Test
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28.03.2017

Pioneer DDJ-SZ2 Test

DJ-Controller

Pioneers Schlachtschiff geht in die zweite Runde

Mit dem DDJ-SZ hat Pioneer vor gut 3 Jahren eindrucksvoll gezeigt, wie ein DJ-Controller der Luxusklasse aussehen kann. Da sich in dieser Zeit bei Serato ein paar neue Features ins Programm geschlichen haben, war Hardware-Redesign und Wachablösung vorprogrammiert. Der DDJ-SZ2 wurde in einigen Bereichen überarbeitet, angezogen hat dabei auch der Preis von seinerzeit 1.999 Euro (UVP) auf 2.099 Euro. Damit ist Pioneers DDJ-SZ2 hinter dem DDJ-RZX (2.999 Euro) der teuerste Hybrid (Stichwort Standalone-Mixer) in der Klasse der DJ-Controller, gefolgt vom Numark NS7III und dem Roland DJ-808, die beide knapp 500 Euro weniger aufrufen. Was hat der DDJ-SZ2 zu bieten?

Details

Konzept und Anschlüsse

Pioneer DDJ-SZ2 ist eine Symbiose aus einem Standalone-Vierkanal-Mixer und einem DJ-Controller für Serato mit zwei imposanten Deck-Sektionen und einem Mischpult, das sich hinsichtlich Layout und Features an den DJM-Clubmixern orientiert. Zwei USB-Ports erlauben den Anschluss zweier Laptops für nahtlose DJ-Wechsel oder Back2Back-Performances zweier Protagonisten. Rund 160 teils mehrfach belegte Bedienelemente, darunter Navigationstasten, mehrfarbig beleuchtete Performance-Pads sowie Loop- und Effektregler widmen sich der Steuerung von vier Serato Decks, Effekten, Samples und anderen kreativen Bordmitteln.

Das Pult ist mit einstellbaren EQs (Classic, Kill) ausgerüstet und offeriert dazu Color- und Oszillatoreffekte. Ein Eyecatcher sind die 20 Zentimeter großen Jogwheels mit integrierten Displays für Cue-Countdown und -Positionsanzeige, deren Latenz bei diesem Modell verbessert wurde.

Rückseitig finden sich Anschlüsse für zwei Mikrofone (Klinke/XLR-Klinke-Combo), vier CDJs und zwei Plattenspieler (nur Kanal 3 und 4) sowie deren Erdungskabel. Hier hätten es meiner Ansicht nach ruhig vier Turntable-Eingänge sein dürfen. Zur Speisung der Beschallungsanlage sind XLR-, große Klinken- und Cinch-Ausgänge vorgesehen, Master und Booth sind separat regelbar. Das Kensington-Lock, der Netzteilanschluss und der Power-Schalter schließen mit den beiden USB-Buchsen den hinteren Anschlussreigen, zwei Kopfhörer (Standard-/Miniklinke) können vorn angeschlossen werden.

Pioneers DDJ-SZ2 ist Serato DVS Certified und kann ein Steuersignal von Timecode-Vinyl an die Software weiterleiten, sodass man sich mit niedrigen Latenzen und der Hand am Plattenspieler dem Scratchen und Mixen widmen kann. Das Interface arbeitet mit 24 Bit und 44,1 kHz.

Zum Lieferumfang gehören neben Serato DJ, die Plug-ins Pitch ’n’ Time und Serato Flip, die DVS-Option (UVP: 99 Euro) müsste darüber hinaus käuflich erworben werden. Sicherlich schade, doch es stellt sich natürlich die Frage, ob jeder SZ2-Nutzer die DVS-Funktion benötigt und bereit wäre, dafür drauf zu zahlen. Dies könnte man nun auch in Bezug auf die Dreingabe von Pitch ’n’ Time und Serato Flip anführen, doch das Re-Design respektive die neuen Funktionen des DDJ-SZ2 betreffen eben genau diese, die wir uns im nun folgenden Praxisteil mal etwas genauer ansehen.

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