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Workshop
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03.05.2016

Pentatonic Scale für Bassisten #6 - Bass-Workshop

Mit nur fünf Tönen zu eigenen Bass-Grooves, Licks und Solos

Hallo, liebe Bassgemeinde!

Herzlich willkommen zum sechsten Teil meines Moll-Pentatonik-Workshops!

Nachdem Ihr inzwischen hoffentlich alle Griffbilder (GB) einzeln spielen könnt, geht es nun darum, alle sechs Griffbilder miteinander zu verbinden, um sie auch über das gesamte Griffbrett spielen zu können. Wenn dieser Groschen erst einmal gefallen ist, lässt sich nämlich das komplette System wie eine Schablone auf dem Griffbrett hin- und herschieben - und zwar für alle Tonarten, denn die Reihenfolge der Griffbilder bleibt immer gleich!

Am besten beginnt Ihr mit der Verbindung von je zwei Griffbildern. Das Grundprinzip der Verbindungsübung ist, die Griffbilder komplett auf und ab zu spielen und den Lagenwechsel auf den außen liegenden Saiten (also der E-und G-Saite) zu machen. Dabei ergeben sich jeweils zwei Übungspakete, z.B. GB1 wechselt in GB2 und umgekehrt. Anhand des Fingersatzes und der Tabulatur ist gut zu erkennen, wo genau ich mich auf dem Griffbrett befinde. Als Tonart-Beispiel habe ich mich für G-Moll (siehe Moll-Pentatonik Workshop Teil 1) entschieden, denn da starten wir in der tiefen Lage mit GB1. Im Verlauf der Übungen wandern wir nun über das Griffbrett weiter, bis wieder das GB 1 (diesmal natürlich eine Oktave höher) erreicht ist.

Übung 1.1 (Start auf GB1):

Ich starte mit dem Grundton und spiele das Griffbild nach oben, bis ich den vorletzten Ton der Lage erreiche. Das ist in unserem Beispiel die kleine Terz Bb der Moll-Pentatonik. Nun vollziehe ich einen Lagenwechsel in das nächste Griffbild (GB2) zur Quarte (Ton C). Dieses GB2 spiele ich nach oben aus, um dann die Richtung zu wechseln und komplett bis zum letzten Ton nach unten zu spielen (Ton Bb); an dieser Stelle mache ich wieder einen Lagenwechsel in das Start-GB1 nach unten, also von der kleinen Terz (Bb) in den Grundton (G).

Anhand der Notation, Tabulatur und des Fingersatzes könnt Ihr das Prinzip der Übung gut erkennen! Die jeweiligen Lagenwechsel habe ich in der Notation mit einem Pfeil nach oben bzw. Pfeil nach unten gekennzeichnet. Bei den Grafiken ist der jeweilige Grundton mit "GT" gekennzeichnet. Bei "GT8" handelt es sich um die Oktave des Grundtons.

Übung 1.1 - GB1 zu GB2:

Übung 1.2 (Start auf GB2):

Das eben vorgestellte Prinzip wende ich nun umgekehrt an und beginne im GB2 direkt wieder mit dem Grundton, spiele das GB bis zum höchsten Ton, drehe um und mache den Lagenwechsel wieder von der Quarte in die kleine Terz ins GB1. Das GB1 spiele ich nun komplett nach unten aus, um dann vom Grundton in die Terz den Lagenwechsel wieder nach oben ins GB2 vorzunehmen und hoch zum Grundton zu spielen.

Übung 1.2 - GB2 zu GB1

Dieses "Auf-und-ab"-Prinzip setze ich nun auch mit den anderen Griffbildern fort! Da sich bei den weiteren Griffbild-Verbindungen die Audiobeispiele tatsächlich im Klang nicht unterscheiden, habe ich lediglich ein einziges Audio-Beispiel beigefügt.

Übung 2.1 - GB2 zu GB3

Übung 2.2 - GB3 zu GB2

Übung 3.1 - GB3 zu GB4

Übung 3.2 - GB4 zu GB3

Übung 4.1 - GB4 zu GB5

Übung 4.2 - GB5 zu GB4

Übung 5.1 – GB5 zu GB1

Übung 5.2 - GB1 zu GB5

Wenn ihr damit soweit klarkommt, könnt Ihr als nächstes versuchen, alle Griffbilder miteinander zu verbinden. Hierbei gibt es diese zwei Möglichkeiten:

1) Wir starten im GB1 beim tiefen Grundton und spielen das Griffbild aufwärts:

2) Oder wir starten im GB1 beim hohen Grundton und spielen das Griffbild zunächst abwärts:

Im nächsten Workshop möchte ich Euch dann noch das Wichtigste mit auf den Weg geben, nämlich wann man diese Skala nun in der Praxis und im freien Spiel einsetzen kann. Das heißt, konkret geht es dann auch um die Frage, über welche Akkorde die Moll-Pentatonik überhaupt anwendbar ist.

Also wieder schnell und motiviert ran an den Bass und viel Spaß mit der coolsten Skala der Welt!

Euer SAMY

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