scharf gestellt wurde. Analog! Polyphon! Und dann der Hammer: 12-stimmig!  

12 analoge Stimmen: Der Behringer DeepMind 12 lässt nichts anbrennen. (Bild: YouTube / BEHRINGER)
12 analoge Stimmen: Der Behringer DeepMind 12 lässt nichts anbrennen. (Bild: YouTube / BEHRINGER)

Ein erschwinglicher, analoger Polysynth war nach der Entwicklung der letzten Jahre ja nun wirklich überfällig. Zwischen den teuren Prophet-6 und OB-6 und dem zwar sehr günstigen, mit seinen vier Stimmen aber letztlich doch etwas limitierten Korg Minilogue gab es kaum etwas. Dass diese Lücke nun ausgerechnet von Behringer geschlossen wird, und dann gleich mit diesen Eckdaten, das darf man sich ruhig auf der Zunge zergehen lassen.
Der DeepMind 12 ist ein 12-stimmig polyphoner DCO-Synthesizer mit deutlichen Anleihen bei der Roland Juno-Serie, die sich in Layout und Optik des Bedienfelds widerspiegeln. Tatsächlich war ursprünglich eine Art Juno-Replik unter dem Arbeitstitel Phat 108 angedacht gewesen. Über eine reine Juno-Kopie ist der Behringer-Synth inzwischen aber deutlich hinausgewachsen und wartet mit sehenswerten Features auf:

  • 2 DCOs pro Stimme
  • PWM, Sync
  • flexible Stimmenarchitektur, Unison-Modus mit variablem Detuning
  • VCF mit umschaltbarer Flankensteilheit, Hochpassfilter
  • 3 Envelopes
  • 2 LFOs
  • Arpeggiator, Sequencer
  • umfangreiche Effektsektion
  • Full-Size Tastatur
  • übersichtliches Bedienfeld mit Fadern im Juno-Stil, grafikfähiges Display

Außerdem im Gespräch: eine WiFi-Anbindung mit iPad-Steuerung sowie Editoren für PC und Mac inkl. VST-PlugIn. Auch ein CV-Input soll an Bord sein, wohl in Personalunion mit einem Pedaleingang. Als ausgemacht erscheint zudem, dass es den DeepMind 12 auch in einer Desktop- und Rack-Version geben wird, nachdem Uli Behringer einige Bilder von entsprechenden Entwürfen postete – bestätigt ist das aber noch nicht.

Eine Konzeptgrafik des DeepMind 12 als Desktop-Synthesizer (Quelle: www.gearslutz.com)
Eine Konzeptgrafik des DeepMind 12 als Desktop-Synthesizer (Quelle: www.gearslutz.com)

Hier seht ihr alle Teaser-Videos zum Behringer DeepMind 12!

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Der Behringer DeepMind 12 hält die Synthesizerwelt in Atem (Bild: YouTube / BEHRINGER)

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von Lasse Eilers

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