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Test
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17.11.2009

Kawai ES6 Test

Mittelfeldregisseur(in) mit Überblick

Dieses Digital Piano ist ein echter Team-Player! Sportlich schlank und elegant kommt es daher, vermittelt Übersicht und Leichtfüßigkeit. Mit seiner Ausstattung ist es vielleicht nicht der Goalgetter, der am laufenden Band einlocht, doch was wäre der beste Knipser ohne den Mittelfeldregisseur, der die idealen Pässe vorgibt? Und das ist das Kawai ES6 allemal! Mehr noch: Ein Allrounder mit Tendenz zum Matchwinner.

Um beim Thema Fußball zu bleiben, oder genauer gesagt beim Thema Bälle verteilen: Überblick ist einfach sexy, und darüber hinaus echt praktisch. Gerade in der Sparte Digital Pianos ist dies für mich neben einem ordentlichen Klang Thema Nr.1, denn hier geht es darum, ein Instrument zu spielen und keinen Computer, Klarheit zu haben womit man es zu tun hat und im Bedarfsfalle mit ein, zwei Handgriffen Änderungen in den Einstellungen vornehmen zu können. Das gelingt dem Kawai ES6 recht gut – mit ein paar kleinen Schönheitsfehlern. Auch das Thema Klang – beim Namen Kawai traditionell eine Frage der Ehre – reiht sich problemlos in den positiven Ersteindruck ein und enttäuscht die vom klassischen Konzert-Flügel-Klang genährte Erwartungshaltung nicht.

Preislich befindet sich der noble Japaner im gehobenen Mittelfeld in guter Gesellschaft von 1000 bis 1300 Euro-Geräten, wobei man als direkte Konkurrenten etwa das Yamaha CP33 oder das Roland FP4 ansehen könnte, beide einen unwesentlichen Tick günstiger, bevor Kawai selbst mit dem MP5 nach oben hin die nächste Runde einläutet. Damit zielt dieses Digital Piano auf eine Gruppe von MusikerInnen ab, die vielleicht nicht nur in der Profiliga die Bühnen dieser Welt erzittern lassen, sondern auch einfach mal zuhause ihrem Hobby, dem Klavierspielen, nachgehen. 

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