Eurorack-Module
Test
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15.06.2018

Praxis

Das Black Output-Modul ist einfach aufgebaut, ohne viel Schnick-Schnack, klingt sehr ausgewogen und sauber. Es bietet einen großen Rauschabstand sowie einen geringen Klirrfaktor, verfügt also über einen sehr cleanen Audioweg und präsentiert sich klanglich hochwertig. Persönlich reihe ich dieses Output-Modul, was dessen Klangqualitäten angeht, in die oberste Riege der im Markt befindlichen Output-Module ein. Es ist wirklich ein Top-Shelf. 

Leider sind mir die Potis ein bisschen zu groß für deren Anzahl und Form, hier hätten mir kleinere Ausführungen besser gefallen. Ich vermute, dass Erica Synths das ästhetische Konzept für deren Module nicht brechen wollte und somit finden die Potis Verwendung, die auch bei den anderen Modulen des Herstellers verbaut sind. So gesehen ist mir diese Form und Anordnung dann doch lieber, als Mini-Potis oder eine größere Frontplatte.

Mittlerweile aber, verwenden einige Module von Erica Synths neue, kleinere Potis, und ich hoffe, dass vielleicht auch das Black Output Modul irgendwann mit den neuen Potis ausgeliefert werden wird. Dann wäre es umso einiges besser zu bedienen. 

Anderseits stellt das Auswechseln von Potis überhaupt kein Problem dar, wie ich bereits in meinem Workshop Eurorack Basics #1: Module modifizieren im Detail besprochen habe.

Der integrierte Mischer ist im Grunde gut durchdacht, schränkt jedoch die Nutzung auch ein wenig ein. Hier hätte ein AUX-Eingang sicherlich viel mehr Sinn gemacht, um das Output Modul mit anderen Mischern zu kombinieren. Alternativ muss man jetzt den einzigen Stereokanal dafür opfern, was natürlich schade ist. Drei Monokanäle und einer in Stereo, ist natürlich nicht besonders üppig und daher auch eher für kleinere Systeme gedacht. Ich sehe den Mischer aber auch als Bonus an und somit geht das voll in Ordnung. So kann man das Black Output-Modul im Studio verwenden und hat gleichzeitig einen kleinen Mischer für Live-Auftritte. Modular-Signale am Ende zu symmetrieren, ist nicht nur im Livebetrieb sehr nützlich, denn auch bei kürzeren Kabelstrecken, wie im z. B. im Studio, wird auch das endgültige Audiosignal verbessert, indem Störgeräusche verringert werden. 

Der integrierte Kopfhörerverstärker steht dem Hauptausgang in nichts nach. Dieser klingt sauber und ist vor allem laut, was man leider nicht von jedem Kopfhörerverstärker im Eurorack behaupten kann. Ausgestattet mit einem dedizierten Lautstärkeregler für den Kopfhörer, gibt es hier wirklich nichts zu beanstanden. 

Leider schenkt die Eurorack-Welt den Output-Modulen zu wenig Aufmerksamkeit. Es existieren auch so einige Output-Module, welche das Signal am Ende nicht symmetrieren, sondern lediglich in der Lautstärke reduzieren, damit diese dann mit Line-Signalen kompatibel sind. Das ist schon ein bisschen schade, denn die Symmetrierung macht gerade im Eurorack viel aus. Anfangs habe ich das selbst noch ignoriert, bis ich angefangen habe mit besseren Output-Modulen zu arbeiten. Dabei habe ich festgestellt, um wie viel besser mein finales Signal dann dank gescheitem Output-Modul klingt. 

Das TAI-4 Modul von Vermona ist das einzige Eurorack(Output)-Modul mit echten Transformatoren, wie man sie beispielsweise auch in High-End PreAmps findet, und das hört man auch. Das Vermona-Modul bietet jedoch keine weiteren Features, außer den Ein- und Ausgängen und ist auch relativ groß, was nicht jedermanns Sache ist. Wer ansonsten den bestmöglichen Klang aus seinem Modularsystem holen möchte, dem nenne ich hier auch das Cwejman-Modul, welches allerdings recht teuer und obendrein kaum erhältlich ist. Eine weitere gute Alternative dazu ist das Output-Modul von ACL, was wir getestet haben, oder final, das hier besprochene Erica Synths Black Output V2 Modul. ACL und Erica Synths nehmen sich hier kaum etwas, was den Klang betrifft und somit wird die Entscheidung wohl eher durch Funktionen und Preis beeinflusst.

Audiobeispiele

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