Test
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07.06.2019

Praxis

Die T-Bar selbst befindet sich in einer komfortablen, aus Nylon gefertigten Tragetasche. Schade, dass bei dem Stativ kein passender „Überzieher“ zum Schutz dabei ist. So eine Transporttasche gibt es, heißt „Stairville LSTB-1 Light Stand Bag“ und muss optional für circa 12 Euro erworben werden. Für Einsätze ist diese durchaus hilfreich, auch weil der Ständer so vor unnötigen Kratzern geschützt wird. Ob mit Tasche für den Ständer oder ohne – sämtliche Teile passen ohne Probleme in jedes Auto und sind leicht genug, um alleine getragen zu werden. Das gilt auch für den Aufbau, der mit wenigen Handgriffen erledigt ist. Das beiliegende Stromkabel ist mit fünf Metern lang genug, um auch bei voll ausgefahrener Höhe von etwas über drei Metern noch genügend Spiel zu haben. Bei dem Fußschalter ist das bei gleicher Länge des Klinkenkabels nicht anders. In ungefähr fünf Minuten ist der Aufbau erledigt.

Betriebsarten

Die unterschiedlichen Betriebsmodi werden am Gerät selbst ausgewählt, oder – mit Ausnahme des DMX- und Slave-Modus – über die Fernbedienung. Insgesamt gibt es 28 verschiedene automatische Programme, die eigenständig in einer Geschwindigkeit ablaufen, die ich in 99 Stufen einstelle. Alternativ kann ich mit 15 Festfarben arbeiten: Rot, Grün, Blau, Weiß, Bernstein, Orange, Gelb, Magenta, Pink, Cyan, Hellrot, Hellgrün, Hellblau, Warmweiß und Kaltweiß. Dunkelschalten ist natürlich auch möglich.

Außerdem steht ein Strobo-Effekt bereit, die Blinkfrequenz reguliere ich dafür ebenfalls in 99 Stufen. Das Strobe kann ich aber auch für ein konstantes einfarbiges Muster verwenden, wofür die Werte von Rot, Grün, Blau und Weiß die üblichen Werte von 0-255 denkbar sind. Die automatischen Programme steuern des Weiteren andere Lichter, wenn diese über die DMX-Verbindung als Slave dranhängen. Das Fun Generation LED Pot System COB 40W kann nicht nur als Master, sondern auch als Slave dienen. Musiksteuerung steht ebenso bereit und ist immer sehr praktisch, weil diese dynamisch auf den Sound reagiert. Mit welcher Empfindlichkeit das geschehen soll, justiere ich in den Optionen mit 32 möglichen Stufen.

DMX-Steuerung ist mit 4, 6, 8 und 16 Kanälen denkbar, da ergeben sich diverse Eingriffsmöglichkeiten. Das ist in der Anleitung (die es auch online als PDF gibt) übersichtlich dokumentiert. So kann ich hier lesen, dass im 4-Kanal-Modus lediglich die Intensität für R, G, B und W aller vier Pots gesteuert wird und ich im 6-Kanal-Modus zusätzlich den Dimmer und den Stroboskop-Effekt steuern kann. Mit 8 Kanälen habe ich neben Dimmer und RGBW-Werten den Zugriff auf sämtliche Programme und die verschieden Modi wie Strobo oder Musiksteuerung. Interessant ist der 16-Kanal-DMX-Modus. Damit kontrolliere ich die einzelnen vier Pots und deren RGBW-Werte.

Weitere Optionen

Neben dem Ausführen eines Resets und dem Anzeigen der Firmware-Version finde ich hier noch eine weitere, gerade in Bezug auf die DMX-Steuerung nützliche Einstellung. Es ist nämlich möglich, die Dimmerkurve in vier Stufen anzupassen. Zur Auswahl stehen: linear, quadratisch, invertiert quadratisch und nichtlinear (S-Type). 

Fußschalter

Der Fußschalter stellt eine weitere Alternative für die Bedienung dar. Wenn man auf der Bühne ganz auf sich alleine gestellt ist und auch keine Hand frei hat, die Fernbedienung zu benutzen, ist dieser Fußschalter eine Bereicherung. Die Verbindung zum Licht geschieht über das fünf Meter lange Kabel, das aus der Rückseite des Schalter herauskommt und dessen 6,3 mm Klinkenstecker am anderen Ende in die Buchse an der T-Bar hineingesteckt wird. Schon ist alles betriebsbereit. Die Steuerung ist nicht so weitreichend wie mit der Fernbedienung, aber dennoch ausreichend.

Insgesamt vier großzügig dimensionierte Schalter wechseln die verschiedenen Programme oder aktivieren die Musiksteuerung (Sound Active). Dann gibt es noch die Freeze-Funktion, die quasi die aktuelle Einstellung einfriert. Wenn das Licht also beispielsweise in einem Programm ständig die Farbe ändert, kann ich das an beliebiger Stelle „festgehalten“. Sobald ich Freeze erneut betätige, läuft das Programm wie gehabt weiter. Diese Funktion ist tatsächlich nur über den Fußschalter möglich.

Der vierte Schalter heißt „Blackout“ und in der Tat: Beim Aktivieren geht das Licht aus und wieder an, wenn ich hier erneut trete. Das eingebaute Kabel ist aus meiner Sicht lang genug für den Praxiseinsatz und in Bezug auf die Verarbeitung des Pedals gibt es auch nichts auszusetzen. Wenn ich den Fußschalter betätige, geschieht das nicht völlig geräuschlos. Bei lauter Musik ist das völlig unerheblich, wenn das Licht „still“ bedient werden soll, ist die Fernbedienung die bessere Wahl.

Licht und Farben

Die vorinstallierten Programme sind abwechslungsreich und schöpfen die Kombinationsmöglichkeiten der vier Kannen bereits gut aus. Die Farben gefallen mir sehr gut und können sowohl warm als auch kühl rüberkommen. Besonders der Strobo-Effekt mit blauem und weißem Licht ist ein Hingucker. Der Shutter geht mit bis zu 20 Hz zu Werke, der elektronische Dimmer arbeitet von 0 – 100 Prozent. Mit dem Abstrahlwinkel von 45 Grad kommen schnell relativ große Flächen zustande.

Für das Videobeispiel habe ich einen einzelnen Pot in einer Entfernung von circa 80 cm auf die Wand gerichtet. Die Aufnahme vermittelt euch einen ungefähren Eindruck, wie die Farben wirken und wie groß die Lichtflächen bei diesem Abstand bereits sind.

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