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Test
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31.05.2015

Numark Mixtrack Pro 3 Test

DJ-Controller

2010, 2013, 2015 - Der beste Mixtrack aller Zeiten?

Der Bonedo-Test bringt ans Licht, was der neue Numark Mixtrack Pro 3 DJ-Controller für Serato DJ (Intro) kann und was nicht: In der dritten Auflage setzt Numark auf ein abgewandeltes Oberflächenlayout, ein NV-ähnliches Finish sowie eine neue Anordnung der Schnittstellen. Dadurch wirkt das Gerät optisch professioneller als die beiden Vorgängermodelle. Mixtrack Pro 3 wendet sich an Hobbyisten und fortgeschrittenen Anwender gleichermaßen und hat neben einem integrierten USB-Audiointerface zeitgemäße Bedienelemente an Bord, darunter zwei Touchstrips, zwei multifunktionale Button-Sektionen und dedizierte Filterregler pro Kanal. Das Gerät kostet 239 Euro UVP und ob es der zahlreichen Konkurrenz in diesem Preissegment, vor allem wohl dem Pioneer DDJ-SB, die Stirn bieten kann, erfahrt ihr, wenn ihr weiterlest.

Details

Dem Karton entnehme ich neben der „Widescreen“-Kommandozentrale – der Formfaktor weiß wirklich zu gefallen - ein ordentlich langes USB-Kabel, die Sicherheitshinweise, das Handbuch und einen Beipackzettel mit Informationen, wie ich an die Software und die Bonus-Soundfiles gelange. Bonus-Soundfiles? Richtig gelesen. Zum „Lieferumfang“ gehört ein Toolroom Artist Pack und das Prime Loops Remix Toolkit mit diversen Loops und One-Shots, die nach einer Registrierung auf numark.com/register den Weg auf meinen Rechner finden. Schön, dann hat der Käufer gleich ein wenig Futter für den Sample-Player. Serato DJ Intro gibt’s auf der Website serato.com, ebenfalls nach Angabe einer E-Mail-Adresse nebst Passwort und Bestätigung des zugesandten Links. Eine CD befindet sich nicht im Lieferumfang, das passt, denke ich. Nach 23,3 MB Traffic, einem Klick auf die Img-Datei und einem Drag-Drop in den Programme Ordner ist die Installation vollzogen. Der Eingabe einer Seriennummer bedarf es nicht, weil Mixtrack Pro 3 selbst als Hardware-Dongle für Serato Intro fungiert.

Visuelle Erkundungstour

Das fasst sich in Anbetracht des fairen Preises schon richtig gut an, was die Produkt-Designer aus dem Hause Numark hier zusammengestellt haben. Sicher, bis auf die Metall-Tellerauflage ist nach wie vor Technopolymer der Werkstoff der Wahl, aber das Case wirkt robuster, der Arbeitsraum ist bei Maßen von 550 x 239 x 49 Millimetern besser dimensioniert als zuvor, und die Knobs und Fader fühlen sich gut an. Der Browser-Encoder hätte für meinen Geschmack ruhig noch ein Stück nach oben rücken können, denn ohne ein wenig Fingerspitzengefühl bleibe ich oftmals am Master-Gain hängen.

Was mir ebenso auf Anhieb gefällt: Numark hat endlich die spielzeughaften silbernen Drehregler ad acta gelegt, auf ein probates Schwarz gesetzt, obendrein den Master-Fader aus dem Mixer verbannt und stattdessen einen Knob eingebaut. Endlich! Hatte ich beim Mixtrack 2 zudem noch die fehlenden Kanalfilter und Channel-Meter kritisiert, wurden diese Punkte nun ausgemerzt. Sehr gut. Und dass die Anschlüsse für zwei Kopfhörer und ein Mikrofon statt seitlich nun wieder vorn sitzen, der USB- und Masterausgang liegt wie gehabt hinten, ist eine vernünftige Entscheidung.

Bemängeln ließe sich dagegen, dass die vormals nördlich logierende Button-Sektion umstrukturiert wurde. Nicht was deren Position angeht, denn die Pads sind unterhalb der Jogwheels für meinen Geschmack besser aufgehoben. Aber die Tasten fallen nun kleiner aus und verlieren dadurch ihren MPC-Charakter. Schade irgendwie.

Das klassische Dual-Deck-Layout mit den berührungsempfindlichen, seitengeriffelten Jogwheels, die schön griffig sind, rund laufen und über eine Scratch-Funktion verfügen, sowie dem zentralen Mixer mit Master/Preview-Sektion ist Branchenstandard. Ebenso der Dreiband-EQ, die bipolaren Kanalfilter, die 45er-Channelfader, Vorhörtasten und die mittigen LED-Pegelmeter, die über dem Crossfader in Erscheinung treten. Diesem mangelt es an „Scratch-Features“ wie hardwareseitiger Umkehrung und Curve Control, aber das Öffnungsverhalten lässt sich immerhin in der Software anpassen. Es spricht also nichts dagegen, einfache Scratches am Mixtrack Pro 3 darzubieten. Transportieren lässt sich das Teil mit 1,5 Kilo Gesamtgewicht auch ziemlich gut.

Multifunktionale Performance-Tasten gehören mittlerweile ebenso zum guten Ton und auch der berührungsempfindliche Touchstripe scheint immer mehr Freunde in der auflegenden Zunft zu finden. Freuen wir uns also darauf, herauszufinden, wie es um das Zusammenspiel von harter und weicher Ware in der Praxis bestellt ist.

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