Hersteller_Mapex
Test
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01.08.2011

DETAILS

Ich beginne diesen Abschnitt gewohnheitsgemäß mit ein paar Worten zur Übersicht. Vor gut einem Jahr löste die neue Black-Panther-Modellreihe das existierende Sortiment ab.

Die Holzmaserung der Blaster-Snare

Die neue Kollektion umfasst bis heute 14 Snares verschiedenster Art. Hinter jeder dieser Trommeln steckt ein klangliches Konzept mit einem jeweils eigenen Sound und Charakter. Daher gibt es jede Snare nur in der ihr eigenen Form, Größe und Farbe. Und um das zu unterstreichen, hat jedes Modell einen sorgfältig ausgesuchten Spitznamen, der sich auf die jeweiligen Klangqualitäten des Trägers bezieht. Da gibt es zum Beispiel die Stahlsnare Blade, die schön schneidig klingen soll, oder die Velvetone aus Ahorn und Walnuss, mit einem seidig dunklen Sound. Meine Testsnare heißt Blaster. Mensch, was da jetzt wohl kommt? Bestimmt eine 19”x12” Bombe, die alles wegbläst. Was die Größe angeht, ist das Gegenteil der Fall. Die Blaster-Snare hat einen Durchmesser von nur 13”, ist dafür aber 7” tief. Ihr Kessel besteht grundsätzlich aus Maple, also Ahorn, und ist 5,1 mm dünn. Zur Unterstützung sind 3,4 mm starke Verstärkungsringe aus Walnussholz eingeleimt. Diese Maßnahme gilt nicht nur der Verbesserung der Kesselstabilität, sondern hat auch klangliche Auswirkungen, dazu später mehr. Auch auf der Außenseite der Blaster ist Walnuss ein Thema. Das Finish der Trommel nämlich nennt sich Walnut Burst und ist eine transparente Klarlackierung in entsprechendem Farbton.

Die Fellauflagen der Blaster hat Mapex “5:5” getauft. Exakt erklärt wird dieser Name nicht, allerdings ist die Rede von einem in die Kesselmitte verlagerten Fellauflagepunkt. Und das wiederum bedeutet, dass der Grat, auf dem das Fell aufliegt, bei der Blaster in der Kesselmitte liegt und nicht, wie sonst in der Regel, im äußeren Bereich. Das werde ich mir im Praxisteil noch einmal genauer anschauen. Zur Einführung der neuen BP-Modelle gab es auch ein Facelifting, um mich mal der Automobilsprache zu bedienen. Dieses umfasst zum Einen die Neugestaltung der Kesselhardware. Die neuen Böckchen der Blaster erinnern in ihrer Form ein wenig an Schutz- oder Wappenschilde aus der Ritterzeit. Diese Assoziation wird noch von der “Brushed Black Nickel”-Optik unterstützt, in der die komplette Kesselhardware gehalten ist. Neben den Wappen- Böckchen gibt es noch neu designte Tubelugs, mit denen andere Modelle ausgestattet sind. Aber nicht nur am Look wurde gefeilt, auch hat sich die Ausstattung der neuen Modelle verändert.

Die Abhebung nennt Mapex “Piston Style Throw Off“, übersetzt “Kolben-Stil“, da der Teil, der üblicherweise als Schlitten bekannt ist, wie ein Kolben im Inneren der Abhebung verläuft. Das Gegenstück, also das Butt-End, nennt sich “Cylinder Drive“, was eigentlich nur ein anderes Wort für dieselbe Sache ist, denn auch sie funktioniert nach dem gleichen Prinzip. Sowohl Throw-Off als auch Butt-End sind einstellbar. Und auch hier gibt es eine Neuerung: Die Verstellmechanismen beider Seiten sind mit einer Rasterung versehen, welche den Namen “Micro Lock” trägt. Zwischen der gerade beschriebenen Maschinerie hängt ein Stahl-Snareteppich mit 20 Spiralen.

Auch neu – zumindest für Black Panther Snares – sind die “Sonic Saver”-Spannreifen. Diese sind 2,3 mm stark und ihre Besonderheit ist die nach innen gefaltete Oberkante. Üblicherweise zeigt diese bei geflanschten Spannreifen nach außen. Dieser einfache Kniff soll den Stickverschleiß drastisch reduzieren und sich außerdem positiv auf den Rimshot Sound auswirken.

Besonders stolz erwähnt Mapex auch das “Die Cast Badge“, also das Firmenschild aus gegossenem Metall, daher möchte ich es hier nicht unterschlagen und habe sogar ein Foto davon gemacht. Voila!

Die Blaster Snare ist mit “Remo USA”-Fellen ausgestattet. Als Schlagfell kommt ein Coated Ambassador zum Einsatz und als Resofell ist ein Ambassador Snare Reso aufgezogen.

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