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Test
10
04.12.2020

Matt Tytel Vital Basic Test

Freeware Software Synthesizer für Windows, macOS und Linux

Darf Freeware so gut sein?

Matt Tytel hat sich in der Synth-Community bereits einen Namen gemacht, sein letzter Freeware-Synthesizer namens Helm hat bei uns eine gute Figur gemacht und es auch in unsere besten Freeware-Synthesizer 2020 geschafft. Nun meldet sich der amerikanische Software-Entwickler mit einem neuen Synthesizer zurück und wir haben uns angeschaut, was Vital draufhat.

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Allgemeines

Vital gibt es in verschiedenen Versionen, die Funktionalität des Plugins ist aber in allen Fällen gleich, unterschiedlich sind nur die enthaltenen Presets, Wavetables, Samples und LFO-Patterns. Wir schauen uns im Rahmen dieses Tests die Freeware-Version namens Basic an, Informationen zu den anderen Versionen von Vital gibt es direkt auf der Seite des Herstellers. 

Das Plugin gibt es für Windows ab Version 10, für macOS ab Version 10.12 und für Linux ab Ubuntu 18.04 in den Formaten AU, VST2, VST3 und LV2, in 64 Bit. Nach dem Erstellen eines Accounts stehen die verschiedenen Dateien zum Download bereit. Beim ersten Start des Synths ist als eine Art Authentifizierung ein Login über die E-Mail-Adresse samt Passwort nötig.  

Konzept und GUI

Vital ist ein Wavetable-Synthesizer, der Wavetables sowohl importieren und erstellen als auch diese warpen kann. Außerdem können Wavetables über die Text-to-Wavetable-Funktion aus eingetragenem Text generiert werden. Alle Funktionen des Synths sind auf vier Tabs verteilt, die sich am oberen linken Rand des GUIs befinden: Voice, Effects, Matrix und Advanced.

Drei Oszillatoren und ein weiterer Noise-Oszillator erzeugen den Klang von Vital, hinzu kommen zwei Multimode-Filter, die parallel oder seriell eingesetzt werden können. Es folgen drei Hüllkurven, vier LFOs und zwei Random-LFOs, die per Zufall Bewegungen generieren. Modulationen können einfach per Drag-and-drop erstellt und zugewiesen werden. Viele Klangvariationen verspricht außerdem das Spectral-Morphing, das die Obertöne eines Signals verändern kann.

Effekte sind neun Stück mit an Bord: Chorus, Compressor, Delay, Distortion, Eq, Filter, Flanger, Phaser und Reverb – deren Reihenfolge ist frei wählbar. Die Modulationsmatrix hat bis zu zwölf Slots und im Advanced-Tab findet man weitere die drei Oszillatoren betreffende Optionen, so auch Einstellungen zum Oversampling und ähnliches.

Sound

Viele von den in der Freeware-Version verfügbaren 61 Presets featuren die volle Klang- und Modulations-Power von Vital. Dabei herausgekommen sind Sounds mit sehr viel Bewegung und Kraft, die teilweise wirklich eindrucksvoll klingen. Macht euch selbst ein Bild von den klanglichen Möglichkeiten dieses in allen Belangen außergewöhnlichen Freeware-Synths. Wir starten unsere Audio-Beispiele aber mit einem kleinen Schmankerl, das mithilfe der Text-to-Wavetable-Funktion entstanden ist.

Fazit

Matt Tytels neuer Synthesizer Vital ist eine echte Kampfansage an alle Freeware-Synths da draußen. Er klingt top und bietet unglaublich viele Möglichkeiten, Features und Einstellungen, denn im Vergleich zur Vollversion wurden bei Vital Basic im Funktionsumfang keine Einschränkungen vorgenommen. Man findet hier lediglich weniger Presets, Wavetables, Samples und LFO-Patterns, aber da man eigene Wavetables importieren kann, dürfte das kein Problem sein. Das GUI und der Workflow sind durchdacht und ermöglichen sehr schnelles und effizientes Arbeiten. Und spätestens durch Funktionen wie dem Spectral-Morphing können wir mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen, dass Vital unter den besten Synthesizern 2021 sein wird.

  • Pro
  • klingt top
  • sehr großer Funktionsumfang
  • eigene Wavetables können importiert werden
  • Spectral-Morphing liefert einzigartige Sounds
  • skalierbares GUI
  • Contra
  • keines
  • Features
  • Wavetable-Synthesizer mit Spectral-Warping
  • Text to Wavetable
  • drei Oszillatoren + ein Noise-Oszillator
  • zwei Filter
  • vier LFOs + zwei Random-LFOs
  • neun Effekte
  • MPE-Support
  • skalierbares GUI
  • Preis
  • Matt Tytel Vital: kostenlos

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