Test
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15.04.2009

FAZIT
Ganz offensichtlich ist der MFB Kraftzwerg ein Potenzprotz, gleichzeitig aber auch die Miniaturausgabe eine Modularsynths. Das geht zwar zugunsten seiner Mobilität, andererseits kommt man im Eifer des Gefechts schon mal versehentlich an einen falschen Knopf oder steckt ein Patchkabel in die falsche Buchse ... ich halte ihn daher mehr fürs Studio als für die Bühne geeignet. Nichtsdestotrotz ist der Kraftzwerg ein großartiger Synthesizer für experimentierfreudige Musiker, und in seiner Preisklasse von etwa 580 Euro ein konkurrenzloses Produkt! Besonders Keyboarder, die schon Synths und Drummaschinen mit CV-Ausgängen oder entsprechende MIDI/CV Interfaces besitzen, werden beim Kraftzwerg auf ihre Kosten kommen. Denn erst in Verbindung mit externen Geräten kann er die ganze Stärke seiner Modulations-Patchbay ausspielen. Oder anders gesagt: Die Parameter seiner Klangerzeugung sind nicht midifiziert, Automation/Modulation per MIDI-Sequenzer ist konzeptbedingt nicht möglich. Aber auch im "einfachen Gebrauch" per Keyboard oder Sequenzerprogramm über das MIDI-Interface macht er viel her: Seine vielseitigen VCOs erzeugen kräftigen Output, sein Filter klingt rau und zupackend, seine Hüllkurven sind schnell, und mithilfe der zwei LFOs können sehr lebhafte Klänge geformt werden. Die Klangwelt des Kraftzwergs reicht von knarzig über druckvoll bis zu wabernd-kreischend. Mit Noisegenerator, Ringmodulator, Osc-Sync, Filterfeedback und der S/H-Welle des zweiten LFOs lässt sich eine große Bandbreite an Geräuschen erzeugen. Für Leadsounds eignet er sich in Ermangelung von Portamento/Glide nur bedingt, dafür aber um so mehr für knurrige Basslines, tighte Sequenze- und Percussionklänge. Für Fans von Korg MS-10, Korg MS-20, ARP 2600.

  • Pro
  • 3 VCOs
  • Filter klingt zupackend und rau
  • 2 Hüllkurven
  • 2 LFOs
  • Osc Sync
  • Ringmodulator
  • CV Patchbay mit vielen Modulationsmöglichkeiten
  • Verschiedene Audioeingänge
  • Übersichtlich
  • Portabel
  • Per MIDI und CV/Gate steuerbar
  • Contra
  • keine Speicherplätze
  • keine FX
  • kein Portamento/Glide
  • kein Velocity oder Aftertouch per MIDI
  • keine Midifizierung der Klangparameter
  • Output per Miniklinke (2x mono)
  • Per MIDI nicht tiefer als Ton "C1" spielbar
  • Technische Daten
  • 3 VCOs und Rauschgenerator
  • 24dB 4-Pol Lowpassfilter mit Filterresonanz
  • VCA
  • 2 Hüllkurven
  • 2 LFOs
  • Osc Sync
  • Ringmodulator
  • Pulsbreitenmodulation
  • Verschiedene Audioeingänge
  • Rudimentäres MIDI Interface
  • Per CV sehr viele Modulationsmöglichkeiten
  • Maße 32x17x4cm
  • www.mfberlin.de
  • Preis: 580,- Euro UVP
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