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20.01.2021

NAMM 2021: Studio-Monitore von Ashdown!

NF-1 und NF-2 sind zwei neue Nearfields

NAMM 2021: Ashdown kennt man vor allem als Hersteller von Bassamps. Auch Cabinets, Combos, Gitarrenverstärker, Pedale und sogar Instrumente gibt es von dem britischen Label. Neu ist aber, dass nun auch Recording-Equipment hergestellt wird. Mit Ashdown NF-1 und Ashdown NF-2 sind nun zur Überraschung vor allem der Tontechnik-Szene zwei aktive Nahfeldmonitore vorgestellt worden. Ich muss gestehen, dass ich zwar den Newsletter bekommen habe, aber dachte "Ist ja sowieso nichts für unser Ressort". Tja, denkste.

Im Aufbau sind beide Speaker sehr klassisch. Beide besitzen zwei Wege, die nach der Weiche getrennt mit 105 Watt (RMS) verstärkt werden können. Die Verstärkerklasse soll A/B sein und bewusst keine preiswerte Class-D. Die LF/MF-Wiedergabe übernimmt beim NF-1 ein, beim NF-2 zwei Fünfzoll-Druckguss-Konuslautsprecher, die Höhen ein klassischer Kalottentweeter in einem leichten Waveguide. Auffallend ist, dass sich Ashdown es nicht hat nehmen lassen, auch die Lautsprecher mit VU-Zeigerinstrumenten seinen Trademark-Look zu verpassen. Sollte Ashdown irgendwann Kaffeevollautomaten bauen, bekommen die sicher auch so ein Ding. Ein Blick auf die Rückseite eröffnet, dass es auch dort keine Möglichkeit gibt, das potenziell nervende Zeigerinstrument zu deaktivieren. Allerdings gibt es dort andere Dinge, die erstaunlich wirken. So sind XLR-Inputs vorhanden, mit denen man natürlich rechnet, aber darüber hinaus aber auch RCA und TRS. Jede Box verfügt über einen eigenen Pegelsteller auf der Rückseite. 

Ashdown ist ein britischer Hersteller, es scheint auch tatsächlich so zu sein, dass die Speaker dort hergestellt werden anstatt in Fernost! Britische Produkte sind oft im positiven Sinne etwas besonders, und im Lautsprecherbau gibt es nicht nur mit ATC und PMC wirklich gewichtige Marken, sondern auch ein großes BBC-Erbe, dem sich auch aktuelle Marken wie Harbeth, Graham, Spendor und KEF verschrieben sehen. Filtermöglichkeiten, wie sie heute häufig üblich sind, findet man an den Speakern nicht. Lediglich Roll-Offs und Schutzschaltungen sind integriert.

Wer die Bilder betrachtet, dem fällt vielleicht auf: Weder die Ashdown NF-1 noch die Ashdown NF-2 besitzen eine Bassreflexöffnung! Dadurch sind prinzipiell zwar weniger hohe Pegel oder tiefe Bässe möglich, allerdings sind derartige Gehäuse oftmals deutlich im Vorteil, was die Akkuratesse sowohl im Frequenzgang als auch der Impulswiedergabe angeht. Ashdown haben nach eigenen Angaben sehr viel Aufwand betrieben, um ein hervorragendes Gehäuse zu entwickeln. Dieses besteht aus elflagigem Birkenholz, welches innen mit Wollfilz ausgekleidet ist. Als Dämmung kommt Schafswolle zum EInsatz. Ashdown reklamiert für sich, sogar nach Wolle einer bestimmten Schafrasse ausgesucht zu haben. Wer diese Information benötigt: Es sind Herdwicks!

 

Beide Modelle, die mit Doppeltreiber ausgestattete Ashdown NF-2 wie die NF-1, sind in zwei Farbgebungen erhältlich: Grau-Schwarz oder Schwarz-Grau. Die Verfügbarkeit ist noch nicht klar, aber die Preise in Großbritannien: 999 und 1199 Pfund kosten sie pro Stück. Linke und rechte Box sind unterschiedlich, das Paar ist also symmetrisch. 

Mehr Infos: www.ashdown.com

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