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Test
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02.06.2016

Fazit

Resümee ziehen:

Die Gitarre: Travelerguitar Eclipse Escape

Überraschend gut verarbeitet, Dampframmen-Sound, Stimmstabil. Irre einfach zu transportieren, lediglich eine gewisse Einarbeitungszeit in Sachen Spieltechnik ist erforderlich. Das Gehüpfe beim Stimmen könnte man mit Elixir-Saiten abmildern, speziell die Poly-Webs sind richtig... rutschig. Auf eine Reise-Gitarre gehören ohnehin korrosionsfeste Saiten montiert. Statt dem aus meiner Sicht komplett überflüssigen Kopfhörerverstärker hätte man noch ein Stimmgerät einbauen können (das man ja sonst separat mitschleifen müsste), dann wäre das Teil perfekt.  

Das Mikro: Shure WH20XLR

Das Shure kostet wahrlich nicht viel, pfeift wenig und sitzt. Klanglich nichts, worüber ich jetzt in Begeisterungsstürme verfallen würde, aber eben auch nichts, was nervt (Pappige Bässe, Pfeifen, Verrutschen etc.). Und das ist mir wichtiger. Leider kann man es nicht in der Seite tauschen, dann wäre das Ganze richtig rund.

Der TC Helicon T1

Funktioniert erschreckend gut als Ein-Knopf-Kompressor. Mit 9V-Block (AKKU!) als Stromversorger wäre er noch besser. Das mit dem Pegel ist ein Schuss in den sprichwörtlichen Ofen, hier wäre eine eindeutige Entscheidung (Mic/Line) oder gar ein kleines Schalterchen zum Auswählen ein sinnvolles Upgrade. So ist das Teil nur für Leute mit pegelfestem Kanalzug zu empfehlen (Pad).

Die Extra-Box: Samson Expedition Speaker

Die Samson hat natürlich untenrum nichts zu bieten, aber hat schöne, solide Mitten in ausreichender Lautstärke und hat mich beim Bardentreffen gerettet. 10 Punkte, der Akku zuckt nicht mal. Da pumpt nichts, die Box ist schön leicht und kostet nicht mal 200 Euro. Was will man mehr?

Der Amp: Roland BA-330

Wie sag ich’s?

Der BA-330 (hier noch ein Hinweis auf unseren Testmarathon Akkuboxen) ist ein eigentlich ein durchdachtes Teil, dass einem bei moderaten Lautstärken in geschlossenen Räumen und mit aufmerksamem (ruhigen) Publikum einen richtig guten Sound verschaffen kann, auch im Batteriebetrieb (die übrigens auch nach 5 Stunden Vollgas immer noch als VOLL angezeigt werden).

„British Setting“ fürs Open Air mit 5m-Umkreis-Killzone ist allerdings nicht sein Ding. Gar nicht. Ist vielleicht auch etwas viel verlangt für 2x15 Watt, ok.

Aber jetzt mal im Ernst: In dieses Gehäuse, das wahrlich nicht klein ist, kann man mit Class-D und anderem Schnickschnack, den die moderne Technik so bietet, locker 100W reinhauen, wenn nicht gar 2x100! Wenn man dann noch von jämmerlichen Mignon-Zellen absieht und auf Mono-Akkus zurückgreift, oder gar Bleigel-Akkus, dann wäre ordentlich Wumm mit unterwegs. Richtig wichtig fände ich aber, den Globalen EQ dreibandig auszulegen, und noch einen Bass-Cut einzubauen. Selbst wenn man „Low“ ganz zudreht, geht der BA immer noch tief runter, und da gehen den 30 Watt die Puste aus. Mit einem steilen Hochpassfilter könnte man sich der ohnehin unnützen Frequenzen entledigen, und übrige Leistung den gerade gebrauchten zuleiten.

 

Sonst noch was?

Alles in allem bin ich doch sehr erstaunt, wie wenig Zeug es für den mobilen Musiker  gibt. Batteriebetrieb, sei es mit AA-, Baby- oder Mono-Zellen für Amp und Fußgerätschaften sind wohl eher out. Evtl. geht da ja was mit LKW-Batterien und Spannungwandlern? Naja, vielleicht beim nächsten Mal.

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