Test
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02.12.2011

PRAXIS

Eine Faustregel besagt, dass sich bei einer Snare das Verhältnis von Kesselton zu Teppichsound mit steigender Spiralenanzahl in Richtung Teppichsound verschiebt, und genau dieser Effekt wird auch beim Puresound Super30 deutlich. Im Vergleich zum 20-spiraligen Referenzteppich klingen beide Testsnares mit dem Puresound-Modell höhenbetonter, wobei bei der 14x5“ Snare der Grundton der Trommel deutlich in den Hintergrund tritt. Die Snare hat weniger „Bauch“ und gleichzeitig mehr Teppichgeräusch, was sich in bestimmten musikalischen Situationen – etwa im Jazz oder in klassischer Musik – als vorteilhaft erweisen kann.

Für einen fetten Rock-Backbeat scheint diese Kombination allerdings weniger geeignet. Da eine 14x6,5“-Snare durch die größere Kesselfläche prinzipiell einen stärker ausgeprägten Grundton besitzt, wirkt sich der breitere Teppich bei der Bronze-Snare weniger stark auf das Klangvolumen aus. Er fügt quasi oben etwas dazu, was der Trommel mehr Präsenz und Durchsetzungskraft verleiht, ohne dass dadurch Klangfülle verloren geht. Und auch die Obertöne werden trotz der höheren Spiralenanzahl und damit größeren Auflagefläche nicht beeinträchtigt. Der Teppich spricht bereits bei leisen Anschlägen sehr gut an und bildet alle dynamischen Abstufungen sauber ab.

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