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Test
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08.03.2015

Paiste PST 7 Cymbals Test

Beckenserie

2002 Klänge zum Budget-Kurs?

Einsteiger und preisbewusste Trommler aufgepasst, alle Modelle der Paiste PST 7 Beckenserie haben sich zum großen bonedo Test eingefunden, um angemessen bearbeitet zu werden. Und es wird spannend, schließlich verweist die Schweizer Beckenschmiede darauf, dass bei der Herstellung die sagenumwobene CuSn8 Bronze verwendet wird. Die kommt bereits seit über 40 Jahren bei der legendären Paiste 2002 Reihe zum Einsatz, welche bekanntermaßen schon John Bonham mit Genuss verprügelt hat. 

Hart umkämpft ist der Markt für preisgünstige Becken. Türkische Schmieden in Kooperation mit westlichen Händlern und Vertrieben umgarnen den preisbewussten Beckenfreund mit handgemachten und obendrein gut klingenden Instrumenten, so dass sich die etablierten Hersteller etwas einfallen lassen müssen, um ihre maschinell produzierten Einsteigerserien an den Trommler zu bringen. Paiste hat dafür die modern ausgerichtete PST (Paiste Sound Technology) – Reihe ins Leben gerufen, welche sich erfolgreich etabliert hat. Als Beckenserie mit einem eher klassischen Aussehen und traditionellem Spielgefühl angepriesen, ist die Mission der PST 7 Serie innerhalb der PST Familie klar definiert: sie soll Drummer überzeugen, die vielseitig einsetzbare Becken spielen wollen, denen aber beispielsweise die Paiste 2002 Serie zu teuer ist. Ob das funktioniert? Hier findet ihr es heraus.

Details

Sehr gute Verarbeitung, drei Gewichtsklassen

26 Kilo Bronze lädt der Postfahrer ächzend vor meiner Haustür ab. Kein Wunder, hat Paiste doch die Lieferung sämtlicher PST 7 Modelle angekündigt. Und das sind einige, besonders, wenn man bedenkt, dass es sich hier – zumindest vom Preis her – um eine Einsteigerserie handelt. Also packe ich drei Ride-Becken der Größe 20 Zoll aus, deren Bezeichnungen Light Ride, Ride und Heavy Ride lauten. Es folgen jeweils drei 16 und 18 Zoll Crashes mit den Aufschriften Thin Crash, Crash und Heavy Crash. Einsam und verlassen plumpst das 14 Zoll Thin Crash aus der Verpackung, auf kräftigere Brüder muss dieses Becken verzichten. Bei den Hi-Hats gibt es wieder die Qual der Wahl, denn auch hier gilt es, aus drei Gewichtsklassen (Light Hi-Hat, Hi-Hat, Heavy Hi-Hat) zu wählen. Bezüglich der Größe erübrigt sich die Entscheidung, denn Paiste bietet im PST 7 Sortiment bislang nur 14 Zoll große Hi-Hat Modelle an. Zu einer kompletten Serie gehören natürlich auch Effektbecken, das zehn Zoll Splash hätte ich beim Auspacken fast übersehen, die 14 und 18 Zoll großen China-Becken nicht. 

Mit Ausnahme des Heavy Rides und der China-Modelle sind alle Becken der PST 7 Serie nahezu identisch bearbeitet. Ihre größtenteils maschinelle Fertigung ist bei dem Preis keine Überraschung. Becken dieser Art nennt man „gedrückt“. Sie werden aus Bronzeblechen geschnitten und in Form gepresst, der Abdrehvorgang geschieht per Hand, darauf weist auch ein gelasertes Emblem hin, dass sich auf sämtlichen Oberfläche findet. Eine dünne Lackschicht schützt zudem vor zu schneller Oxidation. Die Oberflächen der Becken sind von eher wenigen und regelmäßigen Hammermalen geprägt. Die Kuppen sind mittelgroß und – mit Ausnahme des Heavy Rides – nicht gehämmert. Auch anatomisch sticht das Heavy Ride heraus, denn es weist eine deutlich größere Kuppe auf als die anderen Modelle. Bei den Crash-Becken und den Hi-Hats hingegen hilft zur Unterscheidung der Gewichtsklasse nur ein Blick auf die Typenbezeichnung. Mit ihrer charakteristischen Krempe und der kleinen, abgeflachten Kuppe geben sich die Chinas direkt als Vertreter ihrer Gattung zu erkennen. Die gesamte Verarbeitung der versammelten Testmodelle wirkt perfekt, scharfe Grate oder sonstige Unregelmäßigkeiten entdecke ich an keinem der Becken.

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