Gitarre Hersteller_HarleyBenton
Test
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25.08.2021

Harley Benton TE-20HH SBK Test

E-Gitarre

Schnäppchencaster

Mit der Harley Benton TE-20HH bietet die Thomann-Marke den Freunden einer moderneren Auslegung des Klassikers ein Instrument mit zwei Humbuckern, woraus auch die Bezeichnung HH resultiert. Die beiden Pickups liefern ein ordentliches Pfund an Ausgangsleistung und die ansprechende mattschwarze Lackierung sowie die moderne C-Halsform deuten darauf hin, dass hier primär die zeitgenössische Metal- oder Hardrock-Fraktion angesprochen werden soll.
Neben den Standard Telecaster-Formen bietet Harley Benton auch einige Variationen des Gitarrenklassikers wie die TE-90 mit ihren Filtertron-artigen Pickups, die TE-40 mit Roswell Humbuckern und nun auch unsere Testkandidatin TE-20HH. Wie bei Harley Benton häufig der Fall, besticht auch dieses Instrument mit einem unschlagbaren Preis, der sich sogar noch knapp unter der 100-Euro-Marke bewegt. Wie viel Gitarre man zu so einem günstigen Kurs erwarten kann, erfahrt ihr hier.

Details

Korpus

Die TE-20HH kommt mit einem Lindenkorpus in klassischer Single-Cut-Telecaster-Form und mattschwarzem Finish. Beim Schlagbrett fiel die Wahl auf eine dreilagige Ausführung im Schildpatt-Stil, die sauber mit schwarzen Schrauben auf dem Korpus fixiert wurde. Die komplette Hardware ist ebenfalls in Schwarz gehalten und besteht aus einem hauseigenen DLX TE-Steg, an dem sich Saitenlage und Oktavreinheit einstellen lassen, sowie einer Kontrollplatte, auf dem die beiden Potis und der Pickup-Schalter angebracht sind. Die Gurtpins sind an den üblichen Stellen angeschraubt und helfen, die handlichen 3,2 kg der Tele gut zu schultern. Die Buchse ist ebenfalls an der bei der Telecaster gewohnten Position befestigt. Rückseitig zeigen sich sechs Bohrungen samt mattschwarz lackierter Hülsen, durch die alle Saiten gefädelt werden.

Hals

Beim Hals fiel die Materialwahl auf Ahorn, dem ein Roseacer-Griffbrett aufgeleimt wurde. Die Mensur beträgt 648 mm und entspricht damit dem typischen Telecaster-Maß. Ansonsten ist die Halsform ein modernes C, das sehr bequem in der Hand liegt, wobei auch der Griffbrettradius von 12" tendenziell auf der etwas flacheren Seite des Spektrums anzusiedeln ist. Die mattschwarze Lackierung des Korpus erstreckt sich übrigens auf die komplette Halsrückseite und verleiht ein angenehmes und natürliches Spielgefühl. Der Hals ist mit einer schwarzen Metallplatte mithilfe von vier Schrauben am Korpus arretiert, allerdings findet hier keine Verjüngung des Halsfußes statt, sondern man orientiert sich am traditionellen Telecaster-Neckjoint, der ohne sportliche Aussparungen auskommt.

Das Griffbrett ist mit 22 Mediumbünden ausstaffiert, die gut verrundet, aber leider nur mäßig abgerichtet und nicht poliert wurden. Zur Markierung der Bünde kommen weiße Punkteinlagen in Perlmutt-Optik zum Einsatz, die auch an der Halskante anzutreffen sind. Die Saiten verlaufen über einen schwarzen Kunststoffsattel zur Tele-Kopfplatte, an der die sechs soliden und relativ stimmstabilen DLX-Gussmechaniken asymmetrisch angeordnet sind. D- und G- sowie B- und E-Saite werden von zwei Stringtrees niedergedrückt und garantieren dadurch eine stabile Saitenführung. Hinter dem Sattel liegt der Zugang zur Halsschraube, wobei hier ein Double-Action-Trussrod verwendet wird.

Elektrik

Für die Tonabnehmer kommen zwei nicht genauer spezifizierte Humbucker zum Einsatz, die jedoch mit einer relativ hohen Ausgangsleistung auftrumpfen. Sowohl die Pickups als auch der Kunststoffrahmen für den Steg-Humbucker sind in Schwarz gehalten. Zum Aktivieren der Doppelspuler kommt ein Dreiwegschalter zum Einsatz, der zwischen Stegposition, beiden Humbuckern ungesplittet und der Halsposition wählt. Zwei schwarze Potis kümmern sich, wie für Teles üblich, ganz klassisch um Volume und Tone.

Zum Lieferumfang gehören lediglich zwei Inbusschlüssel zum Einstellen der Halsneigung und der Saitenlage sowie ein einfaches Gitarrenkabel.

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