Test
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27.12.2017

Fun Generation HP 5 und HP 7 Test

Kopfhörer

Kopfhörer zum Schnäppchenpreis

Ein „amtlicher“ Kopfhörer für unter 20 Euro ist doch eine feine Sache – oder nicht? Unter der Thomann-Eigenmarke „Fun Generation“ stellen sich mit den Modellen HP 5 und HP 7 zwei Modelle vor, die beide trotz des geringen Preises auf ihre Art überzeugen wollen. Der eine wird als DJ- und der andere als Hi-Fi-Kopfhörer deklariert. In dem folgenden Test werden die Testkandidaten begutachtet und verglichen. Und wir kommen zu einem überraschenden Ergebnis.

Details

Spartanisch im Umfang werden die zwei Kopfhörer von Fun Generation geliefert, bei dem Preis muss ja auch irgendwo gespart werden. Eine Schutzhülle oder dergleichen ist hier nicht zu erwarten, immerhin gibt es jeweils einen Adapterstecker auf die obligatorische 6,3-Millimeter-Klinke dazu – wenigstens etwas. Der erste Eindruck macht neugierig, denn die Beiden wirken trotz des niedrigen Preises nicht wirklich billig.

Der HP 5 kommt im klassischen schwarzen Design daher, mit weich gepolsterten, ovalen Earpads und einem genähten Leder-Kopfband mit ausreichender Fütterung. Für die Konstruktion wurde Mangan und Stahl verwendet, das soll Stabilität gewährleisten. Der hauseigene Mitbewerber HP 7 präsentiert sich mit schwarzem Kunststoff und kreisrunden Ohrmuscheln, die an der Außenseite auf einen glänzenden, modernen Silberlook setzen. Der Bügel fühlt sich wegen des Plastiks im direkten Vergleich zum HP 5 nicht ganz so edel an, ist an der oberen Innenseite aber ein bisschen besser mit Schaumstoff gepolstert.

Die zwei Testkandidaten sind wirkliche Leichtgewichte, der etwas schwerere HP 5 bringt 265 Gramm auf die Waage und der HP 7 kommt gerade mal auf 220 Gramm – inklusive Kabel!

Trickreiches Zusammenfalten wie zum Beispiel beim Sony MDR-V700 kann man aufgrund des einfachen Designs der Fun Generation vergessen. Sowohl der HP 5 als auch der HP 7 sind in einer geschlossenen Bauweise konstruiert, letzterer liegt dabei auf den Ohren (on-ear), während sich der andere über die Ohren stülpt (over-ear). Die Testkandidaten bekommen den Sound über ein Kabel auf der linken Seite zugeführt, am HP 5 ist dieses fest verdrahtet und fast doppelt so lang wie am Siebener-Modell mit seinen circa 150 Zentimetern Länge, das wiederum an beiden Enden mit einer Miniklinke ausgestattet ist und in eine dafür vorgesehene Buchse gesteckt wird. Eine gute Entscheidung der Entwickler, denn oft sind es ja die Kabel, die bei Kopfhörern Ärger machen.

Die Ohrmuscheln lassen sich wegklappen, auch hier zeigt sich der HP 7 flexibler als sein Mitstreiter, denn die kreisrunden Kapseln können nicht nur um 180 Grad umgeklappt werden, sondern auch noch um 90 Grad zur Seite gedreht werden. Gepolstert sind die Earpads der Fun Generation ganz gut, zum Tragekomfort werden wir gleich im Praxisteil noch ein paar Worte verlieren.

Selbstverständlich lässt sich bei beiden Kopfhörern die Größe verstellen, Mutter Natur hat uns ja schließlich mit unterschiedlich geformten Häuptern gesegnet. Beim HP 5 zeigt sich hier ein Kritikpunkt, wenn die Bügel ausgefahren werden. Dann nämlich kommt eine Führungsschiene aus Metall zum Vorschein. Hinter dieser verläuft sichtbar das Kabel, das die beiden Kapseln miteinander verbindet. Das sieht zwar schön „oldschool“ aus, ist aber in meinen Augen weniger praxisorientiert und anfälliger für Schäden. Beim HP 7 dagegen wird mit einer nicht ganz so chic aussehenden schwarzen Plastikschiene gearbeitet, in der aber das Kabel versteckt und geschützt ist. Besser!

Ein paar technische Daten

Zahlen sind nicht alles, geben aber schon ein paar Hinweise auf das, was uns klanglich erwarten kann. Da interessiert uns natürlich zunächst einmal der Frequenzgang. Der HP 5 fängt hier laut Datenblatt bei 18 Hz an und überträgt bis 20000 Hz, das HP 7-Modell geht genauso weit, startet allerdings schon ein bisschen tiefer, genau gesagt bei 10 Hz. In der Impedanz gibt es zwischen den Fun Generation einen deutlicheren Unterschied – der HP 5 ist hier mit 65 Ohm beziffert, während sein Gegenstück mit 32 Ohm aufwartet. Wir können also schon die Vermutung wagen, dass der HP 7 bei gleicher Leistung ein Quäntchen lauter ausfallen wird. In der Empfindlichkeit liegen die Kopfhörer nicht sehr weit auseinander, der HP 7 schlägt hier mit 97 dB zu Buche, sein Counterpart bringt es auf 102 dB. Soweit zu dem, was auf dem Papier steht – nun ist es an der Zeit, die Dinger aufzusetzen und hinzuhören.

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