Test
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19.02.2019

Praxis

Als erstes möchte ich den Pioneer DJ HDJ-X5-K aufladen. Dafür benutze ich das beiliegende USB-Kabel. Gut, dass ich dafür einen Ladeadapter besitze, denn dieser ist nicht im Lieferumfang enthalten. Haben aber die meisten Leute sowieso zu Hause und ist ansonsten für wenige Euro zu erwerben. Drei Stunden braucht der interne Akku, bis er vollständig aufgeladen ist und die rot leuchtende LED am Kopfhörer erlischt. Laut Pioneer DJ reicht eine Ladung für bis zu 20 Stunden Betrieb, während des Tests bin ich ungefähr auf ein ähnliches Ergebnis gekommen. Das Tolle ist ja, alternativ zum Bluetooth-Betrieb das Kabel benutzen zu können, dann spielt der Ladestatus des Akkus logischerweise keine Rolle!

Tragekomfort

Grob 320 Gramm wiegt der Hörer und hat damit ein Gewicht, das beim Tragen noch völlig in Ordnung geht. Die geschlossene Over-Ear-Bauweise sitzt fest über den Ohren und sorgt für eine gute Abschirmung von Außengeräuschen. Die Polsterung der Hörmuscheln fällt nicht negativ auf und auch wenn diese sich recht straff an die Ohren drücken, bleiben sie auch bei längeren Hör-Sessions einigermaßen bequem. Für noch mehr Komfort würde zusätzlich eine etwas dickere Schicht des Polsters an der Unterseite des Bügels sorgen.

Beim DJing ist der HDJ-X5BT-K etwas ungemütlich, wenn die Ohrmuscheln seitlich gedreht oder geschwenkt werden. Ich selbst würde beim Mixen nie auf die Idee kommen, irgendetwas umzuklappen, stattdessen schiebe ich eine Seite hinter das andere Ohr – das ist hier ganz gut möglich, habe ich aber auch schon mal flexibler erlebt. Das Spiralkabel ist 1,2 m lang, dehnt sich beim Einsatz auf bis zu 1,8 m. Fürs Auflegen reicht das meiner Meinung nach vollkommen aus. Müsste ich eine Schulnote für den Komfort beim Tragen vergeben, würde auf dem Zeugnis „befriedigend“ stehen.

Bluetooth-Betrieb

Das Koppeln der Kopfhörer mit einem Bluetooth-fähigen Gerät verläuft sehr unkompliziert. Dafür drücke ich drei Sekunden lang die Multifunktionstaste am Pioneer. Wenn die LED abwechselnd rot und weiß blinkt, aktiviere ich im nächsten Schritt Bluetooth am Gerät. Der Kopfhörer wird mit seinem Namen angezeigt und die Verbindung kann direkt hergestellt werden. In wenigen Fällen muss ein Hauptschlüsseleintrag (mit vier Nullen) gemacht werden, beim Test ist das aber nicht ein einziges Mal vorgekommen. Dass die Devices gekoppelt sind, signalisiert der HDJ-X5-K zu Beginn mit einem Soundeffekt. Dieser ertönt auch beim Abmelden oder Ausschalten.

Bei Kompatibilität mit dem Profil „AVRCP“ dienen die Tasten am Kopfhörer als alternatives Bedienelement. Der Button für die Lautstärke kommt dann zum Einsatz und die Multifunktionstaste steuert durch ein- oder mehrmaliges Drücken hintereinander Funktionen wie Pause oder das Vor- und Zurückspringen von Tracks. Allerdings gibt es in puncto Bedienung Unterschiede, die abhängig vom Device des Nutzers sind. Bei dem Test mit meinem iPod (4. Generation) habe ich beispielsweise durch mehrmaliges Tippen den Shuffle-Modus aktiviert. Die Anleitung weist auf diesen Umstand hin, die grundlegende Navigation funktioniert wie beschrieben.

Die Verbindung ist stabil, auch über eine Distanz von mehreren Metern zwischen den Gerätschaften. Erst wenn Wände ins Spiel kommen, gibt es Abbrüche. Ihr erinnert euch bestimmt, dass ich das integrierte Mikrofon erwähnt habe. Wenn ein Smartphone gekoppelt ist, das mit den Profilen „HSP“ und „HFP“ kompatibel ist, kann der HDJ-X5-K zum Telefonieren benutzt werden. Diesen Teil möchte ich jetzt gar nicht unnötig in die Länge ziehen und fasse mich kurz: Beim Test hat das Telefonieren problemlos funktioniert, die Verständlichkeit war in beiden Richtungen sehr gut.  

Sound

Sowohl über Bluetooth als auch Kabel bin ich mit den klanglichen Eigenschaften sehr zufrieden. Der Bass geht tief, hat viel Volumen und die Musik kommt mit ordentlich Druck rüber. Auch bei hohen Lautstärken klingt der Sound gut. Transienten werden recht knackig wiedergegeben, die Höhen sind gut aufgelöst. Zum Auflegen mit angeschlossenem Kabel ist der HDJ-X5BT-K nach meinem Empfinden definitiv zu gebrauchen. 

Richtig Spaß macht mir dieser Kopfhörer aber beim puren Musikhören (über Bluetooth). Aufgrund der guten Abschirmung bin ich beim Hören selbst bei eher niedrigen Lautstärken regelrecht in der Musik versunken. Die räumliche Abbildung ist nicht übertrieben breit – ich bin hier fast geneigt, das Wort „intim“ zu verwenden, um den Höreindruck zu beschreiben. In dieser Hinsicht bereitet mir der Pioneer viel Vergnügen und lässt mich auf den Gedanken kommen, das Testexemplar nicht wieder herzugeben.

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