Test
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30.10.2018

Fungeneration Satmix 2.1 Bundle Test

aktives Klein-PA-System für Entertainer und DJs

kleiner Preis – großer Eindruck

Produkte der Marke Fun Generation wollen für einen ordentlichen Preis zufriedenstellende Leistung erbringen. Gutes Konzept, denn nicht für jeden Zweck muss man unbedingt nach dem Klassenbesten gucken und meistens dann auch entsprechend bezahlen. Die Satmix 2.1 PA ist ein Beispiel für den Versuch, eine komplette kleine, mobile PA für einen niedrigen Preis anzubieten. Das Set aus Subwoofer und Satelliten schlägt mit etwas unter 300 Euro zu Buche, im Bundle mit passenden Boxenständern und den notwendigen Kabeln liegt man bei circa 350 Euro. Das ist eine Anschaffung, die sich unter Umständen durchaus rechnet. Natürlich ist dabei auch die Frage entscheidend, ob die Verarbeitung stimmt und der Klang in Ordnung geht...

Details

Lieferumfang

Um die 20 kg wiegt der Karton mit der Satmix 2.1, als dieser zum Test ankommt. Die einzelnen Boxen sind stoßfest in Styropor und Folie geschützt und schnell ausgepackt. Der 10-Zoll-Subwoofer bringt alleine bereits 16,5 kg auf die Waage, die beiden 6 x 2,75-Zoll-Satelliten wiegen jeweils 1,6 kg. Für die Stromzufuhr liegt ein Kaltgerätekabel bei und es gibt die Anleitung in zwei Ausführungen, einmal auf Deutsch und einmal in englischer Sprache.

Subwoofer

Der Sub macht einen stabilen Eindruck. Die schwarze Oberfläche ist mit Strukturlack überzogen, was beim Gebrauch entstehende Macken nicht ganz so offensichtlich macht. In der Wohnung möchte man so einen ungeschliffenen Look nicht unbedingt haben, für den Live-Einsatz hat das aber durchaus Vorteile. An den oberen Seiten der 47 cm breiten, fast 52 cm hohen und knapp 36 cm tiefen Bassbox helfen zwei Griffe beim Transport und sorgen dafür, dass man die „Kiste“ ganz gut alleine tragen kann. Rollen auf der Unterseite sind nicht vorhanden, aufgrund des verhältnismäßig niedrigen Gewichts ist das aber zu verschmerzen. Für festen Halt sorgen vier gummierte Füße, die dem Sub ein bisschen Abstand zum Boden verschaffen. In der Mitte auf der Oberseite befindet sich ein M20 Gewinde. Das ist nützlich, wenn man platzsparend aufbauen muss und eines der Topteile direkt auf der Box anbringt.

Vierkanal-Mixer mit DSP

Der obere Teil der Rückseite ist vertieft und beherbergt den integrierten Mixer. Vier Eingangskanäle finden wir hier vor, davon sind die ersten beiden jeweils ein Monokanal, der dritte und vierte ist als Stereoeingang zusammengefasst. Channel 1 und 2 warten jeweils mit einem 3-Band-Equalizer und Regler für Lautstärke sowie Reverb-Effekt auf. Ja ihr habt richtig gelesen, ein sehr einfaches Reverb steckt hier auch drin. Das über eine XLR-Kombibuchse anliegende Input-Signal schaltet man mit einem Druckknopf zwischen Line und Mikrofon um. Kanal 3/4 besitzt ebenfalls einen EQ, wenn auch nur mit Reglern für Bässe und Höhen. Eine Lautstärkeregelung ist obligatorisch. Die Eingänge sind in unterschiedlichen Formaten ausgelegt, um verschiedene Klangquellen zu verbinden. Stereo-Line mit 3,5 mm Klinke, RCA-Cinch und 6,3 mm Klinke – da ist für jede Gerätschaft etwas dabei. Es geht aber auch kabellos. Mit einem Knopfdruck aktiviert man Bluetooth, dessen Betrieb konsequent mit dem blauen Licht einer LED signalisiert wird. Für diesen Eingang ist kein EQ verfügbar, lediglich die Lautstärke wird hier mit einem Drehknopf reguliert.

