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Test
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26.03.2013

Samson Graphite 49 Test

USB Midi Controller Keyboard

Eines für alles?

Mit dem Graphite 49 bietet der amerikanische Hersteller Samson ein USB-/Midi-Controllerkeyboard mit halbgewichteter Tastatur, Aftertouch und einer Vielzahl an Bedienelementen an, das man zunächst einmal für eine erweiterte Version des hauseigenen Carbon 49 halten könnte. Tatsächlich sind die Carbon-Keyboards aber ganz auf Performance ausgerichtet, während das Graphite 49 sich eher als Schaltzentrale für DAWs anbietet.

Wie die Samson Carbon Keyboards gibt es auch das Graphite in zwei Varianten, allerdings ist das Graphite 25 schon allein aus Platzmangel eine erheblich abgespecktere Version und bietet zum Beispiel keine Fader. Die Feature-Liste des hier getesteten Graphite 49 dagegen kann sich sehen lassen und lässt eine Mischung aus Performance-Keyboard und DAW-Controller erwarten. Der Test wird zeigen, ob dieses Versprechen auch gehalten wird.

Details

Eines kann man sofort feststellen: das Graphite 49 sieht gut aus! An den Seiten in einem Grau gehalten, das an gebürstetes Aluminium erinnert, bietet es auf der Oberseite eine mattschwarz schimmernde Oberfläche, auf der sich schwarze und weiße Bedienelemente abwechseln. Das für ein USB-Keyboard recht große Display und die vielen Controller, die auf recht kleinem Platz nebeneinander sitzen, sorgen dafür, dass auf der Oberfläche des Graphite 49 richtig was los ist. Trotzdem wirkt es aufgeräumt und edel.

Auch die Feature-Liste wirkt eindrucksvoll: eine Vier-Oktaven-Klaviatur mit Aftertouch und zehn unterschiedlichen Velocity-Kurven sowie neun Fader, acht Endlosregler, 16 Taster, vier Pads und fünf Transportknöpfe, die sämtlich programmierbar sind – das sind viele Features für ein 150 Euro-Gerät. Nimmt man dazu noch die die üblichen Verdächtigen Pitch-Bend, Modulationsrad, oktav- und halbtönige Transponierung sowie die Tatsache, dass acht der Fader, die Endlosregler und die Pads doppelt belegbar sind mit auf die Rechnung, kommt man direkt ins Staunen. Hinzu kommen noch einige Taster, mit denen das Gerät selbst bedient und konfiguriert wird.

An der Rückseite erwarten uns ein Sustainpedal-Eingang, ein 5-poliger MIDI-Ausgang, ein Ein- und Ausschalter sowie der USB-Anschluss, über den das Keyboard auch mit Strom versorgt wird. Dankenswerterweise findet sich hier auch eine Buchse für ein Netzgerät, welches zwar nicht mitgeliefert wird, für den Betrieb über ein herkömmliches MIDI-Kabel aber natürlich zwingend notwendig ist. Dem Gerät liegen eine gedruckte, englischsprachige Bedienungsanleitung auf 35 Seiten sowie die Software Native Instruments Komplete Elements bei. Auf der Samson-Website ist zudem eine Editor-Software zum Download erhältlich, die in ihrer „Klobigkeit“ so sehr an eine Alpha-Version erinnert, dass es schon fast komisch ist. Aber zum Programmieren von alles in allem 62 programmierbaren Tastern, Pads, Reglern und Fadern ist so ein Editor trotz der guten Editierbarkeit am Gerät selbst doch sehr willkommen.

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