Test
3
06.07.2017

Fazit
(4 / 5)

Die Erica Synths Fusion Box vereint mehrere analoge Effekte in einem kompakten Gerät. Dennoch ist sie kein Multieffekt, der mal als Flanger, mal als Delay und mal als Overdrive dient. Feinsinnige Modulationseffekte klappen mit dezidierten Ensemble-Effekten besser und für synchronisierte Tempodelays oder gepitchte Bandecho-Schleifen greift man auch besser zu ausgewiesenen Experten wie dem Roland Space Echo oder seine vielen Nachahmer. Bei der Fusion Box arbeiten alle Elemente eng zusammen und beeinflussen sich gegenseitig. Ich musste öfters an Gitarristen denken, die à la Jimi Hendrix ihre Klampfe vor den schwer verzerrenden Marshall-Stack halten und gezielte Feedbacks zelebrieren. Ähnlich muss man sich auch das Spiel mit der Fusion Box vorstellen. Set and forget ist hier nur der halbe Spaß. Die Erica Synths Fusion Box ist eine schwer bezähmbare „Black Beauty“: Sie will „gespielt“ werden und belohnt dann mit rücksichtslosen Noise-Orgien und Aphex-Twin-mäßigen Brachialeffekten, die oft auf Messers Schneide zwischen Kontrolle und Wahnsinn balancieren. Wer sie bändigen will, braucht etwas Geduld und vor allem viel Fingerspitzengefühl. Dann offenbart sie Qualitäten, die verblüffend organisch, eigenständig und wild sind. Den Sound muss man mögen und wenn man ihn liebt, steht dem Beginn einer wunderbaren Freundschaft nichts mehr im Wege. Außer 440,- Euro...

  • PRO
  • Kompakt und vielseitig
  • Vollanaloge Schaltung
  • Eimerkettendelay
  • Sehr breite Modulationseffekte
  • Gute Verarbeitung
  • Charakteristischer Sound
  • CONTRA
  • Teilweise starke Nebengeräusche
  • Ergebnisse nicht immer vorhersehbar
  • FEATURES
  • Wählbare BBD-Delay-Zeitbereiche:
  • Short: 1024 Stufen
  • Long: 4096 Stufen
  • Mono-Signaleingang
  • Insert-Eingang und Ausgang (FX-Loop)
  • Fußpedaleingang
  • Linker und rechter Signalausgang
  • Anschluss für externes Netzteil
  • Externes 12 V Netzteil
  • Größe: 19 x 14 x 6 cm
  • Gewicht: 0,7 kg
  • PREIS
  • 440 Euro
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