In dem Sub-Würfel steckt so allerhand Technik. Von dem Reverb haben wir gerade schon gehört, ein eingebauter DSP versorgt den Benutzer mit vier Presets für mögliche Einsätze. Damit passt man die Klangcharakteristik an. Diese sind mit Music, Live, DJ und Speech betitelt und mit einer gelben LED versehen, die das entsprechende Preset anzeigt. Ein Schalter dient hier der Auswahl. Mixout ist ein Ausgang, bei dem ein Line-Pegel des Summensignals anliegt. Dieses kann bei Bedarf an eine separate Endstufe geschickt werden. Beim Test habe ich den Mixout für die Aufnahme eines angeschlossenen Mikrofons benutzt. Mit zwei weiteren Drehknöpfen steuern wir, wie viel Lärm aus dem Satmix 2.1 rauskommt. Mit „Subvol“ zunächst die Lautstärke des Subs selbst, „Master“ wiederum regelt die Gesamtlautstärke, sowohl von Subwoofer als auch den angeschlossenen Satelliten. Eine mit „Limit“ gekennzeichnete LED leuchtet rot, sobald der Eingangspegel zu hoch ist und diesen überlastet. Damit der Klang nicht verzerrt, sollte man dann den Ausgangspegel des angeschlossenen Geräts reduzieren. Das tut langfristig den Ohren und der Anlage gut. Daneben ist übrigens die bei Betrieb leuchtende Power-LED positioniert.

Manchmal kann es durchaus nützlich sein, den Sound in Mono abzuspielen. Das kann man hier direkt mit Hilfe eines Buttons einstellen. Weiter unten auf der Rückseite gibt es noch zwei Ausgänge, die absolut nicht fehlen dürfen. Denn hier werden die beiden kleinen Boxen verbunden. Diese Lautsprecherausgänge sind als verriegelbare Einbaubuchsen, weitläufig als Speaker Twist bekannt, ausgeführt. Noch kurz ein paar Leistungsdaten: Der Subwoofer ist aktiv und bringt eine Ausgangsleistung von 300 Watt RMS und 600 Watt Peak, die beiden Satelliten schaffen jeweils 150 Watt RMS und 300 Watt Peak.

Satelliten

Schauen wir uns mal die Satelliten genauer an. Erstaunlich, wie schmal die Dinger sind. Gerade mal 107 mm sind sie breit und übrigens auch genauso tief. Mit 54 cm Höhe machen sie insgesamt also eine sehr schlanke Figur. Sechs 2 ¾-Zoll-Neodym-Full-Range-Lautsprecher stecken hier drin. An der Unterseite finden wir die verriegelbaren Buchsen für die Boxenkabel und natürlich die notwendige Vertiefung, um die Satelliten auf ein Stativ zu bringen.

Das Bundle

Für gut 350 Euro bekommt man das Fun Generation Satmix 2.1 Bundle. Wer noch nicht passende Ständer und die ebenfalls notwendigen Boxenkabel besitzt, sollte gleich alles zusammen kaufen. Zusätzlich ist hier noch ein hochwertiges Stereo-Miniklinken-Kabel dabei, um damit einen kleinen Player oder einen Laptop direkt anzuschließen, falls keine anderen Kabel zur Verfügung stehen. Die im Bundle enthaltenen Boxenständer Millenium BS-2010 sind aus Stahl gefertigt und verkraften ein Gewicht von 30 kg, weitaus mehr als unsere Satelliten hier wiegen. Wenn die Füße komplett auseinander gezogen sind, kommen die BS-2010 auf einen Durchmesser von 1 Meter. Zwischen 1,19 Meter und 2 Meter lassen sie sich in der Länge einstellen. Der Flanschdurchmesser beträgt 25 mm, ein Adapter auf M6-Gewinde ist ebenfalls im Lieferumfang enthalten. Damit ist man also auch für das ein oder andere zukünftige Topteil gewappnet und nicht nur auf die Satmix 2.1 begrenzt.

Das Gleiche gilt für die beiliegenden Lautsprecherkabel. Diese sind 10 Meter lang, bieten einen Adernquerschnitt von 2 mal 1,5 mm² und sind mit Rean-Steckern versehen. On top gibt es noch das gerade bereits erwähnte 1,5 Meter lange Stereo-Kabel mit Miniklinke an beiden Enden. Mit diesem Bundle kann man direkt loslegen und Lärm machen, was wir jetzt im Praxisteil auch mal tun werden.

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