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Test
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25.12.2021

Keepforest Ferrum Free Edition Test

Freeware Drum Library für Kontakt

Cinematic Drums mit ordentlich Wums

So gut wie alle Film- und Werbekomponisten dürften sich bereits mit Aufträgen konfrontiert gesehen haben, in denen Cinematic Drums gefragt waren. Während die Libraries von Spitfire Audio eher realistischen Orchestersound anstreben, bietet Keepforest mit Ferrum Free Edition einen ganz anderen Ansatz: Trailer Drums vom feinsten, und zwar kostenlos. 

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Details

Allgemeines

Die Ferrum Free Edition gibt es auf der Homepage von Keepforest und sie nutzt die Kontakt-Plattform. Version 6.0.2 des Native-Instruments-Sampler ist die Mindestanforderung zur Nutzung – dafür kann die Freeware Ferrum aber auch in den ebenfalls kostenlosen Free Kontakt Player geladen werden. Die Bedingungen dafür sind allerdings wiederum ein eigener Account sowie die Installation des herstellereigenen File-Managers. Damit lässt sich die Library runterladen – den License-Key gibt‘s im Anschluss per Mail. Als nächstes wird Ferrum Free Edition dann mithilfe dieses Keys in Native Access aktiviert. Bisschen kompliziert, aber da die Vollversion auf dem gleichen Wege zugänglich gemacht wird, gibt es in diesem Fall keine Ausnahme für die Freeware.   

Knall, Bumm, Zack   im Kontakt-Gewand

Ferrum bietet Highend-Trailer-Drums und -Percussion im Kontakt-Format. In der Free Edition wurden die Anzahl der Samples, der Round-Robins und der Velocity-Layers gekürzt. Übrig geblieben sind 42 Sounds mit einer Mic-Position aus den Kategorien Impacts, Hits, Punches, Anvils, metallische Geräusche. Alle Samples wurden auf die virtuelle Tastatur von Kontakt gemappt, beginnend mit den tiefen Drums bis hin zur hohen Percussion. 

Das GUI besteht aus drei Tabs. Das Main-Tab beinhaltet zum einen das Raummodul, durch das, ähnlich wie bei einem X/Y-Pad, eine virtuelle Klangposition ausgewählt werden kann. Zum anderen findet man hier eine Hüllkurve und die Einstellungen zum Playback-Mode. Hier ist besonders der Ensemble-Modus interessant, über den jeder Sound mehrfach und zeitlich versetzt abgespielt wird, um den Eindruck eines humanen Ensembles zu erzeugen.  

Hinter dem zweiten Tab namens „Rhythm“ verbirgt sich ein Step-Sequenzer, der alle 42 Samples ansteuern kann. Einige Patterns stehen zur Verfügung, eigene lassen sich zudem per Maus einzeichnen. Über das gleiche Interface können auch die Parameter Pan, Filter und Pitch angesteuert werden. Damit sind lebendige Rhythmen schnell programmiert. Außerdem gibt es auch einen Humanize-Regler, für den besonders realistischen Klang. Im dritten Modul gibt es sieben Effekt-Slots, in die jeweils einer der 28 Effekte geladen werden kann. Eine andere Möglichkeit ist, dass man einfach eines der ebenfalls vorhandenen FX-Presets auswählt. 

Sound

Der Sound von Ferrum ist spitzenmäßig, da wächst kein Gras mehr! Hört euch einfach den Drum-Groove an, den ich damit programmiert habe. Außer einem Limiter auf dem Master-Channel habe ich keine weiteren Instrumente oder Effekte dafür eingesetzt. Passt auf eure Ohren und Speaker auf! 

Fazit

Die Trailer-Sounds von Ferrum Free Edition knallen ohne Ende, da bleibt kein Auge trocken. Die 42 einzelnen Drum- und Percussion-Hits haben unglaublich viel Energie und Punch, das haut einen glatt aus den Socken. Der Step-Sequencer lässt sich super leicht bedienen und durch die 28 verbauten Effekte ist der Griff zu nativen DAW-Plugins weitestgehend unnötig. Was ‘ne Wucht – unbedingt ausprobieren!

  • Pro
  • Samples klingen top und haben viel Power
  • Step-Sequencer ist super leicht zu bedienen
  • Große Auswahl an Effekten
  • Contra
  • kein Contra
  • Features
  • Trailer-Drums
  • 42 Samples aus verschiedenen Kategorien
  • Step-Sequencer der auch Pan, Filter und Pitch ansteuern kann
  • 28 Effekte
  • Humanize-Funktion
  • Preis
  • Keepforest Ferrum Free Edition: kostenlos

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