Test
5
19.09.2018

Praxis

Wuchten wir den Koffer auf den DJ-Tisch und befüllen ihn. Zunächst fällt auf, dass die Halterungen für den Turntable-Deckel abgeschraubt werden müssen, bevor der 1210er wirklich wie angegossen passt. Sicher und wohlbehalten schmiegt er sich in das Fun Generation Case und macht sich für den Transport bereit. Der Deckel lässt sich gut einhaken, die vorderen Führungsstifte am Deckel zum Einpassen für den Bügel-Schnappverschluss scheinen mir allerdings etwas dünn. Der Tragegriff lässt sich beim Eco Wood gut greifen. Auch wenn ein Turntable drinsteckt, hat man nicht das Gefühl, man solle die Kiste lieber anders transportieren als vorgesehen. Aber das hängt natürlich auch davon ab, was der Turntable selbst auf die Waage bringt. Mit dem 1210er sind es rund 17 kg.

Der nächste Proband ist der Pioneer PLX-500, ein gerade auch bei Einsteigern recht beliebter Plattenspieler, der bei uns im Test mit 4 Bewertungssternen aus dem Rennen ging. Dieser misst 450 x 159 x 368 mm und ist allein 10,7 kg schwer. Er passt gut ins Case, sobald die Deckelhalter gelöst sind.

Schließlich möchte ich noch meinen Vestax PDX-23000 MK2 in den Koffer stecken, doch hier gelange ich an die Grenzen des nativ Machbaren. Die Länge passt nicht, ich müsste ein paar Zentimeter der Formteile um ein paar Millimeter kürzen, aber das ginge für diesen Test zu weit, schließlich möchte der Hersteller seinen Koffer unversehrt zurückbekommen. Flexible Formteile wie beim Magma Multiformat bekommt man hier nicht geboten, die Kunststoffpolster sind fest verklebt sind und nicht beispielsweise auf Klettband gesetzt. Dann ließen sich solche Änderungen leichter vornehmen. Wer also etwas für seinen Vestax, Stanton oder Numark sucht, für den ist das Zomo Flightcase T-2 die bessere Wahl oder eine Spezialanfertigung von Thon wie das Vestax Case. Und apropos unversehrt: So stylisch das Fun Generation Case auch ist, so bedauerlicher ist es dann, wenn Kratzer der schwarzen Lackierung zu schaffen machen, was an den Kugelecken sicher irgendwann der Fall sein dürfte. Bei meinem Testmuster jedenfalls schimmerte an einer Kugel schon das Silber durch. „So isset on-the-road.“

Ein Aspekt, den sich zukünftige Besitzer vor Augen halten sollten: Der Koffer verfügt wie die meisten seiner Kollegen nicht über abnehmbare Seitenteile. Auch eine spezielle Kabelausführung wurde nicht ausgespart. Die Kiste steht mit den Standfüßen zwar einigermaßen rutschsicher am Platz, doch mangels der abnehmbaren Rückwand muss mancher Klon-Plattenspieler mitunter aus dem Case genommen werden. So logisch das vielleicht für viele Scratcher und Turntablisten klingt, präferieren manche Mobilisten dennoch den Verbleib im Case, falls machbar. Man kann Deckel und Boden auch aufgrund der Füße, obschon abschraubbar, sowie fehlender Stapelmulden in den Kugelecken nicht aufeinanderstapeln, um den Turntable "aufzubocken".

2 / 3
.

Verwandte Artikel

User Kommentare