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Fake-Stream-Plattformen müssen Angebote nach Protest von Musikverbänden einstellen

Frances Moore

Mehr Gerechtigkeit auf Spotify // Credits: WilliamCho
Mehr Gerechtigkeit auf Spotify // Credits: WilliamCho

Verbände, Streamingdienste und Labels schließen sich zusammen

IFPI-Geschäftsführerin kündigte in einem Statement an, weiter gegen die Manipulationen dieser Dienste vorzugehen: „Die Musikindustrie investiert weltweit in die Entwicklung des legalen digitalen Musikmarktes und treibt diese voran, indem sie sich dafür einsetzt, dass diejenigen, die Musik schaffen, für ihre Arbeit fair und korrekt entlohnt werden. Streaming-Manipulations-Anbieter untergraben sowohl die Genauigkeit der Lizenzzahlungen an die Musikschaffenden als auch die Glaubwürdigkeit der Charts, und wir gehen dieses Problem an. Die jüngsten rechtlichen Schritte in Deutschland sind ein integraler Bestandteil unserer Strategie, weltweit gegen solche Websites vorzugehen, wo immer dies nötig ist.“
Das mit dem Verbot solche Plattformen von der Bildfläche verschwinden, ist allerdings nicht zu erwarten. Diese ändern oft ihr Geschäftsmodell und haben Sitze im Ausland, wo sie nur schwer zu greifen sind. Alle hier angesprochenen Plattformen sind weiterhin online und bieten ähnliche Dienste für Soundcloud, Instagram und Facebook an. Selbst die Spotify-Angebote sind teils nicht komplett von den Seiten verschwunden, sondern nur “bis auf weiteres pausiert”. Immerhin gibt es aber weitere Initiativen, um gegen diese Dienste vorzugehen. 2019 unterzeichneten Labels, Verlage, Verbände und Streamingdienste wie Amazon, Deezer und Spotify einen “Code of Best Practice”. Dabei haben sich die Beteiligten gemeinsam dazu verpflichtet, im Kampf gegen Manipulationen der Abrufzahlen zusammenzuarbeiten. Wenn man bedenkt, dass der Musikverkauf immer stärker im digitalen Bereich zu finden ist, 2020 machten digitale Dienste 74,2% der Umsätze aus, sollte ein großer Einsatz gegen die Manipulatoren auch in Zukunft erwartet werden. 

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von Mathias Walter

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