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Test
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22.06.2012

iZotope Vinyl Test

Freeware Vinyl-FX

Instant-Schmutz

iZotope Vinyl bietet Lösung für Vintage Sound
Man kann ohne Zweifel behaupten, dass der legendäre Vintage Sound der 60er und 70er Jahre seit geraumer Zeit ein beachtliches Revival feiert. Angefangen mit Bands wie The Hives und Mando Diao, über Künstler wie Amy Winehouse, hin zu gänzlichen neuen, aber irgendwie auch nostalgisch anmutenden Vintage/Elektronik-Verwebungen von Urban-Künstlern wie Burial.

Ein wesentliches Stilmittel ist dabei vor allem das bewusste Vorhandensein von Fehlern, die vorrangig auf die begrenzten Mittel der Tonstudios bzw. die Technik dieser Zeit zurückzuführen sind. Nicht unwesentlich für diese Klangästhetik sind deshalb Rauschen, Knacksen, Kratzen und Knarzen.

Doch was tun, wenn die hauseigene Technik genau darauf getrimmt ist, diese Fehler tunlichst zu vermeiden? Richtig, einfach ein entsprechendes Plug-in benutzen, das diese Makel kontrolliert hinzufügt. Und um genau diese, zugegebenermaßen recht speziellen Menüwünsche zu bedienen, hat iZotope mit Vinyl eine maßgeschneiderte Lösung auf die Freeware-Speisekarte gesetzt!

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DETAILS

Ganz im Gegensatz zu der eher modern anmutenden 90er Jahre Alu-Benutzeroberfläche des Plug-ins liefert iZotope Vinyl genau das, was man hinter diesem Namen auch vermutet: Vinyl-Schmutz und Artefakte. Basierend auf einer 64 Bit Architektur, diversen Filtern und Resampling beherbergt das Plug-in zahlreiche Arten von Klangschmutz, die jeder Aufnahme eine gehörige Portion LoFi-Touch verpassen können. Gesteuert wird das Ganze dabei durch insgesamt acht Parameter.

Mit „Mechanical Noise“ kann der Anteil von Motorgeräuschen und dem Kratzen eines Plattenspielers bestimmt werden. „Wear“ ist für den Alterungsgrad der virtuellen Schallplatte zuständig, während die beiden Parameter „Dust“ und „Scratch“ die Auswirkungen von Staub und Kratzern über die Nadel simulieren. Aber auch an das berüchtigte Netzbrummen wurde gedacht, das über den Regler „Electrical Noise“ gesteuert werden. Leicht experimentell ist der Parameter „Warp Depth“, der den Ungleichlauf einer Platte simuliert. Je höher der Parameter, desto eindeutiger sind Schwankungen in der Tonhöhe des Materials wahrnehmbar. Leider ist dieser Parameter nicht in allen Sequencern verfügbar, genau wie die Warpmodels. Witzig finde ich, dass in diesem Fall eine fehlenden Fader-Kappe visualisiert wird.

Wer auf Anhieb eine bestimmte Soundästhetik sucht, kann mit Hilfe des Parameters „Year“ sogar sofort und ohne Umschweife Epochen-spezifische Klangcharakteristiken abrufen. Den Abschluss macht der Parameter „RPM“, der die Umlaufsgeschwindigkeit des virtuellen Plattenspielers simuliert.

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