Keyboards
Test
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25.06.2019

V3 Sound Sonority XXL Test

Sound-Expander mit hochwertiger GM-Bank und mehr

Kompakte Klangfülle

In Österreich baut eine kleine Firma namens „V3 Sound“ winzige dreieckige Kunststoff-Dosen, die es in sich haben. Damit hat sich Firmen-Chef Klaus Dzida im Bereich der MIDI-Soundexpander mittlerweile einen Namen gemacht, denn das Angebot umfasst Produkte für Pianisten (Grand Piano XXL), Keyboardspieler (Yammex für Yahama-, Kommex für Korg-Keyboards), Akkordeonisten (Accordion Master XL) und General MIDI Anwender (Sonority XXL). Mit dem „Sonority XXL“ erscheint nun die dritte Auflage des universellen Klang-Moduls Sonority. Dabei sind nun 1.000 Sounds aller Kategorien  geboten, die auf einen 4 GB großen Flash-Speicher mit 13.000 Samples zurückgreifen. Der Sonority XXL besitzt eine 256-stimmige Polyphonie, wiegt 210 Gramm und liegt preislich bei ca. 450 €.

„Sonority“ bedeutet übersetzt Klangfülle. Mit dem Sonority XXL verspricht V3 Sound eine Vielfalt exzellenter Klänge für Live-Bühne und Homestudio, für General-MIDI-Files und Notensatzprogramme. Die Idee, Sounds aus kleinen Kisten zu generieren und in das Computer- oder Musik-Netzwerk zu integrieren ist so alt wie die MIDI-Schnittstelle. Ich habe den V3 Sound Yammex Expander bereits in einem früheren Testbericht näher beleuchtet.

Der Yammex ist speziell auf Yamaha Entertainer-Keyboards ausgelegt und kann sogar von diesen direkt vom Display aus angesprochen werden. Der Sonority XXL ist universeller einsetzbar als der Yammex und mit jeder beliebigen MIDI-Quelle anzusteuern. Vor allem GM-User können mit dem Expander ihre MIDI-Files zum Klingen bringen. Ob das Gerät gut gelungen ist und die Sounds des Sonority XXL qualitativ überzeugen können zeigt dieser Test.

Details

Erster Eindruck / Gehäuse

Der Sonority XXL wiegt nur 210 gramm und fällt durch eine interessante Formgebung auf. Das schwarze dreieckige Kunststoffgehäuse wirkt recht futuristisch. Alle Geräte der österreichischen Klangschmiede besitzen dieses auffällige sogenannte Triangel-Design und sind nur durch die unterschiedliche Farbgebung des V3-Logos zu unterscheiden. Beim Sonority XXL ist es ein lilafarbenes Dreieck.   

Das Gehäuse ist auf der Oberseite und an zwei Seiten leicht gewölbt. Die hintere Seite, auf der sich die Anschlüsse befinden, und die Unterseite des Gerätes sind plan. Es gibt zwei Bedienelemente, die schnell erklärt sind: Die beiden Potis an der rechten Seite des Kästchens dienen zur Einstellung des MAIN VOLUME und des MAIN REVERB. Man kann also hier die Gesamtlautstärke und die Stärke des Hall-Effekts für alle Sounds einstellen. Leider sind diese beiden Drehregler nicht beschriftet, Bedienfehler sind damit vorprogrammiert. Zwischen den beiden Potis befinden sich zwei LEDs. Die rote LED leuchtet, wenn das Gerät betriebsbereit ist, die andere blinkt gelb, wenn MIDI-Signale empfangen werden. Ein Display oder sonstige Bedienelemente gibt es leider nicht.

Die Steuerung des Sonority XXL erfolgt komplett von außen – entweder durch eine entsprechende Software auf einem Computer, oder durch ein Masterkeyboard, das auch in der Lage ist, MIDI-Program-Change-Befehle zu schicken. V3 Sound gibt an, dass der Sonority XXL ein über USB angeschlossenes MIDI-Keyboard mit bis zu 500 mA an Strom versorgen kann. Damit kann man evtl. auf eine extra Spannungsversorgung des Keyboards verzichten.

Mit zum Lieferumfang gehört ein „Top Grid Tape“, also ein selbstklebendes Stück Klettband, und ein passendes selbstklebendes Stück Stoff, mit dem man das Modul bei Bedarf auf einem Keyboard befestigen und auch wieder lösen kann. Das ist zwar keine sehr professionelle, aber eine praktische Lösung.

Anschlüsse

Auf der Rückseite des Sonority XXL findet man alle nötigen Anschlüsse: Der Ein/Aus-Schalter liegt direkt neben dem Anschluss für das mitgelieferte externe 9V-Netzteil. Ein USB-HOST-Anschluss dient zur MIDI-mäßigen Verbindung des Geräts mit einem Computer. Eine Sustainpedal-Buchse erlaubt das Anschließen eines Haltepedals für MIDI-Kanal 1. Die Klänge des Sonority XXL werden durch zwei große Klinkenbuchsen (LEFT/MONO und RIGHT) ausgegeben.

Zusätzlich steht ein Kopfhörerausgang (Stereo-Miniklinke) zur Verfügung. Ich werde später beschreiben, wie man die Kopfhörer-Ausgänge auch als separate zusätzliche Audio-Ausgänge nutzen kann. Die wichtige MIDI IN-Buchse wird durch einen MIDI THRU-Anschluss ergänzt, sodass das MIDI IN-Signal an weitere MIDI-Geräte durchgeschliffen werden kann. Die Beschriftung aller Anschlüsse ist oben in den schwarzen Gehäusedeckel eingestanzt. Bei schlechten Lichtverhältnissen kann man die Belegung leider nur schwer erkennen.

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