Test
5
03.12.2019

Praxis

Dann mal ran an den PC, respektive Traktor und Serato auf dem Mac. Dark Fader ist class-compliant und benötigt keine Treiber. Sowohl  Dark Fader als auch Dark Wheel basieren auf der Teensy 3.2-3.6 kompatiblen Universal-Leiterplatine Dark Board (technische Details und Anleitungen dazu hier) Darauf arbeitet eine Teensy 3.2 CPU (72 MHz, 32 Bit ARM Prozessor).

Von KALO sind zwei Mapping TSIs verfügbar, die via Controller-Editor in Traktor zugewiesen werden können. Mapping 1 ist für zwei Decks ausgelegt, Mapping 2 indes für vier Decks, wobei die Kopftaste den MIDI-Kanal (1/2) bzw. die Decks umschaltet. Der unterste Taster ist als Shift-Button deklariert und ermöglicht „Start“ und „Cue“ statt der vorgemappten Funktion „Pitch-Bending“ zu bedienen.

Dabei zeigt die obere LED den jeweiligen MIDI-Kanal (rot/grün) an und die Pitch-Fader-LED den Status  (MIDI-Meldungen und Fader-Nullposition). Es ist übrigens im Gerät ein Soft-Takeover oder „Pickup-Modus“ implementiert, sodass nach einem Deck-Wechsel keine Wertesprünge erfolgen.

Das Design, die Haptik und Verarbeitung des handgefertigten Dark Faders gefällt mir. Der Pitch läuft geschmeidig, die Tasten laden zum Triggern ein. Das Case ist wie man so schön sagt Rock-solid und definitiv kein Objekt, das man über die Rübe gezogen bekommen möchte. Denons HC-1000S lässt grüßen.

Bemerkenswert ist auch, wie fest der Dark Fader beim Pitchen und Pushen auf dem Untergrund steht. Die ziemlich großen, bombenfest verklebten Anti-Rutsch-Platten geben ordentlich Halt.

Nächster Punkt auf der Tagesordnung: Serato. Das Mapping-File von DJtechtools wollte nicht mehr laufen, also kurzerhand die MIDI-Funktion in Serato DJ Pro bemüht und zwei Decks mit Pitch, Bend und Loop gemappt. Shift gibt’s hier ja nicht, Serato eben. Andere Setups sind natürlich genauso denkbar. Ableton stellt ebenfalls kein Problem dar.

Tuning-Optionen

Richtig gelesen, es gibt außerdem noch diverse Kalibrierungs-/Einstellmöglichkeiten, die via Power-up-Setup, ähnlich wie bei großen DJ-Controllern (zum Testmarathon DJ-Controller), vorgenommen werden können. 

Zum einen könnt ihr den „Nullpunkt“ neu kalibrieren. Ist dieser festgelegt, dürft ihr zudem bestimmen, wie groß die Deadzone um den Nullpunkt herum ist. Das Ergebnis liegt auf der Hand: keine Deadzone, größere Range. Kleiner Range, schnellerer Nullpunkt-Treffer. On top könnt ihr auch den MStO (Pickup) abschalten und die Empfindlichkeit des Pitchfaders respektive den integrierten Noise-Filter beeinflussen. Dazu gibt es eine ausführliche Anleitung  auf der Hersteller-Website. Und falls ihr mal danebengelegen habt: Factory Restore ist jederzeit möglich. Eine MIDI-Tabelle gibt´s auf der Hersteller-Website.

Dark Controller

Kalo haben gerade noch ein weiteres Projekt in Entwicklung, das quasi „Final Stage“ ist. Es nennt sich Dark Wheel und verbaut Pioneer CDJ-2000nxs2 Cue-Play Buttons sowie ein Mini-Jogdial und Encoder nebst einigen Tasten. Dark Controller seien in diesem Zusammenhang perfekt für manuelles Beat-Matching, Cuejuggling und Mashups on-the-fly ebenso für die Vorbereitung von Songs (Grid & Cue), wenn man unterwegs ist – so ähnlich lautet es auf der Website.

Einziger Knackpunkt: der Preis. Der ist nicht ohne, aber die hochwertigen Bauteile gibt’s eben nicht zum Wühltischpreis – so ist das wohl mit der Individualität und Exklusivität.

2 / 3
.

Verwandte Artikel

User Kommentare