Test
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14.12.2020

Marshall Monitor II ANC Test

Bluetooth-Kopfhörer mit Active Noise Cancelling

Rock ‘n Roll auf und für die Ohren!

Tradition verpflichtet, das schreibt sich auch das 1962 gegründete Unternehmen Marshall auf seine Fahne. Schließlich steht die Company vor allem für robuste Gitarrenverstärker, die bei Bands wie AC/DC oder Motörhead als aneinandergereihte und gestapelte Boxenbatterie nicht nur den Sound, sondern auch mit ihrem markanten Look das Bühnendesign bei Live-Konzerten maßgeblich definieren.

Von Marshalls rockiger Attitüde profitiert auch der Lifestyle Bluetooth Kopfhörer „Monitor II ANC“ mit seiner robusten Konstruktion. Aber der geschlossene ohrumschließende und damit auch wie für die rockige DJ-Kanzel geeignete Kopfhörer geht mit der Zeit und öffnet sich dank Bluetooth-Anbindung und aktivem Noise Cancelling vor allem dem mobilen Einsatz.

Die kabellose Kopplung mit dem Smartphone dient allerdings nicht nur der Freiheit in der Bewegung, sondern auch in der des Hörempfindens. Denn Marshall kombiniert den Kopfhörer mit einer App, die sich in etlichen Anpassungsmöglichkeiten um den Sound und die Geräuschunterdrückung kümmert. Das klingt wie Musik in meinen Ohren, doch erstmal heißt es: testen!

Details

Bereits auf der Verpackung betont der Hersteller das Active Noise Cancelling und die kabellose Spielzeit von bis zu 30 Stunden. Auf der linken Schachtelseite sind Frequenzdiagramm nebst Spezifikationen abgebildet. Neugierig ziehe das Inlay aus der Box. Darin befindet sich der Kopfhörer, kompakt eingedreht. Mit seinem schwarzen, lederartigen Outfit samt seinem weißen hervorgehobenen Schriftzug gibt der Kopfhörer den Rocker – in Marshall-Manier. An der rechten Kapsel blitzt noch der goldene Bedienknopf hervor, der sich verschiedenen Funktionen widmet.

Dank seinem aus Metall gefertigten Bügel, Verlängerungen und Kapselaufhängungen strotz der Kopfhörer nur so vor Robustheit. Ob die ohrumschließenden, ovalen Kapseln aus gleichem Material sind, bleibt hinter dem matten, strukturierten Finish, das an den Überzug eines ihrer legendären Amps erinnert, verborgen.

Für angenehmen Sitz sorgt die sehr weiche Polsterung, sei es die des Bügels, die sich fast über die gesamte Länge zieht, oder die der ohrumschließenden, auf den Kapselrand festgesteckten und damit austauschbaren Earpads.

Damit sich die Kapseln nach der Höhe der Ohren richten, rasten die Bügelverlängerungen in 14 Positionen straff ein. Das anschließende Gelenk als Bindeglied zwischen Verlängerung und Kapselaufhängung neigt sich 180 Grad um die vertikale und circa 130 Grad um die horizontale Achse, von Vorteil für flexibles Monitoring und geschützten beziehungsweise platzsparenden Transport. Zudem drehen sich die Kapseln in ihren Armen um fast die halbe Achse. Das erfordert unterhalb des Kabelaustritts am Bügel ein Spiral-Kabel, das bei umgeklappter Kapsel nicht spannt, aber auch in herkömmlicher Stellung nicht staut.

Active Noise Cancelling und weitere Funktionen der App lassen sich vom Smartphone und auch vom Kopfhörer über zwei an den Armen der Kapselaufhängung versteckte Knöpfe, dem ANC- und dem M-Button, bedienen.

Für herkömmliches Hören verbinde ich das beigelegte Audiokabel samt 3,5-mm-Klinkenstecker mit der Miniklinkenbuchse der linken Kapsel. Darunter befindet sich eine USB-C-Buchse zur Stromversorgung beziehungsweise zum Laden des Akkus mit dem entsprechenden, ebenfalls zum Lieferumfang gehörenden Kabel.

Eine Kontroll-LED bestätigt die Bluetooth-Verbindung beziehungsweise den Ladevorgang. Das für die Sprachassistenten und zum Telefonieren erforderliche Mikrofon verbirgt sich in der rechten Kapsel. Für den geschützten Transport des Kopfhörers spendiert Marshall neben den erwähnten Kabeln eine Tragetasche in Jeansoptik. Obendrein liegt ein Quickstart Guide bei.

Spezifikationen

Marshall verbaut 40 mm große dynamische Treiber, mit einer Sensitivität von 96 dB und einem Frequenzgang von 20 bis 20.000 Hertz. Die Impedanz liegt bei 32 Ohm, was vor allem leistungsschwächeren Kopfhörerausgängen, beispielsweise an mobilen Endgeräten, gefallen dürfte. Bezüglich der Nennbelastung macht Marshall keine Angaben.   

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