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Test
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13.01.2017

Izotope Neutron Test

Intelligentes Channel-Strip-Plug-in

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Songs von einem Plug-in mischen lassen? Izotopes Neutron verspricht genau dieses kleine Wunder. Das Plug-in analysiert Audiosignale und bearbeitet sie automatisch mit Equalizer, Kompressor, Transient Shaper und Exciter. Dabei erkennt die Software selbstständig Instrumententypen. Wird der Job des Mix-Engineers tatsächlich durch Software abgelöst? Wir haben es ausprobiert und sind über das Ergebnis sehr erstaunt.

Details

Konzept

Spectral Shaping heißt die Technologie, mit der uns Izotope das Leben wesentlich erleichtern möchte. Sie analysiert das Signal und bearbeitet es automatisch in Frequenz und Dynamik. Die Funktionsweise könnt ihr euch wie einen Multiband-Kompressor mit 32 Bändern vorstellen. Dabei wird jedes Band ohne Crossover-Frequenzen bearbeitet. Das ermöglicht es Neutron, sehr detailliert zuzuhören und maßgeschneiderte Einstellungen durchzuführen. Wenn alles funktioniert, wie versprochen, kann uns Neutron also jede Menge Arbeit abnehmen. 

In der Advanced Edition sind die Effekte als einzelne Plug-ins verfügbar und zudem 7.1-Surround-fähig. Einen kostenlosen Vorgeschmack erhaltet ihr mit der Freeware-Variante Neutrino, die wir bereits im Test hatten.

 

Neutron gibt es in den Formaten AU, VST, VST3 (32 und 64 Bit) sowie RTAS (32 Bit) und AAX (64 Bit). Das Plug-in läuft unter Windows ab Version 7 und OS X ab 10.9. Mit der 10-Tage-Testversion könnt ihr das Plug-in in Ruhe ausprobieren.

Track Assistant

Verantwortlich für Analyse und Voreinstellung ist der Track Assistant. Er erkennt, um was für Audiomaterial es sich handelt und nimmt entsprechende Settings vor. Wie stark der Track Assistant zupackt und in welche Richtung der Sound gehen soll, lässt sich mit den Modi Subtil, Medium und Agressive sowie den Presets Broadband Clarity, Warm and Open sowie Upfront Midrange festlegen. Diese Settings sind auch ideale Startpunkte für eigene Experimente.

 

Effekte

Neutron stellt fünf Module bereit: einen dynamischer Equalizer, zwei Multiband-Kompressoren, einen Exciter sowie einen Transient Shaper. Die Module lassen sich frei im Signalfluss platzieren, das sorgt für Flexibilität. Bereits so ist Neutron ein üppig ausgestatteter Channelstrip, um Frequenz und Dynamik in den Griff zu bekommen.

 

Der Equalizer besitzt zwölf Bänder, von denen acht vollparametrisch arbeiten. Hinzu kommen zwei Shelving-Filter sowie Low- und High-Cut mit 6 bis 48 dB Flankensteilheit. Dabei arbeitet jedes Frequenzband auf Wunsch dynamisch. Im Dynamic Mode wird nach Überschreiten eines Thresholds komprimiert oder expandiert. Weiterhin bietet jedes Band einen Sidechain-Input, um den Dynamic Mode zu steuern.

Die Kompressoren verfügen über drei Bänder (Tiefen, Mitten und Höhen). Neben Threshold, Ratio, Attack, Release, Knee und Gain hat jedes Band einen eigenen Mix-Regler, wodurch Parallelkompression möglich wird. Die Kompressoren können RMS, Peak oder True arbeiten und sind mit Auto Gain, Auto Release sowie Master Gain ausgestattet. Der Kompressor lässt sich "digital"und im Vintage Mode betreiben, was für einen färbenden Klangcharakter à la Urei 1176 sorgt.

Der Exciter addiert per Drive-Regler in drei Bändern Obertöne; deren Mischungsverhältnis bestimmt der Parameter Blend. Zur Verfügung stehen die Sättigungsstufen Tube, Tape, Warm und Retro, die sich mittels X/Y-Feld nahtlos überblenden lassen. Der Transient Shaper arbeitet ebenfalls dreibandig. Das erlaubt präzise Eingriffemittels Attack und Sustain in den drei Modi Sharp, Medium und Smooth. So betont ihr etwa den Attack der Mitten und verlängert die Sustain-Phase der Bässe.

Masking Meter 

In einem Mix überschneiden sich Instrumente oft in ihren Frequenzbereichen. So kommen sich beispielsweise Bass und Bassdrum gerne in die Quere. Dieser Maskierung genannte Effekt führt dazu, dass manche Instrumente weniger gut zu hören sind. Sie werden von der Konkurrenz sozusagen akustisch erschlagen. 

Um das zu verhindern, trennt man Spuren mit kollidierenden Frequenzen per EQ. Das erfordert allerdings einige Übung. Neutron bietet daher ein interessantes Feature, mit dem sich Spuren koppeln lassen. Das Masking Meter stellt dann die betroffenen Frequenzbereiche grafisch dar. So sieht man schnell, welche Frequenzen Probleme bereiten. Ein Equalizer ermöglicht die parallele Bearbeitung der gekoppelten Spuren. 

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