Becken_Test_Entry_Istanbul_Samatya
Test
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15.12.2014

Praxis

Da hängt es nun: das Beckenset für den kleinen Geldbeutel aus der Samatya Serie von Istanbul Mehmet. Wüsste ich es nicht besser, so würde ich allein vom optischen Eindruck her preislich auf ein weitaus teureres Klangkonglomerat schließen – B20 eben! Jetzt bin ich gespannt, was die vier funkelnden Teller klanglich zu bieten haben.

Das Ride-Becken ist ein Arbeitstier

Das 20“ Ride-Becken ist ein klassischer Vertreter der mittleren Gewichtsklasse. Sein Stick-Sound ist bei sanfter bis normaler Bearbeitung sehr artikuliert und, wie sein Finish, sehr brillant. Auch härtere Schläge steckt das Becken mit Leichtigkeit weg, während es sich feindosiert aufschaukelt, ohne dabei an Definition zu verlieren. Zwar strotzt dieses zweieinhalb Kilo schwere Familienoberhaupt nicht unbedingt vor Klangfacetten, doch vielleicht ist diese Inselbegabung sogar seine Stärke: mit einem durchsetzungsstarken Stick-Sound des Bodys, einer großen Kuppe mit prägnantem Ton und einem gutem Crash-Talent wird dieses Ride in vielen Situationen im wahrsten Sinne des Wortes zu einer „runden Sache“.

Die Hi-Hat gibt brav Laut

Die 14“ Hi-Hat unterstreicht den soliden Eindruck des Ride-Beckens ohne Zweifel. Sie lässt sich sehr angenehm spielen und schließt dank sauberer Verarbeitung perfekt. Besonders das Bottom-Becken ist relativ wuchtig geraten, was bei geschlossener Spielweise zu einem sehr definierten Anschlagston und einem saftigen „Chick“-Sound bei getretener Spielweise führt. Geöffnet gespielt fährt die Samatya Hi-Hat dann so richtig hoch und wird jede noch so dicke Gitarrenwand durchschießen können. Für leisere, akustische Stilistiken würde ich hingegen zu etwas "zahmer" klingenden Hi-Hat Becken greifen.

Die Crash-Becken sind perfekte Allrounder

Die beiden Crash-Becken sind nicht nur optisch perfekt aufeinander abgestimmt. Was den Klangcharakter und die Spieleigenschaften betrifft, verstehen sie sich wirklich „glänzend“. Ihr Crash-Sound öffnet sowohl bei sanftem als auch bei härterem Anschlag unmittelbar, doch stets kontrolliert. Dank des schnellen Decays des Crash-Sounds ist es zudem problemlos möglich, auf diesen Becken in Nullkommanix zwischen Crash- und Ride-Patterns zu wechseln. Vor allem das 18“ Modell dürfte mit seiner etwas größeren Masse und sehr guten Crash-Ride-Eigenschaften für kleinere Konzertsituationen interessant sein. Für etwas frechere Momente lohnt es sich auch, mal beide Crashes „gestacked“ übereinander zu legen.

Das Beckenset klingt sehr harmonisch

Das Beckenset klingt insgesamt sehr stimmig und ausgewogen. Alle Becken besitzen sehr klare Klangeigenschaften, die sich im Hinblick auf Dynamik und Charakter perfekt  ergänzen. Hört selbst!

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