Software
Test
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01.08.2019

Praxis

Step-Mode-Programmierung mit dem AKAI Fire in Ableton Live

Der Akai Fire bietet als zentrales Element 64 Gummitaster, aufgeteilt in vier Reihen à 16 Steps. Im STEP-Mode stellt jede Pad-Reihe bei CrossFire und Ableton Live genau ein Instrument bzw. Sample des DrumRacks dar. 

Und bei einer normalen Rasteraufteilung steht jeder Pad-Taster genau für einen 1/16-Step. Damit allein kann man schon mal die ersten Beats bauen.

Mit dem Select-Encoder werden die Sounds nach oben und unten gescrollt bzw. geblättert. Konkret: Dreht man den Encoder einen Schritt nach rechts, stellen die Step-Taster die nächsten vier Instrumente dar, sprich die Instrumente 5 bis 8. Dreht man nochmal eine „Page“ weiter, sieht man die Steps der Instrumente 9 bis 12. Pretty simple. Und dreht man den Encoder mit gehaltener Shift-Taste, blättern man nicht seitenweise, sondern nur je ein Instrument weiter. Das Display zeigt euch dabei die entsprechenden Namen.

Jetzt kommt aber der coolste Part: Oben rechts gibt es zwei GRID-Taster: Drückt ihr den rechten davon, verdoppelt sich euer Drum-Loop und die Pad-Matrix stellt die Steps 17-32 dar. Drückt ihr noch mal auf Grid, wird der Loop wieder 16 Steps länger – und das könnt ihr so oft machen, wie ihr wollt! 

Betätigt ihr den linken Grid-Taster springt ihr wieder 16 Steps zurück bzw. nach vorn, um diese Steps dann entsprechend mit der Pad-Matrix wieder editieren zu können. Die Grid-Taster dienen somit nicht nur der Navigation der Step-Auswahl, sondern verlängern den Loop auch entsprechend. Wie man den Clip am Gerät allerdings verkürzen kann, hab ich noch nicht herausfinden können … 

Aber genug geredet, schauen wir uns das Ganze doch mal an. Und bitte wundert euch nicht über die flimmernden Pads am Anfang, das sieht nur durch meine Kamera so komisch aus :-)

Übrigens könnt ihr CrossFire nicht nur für die Drum Racks nutzen, sondern auch für Instrumenten-Clips – die Noten sind ja dieselben! Allerdings ist das Programmieren von Melodien nicht so komfortabel wie das von Drums, weil man immer nur vier Notenwerte (Reihen) gleichzeitig sehen und editieren kann; Das Blättern durch die Pages wird auf Dauer recht mühselig.

Next Clip please

Der Fire Controller arbeitet mit dem aktuell ausgewählten bzw. selektierten Track. Ihr könnt aber auch neue Clips erstellen und unkompliziert zwischen diesen navigieren. Dafür sind die beiden Pattern-Taster links neben den Display da. Mit diesen könnt ihr innerhalb der selektierten Spur zwischen den Pattern navigieren und sie mit den Step-Tastern programmieren. 

Sollte kein Clip vorhanden sein und ihr setzt den ersten Step, dann erstellt CrossFire einen zunächst 16 Steps bzw. 1 Bar langen Clip und startet diesen entsprechend, das sieht man auch im Video ganz gut. Das ist wichtig zu wissen, denn wird mit dem Pattern-Taster navigiert und der ausgewählte Clip NICHT gestartet, kann nur editiert werden. Das ist aber nicht weiter schlimm, da es noch den PERFORM-Mode gibt.

Perform-Mode

Unten links am Akai-Fire gibt es vier Taster: STEP, NOTE, DRUM und PERFORM. Den Step-Mode haben wir gerade besprochen, als nächstes ist der Perform-Mode an der Reihe und das geht auch recht schnell: Er stellt die Ableton-Clip-Matrix und seine Clips über die Step-Taster dar. Navigiert wird mit dem SELECT-Encoder und dem GRID-Taster. Besonders schön: Tippt man den Perform-Taster kurzzeitig an, wechselt man dauerhaft in den Perform-Mode und kann Clips und Szenen starten, wie man will. Hält man den Perform-Taster jedoch etwas länger, wechselt man nach dem Loslassen wieder in den zuletzt aktiven Mode zurück. Clever!

Im Performance-Modus könnt ihr ferner Clips und Szenen starten, duplizieren und löschen. Außerdem kann man Tracks anhalten, stummschalten, solo schalten, auswählen oder scharfschalten. Kits kann man natürlich auch unkompliziert wechseln.

Ausgefuchster Note- und Drum-Mode

Auch diese beiden Modes sind schnell erklärt, falls ihr es nicht schon im Video erkannt habt, was aufgrund des Videofehlers durch die flimmernden Pads aber gar nicht so einfach zu erkennen war.

Der Note-Mode macht aus der Fire Pad-Matrix jedenfalls eine Klaviatur inklusive vieler unterschiedlicher Skalen. Der Drum-Mode wiederum 16 bzw. 64 Drum-Pads. Beide Modes sind als Ergänzung gedacht, da man über die nicht-anschlagsempfindlichen Taster des Fires generell nicht so gut spielen kann. Es gibt aber dennoch eine 16-Levels-Funktion zum Spielen eines Drum-Sounds mit 16 verschiedenen Velocity-Pegeln. Und Note-Repeat ist selbstverständlich auch am Start!

Encoder-Modi

Reden wir noch kurz über die vier Encoder, die mehrfach belegt sind. Leuchten links vier LEDs (Channel, Mixer, User 1, User 2) könnt ihr mit diesen beispielsweise Tempo, Global Quantize, Record Quantize und Swing regeln. Leuchtet hingegen die Channel-LED, könnt ihr Track-Volumen und Panorama regeln sowie weitere Parameter einer Chain kontrollieren, die ihr natürlich frei belegen könnt. Dasselbe gilt auch für User 1 und User 2. 

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