Gitarre Hersteller_Earth_Quaker_Devices
Test
1
03.03.2018

EarthQuaker Devices Arpanoid Test

Arpeggiator-Effektpedal

Arpeggio-Magier

Der EarthQuaker Devices Arpanoid ist ein ungewöhnliches Arpeggiator-Effektpedal, das Sounds erzeugt, die man nicht täglich zu hören bekommt. Der Pedalhersteller EarthQuaker Devices hat seinen Sitz in Akron, Ohio, und fertigt seit seiner Firmengründung im Jahr 2004 Pedale mit erlesenen Bauteilen und in Handarbeit. Dabei orientiert sich die amerikanische Edeleffektschmiede im Gegensatz zu den meisten ihrer Mitbewerber nur marginal am Mainstream.

Das beweist auch unser Testkandidat, das Arpanoid-Pedal, das wie einige andere Produkte aus dem Portfolio versucht, Effekte neu zu definieren und ungewöhnliche Soundmöglichkeiten anzubieten. Wir wollte wissen, ob es mit seinem speziellen Effekt ausschließlich in die experimentelle Ecke gehört oder auch in der Praxis eine Rolle spielen kann.

Details

Konzept und Aufbau

Beim Arpanoid handelt es sich zweifelsfrei um ein ziemlich abgedrehtes Pedal, ein polyphoner Arpeggiator, der aus Single-Notes oder Akkorden eine rhythmische Tonfolge generiert, die sich entweder eine Oktave über oder unter dem Grundton bewegt. Zur Verfügung stehen insgesamt acht Grundprogramme mit allen möglichen und unmöglichen Tonfolgen. Das Ganze eignet sich besonders für diejenigen unter uns, die auf der Suche nach neuen Klängen sind, und nicht unbedingt mit dem Mainstream schwimmen. Die Elektronik des Arpanoid sitzt in einem in Weiß und Grün lackierten Hammondgehäuse, das in seinen Maßen in etwa denen des Phase 90 entspricht. Trotz seiner digitalen Seele bleibt hier das Originalsignal immer analog und lässt sich mit den beiden Wet- und Dry-Reglern nach Belieben mischen.

Mittig angebracht liegt das Herzstück des Pedals, ein achtstufiger Drehschalter, der die grundlegenden Tonfolgen bestimmt.Das Pedal bietet vier Dur- und vier Moll-Tonfolgen. Der Mode-Drehschalter arbeitet eng mit dem Direction- bzw. Up/Down-Schalter zusammen, der die Abspielrichtung der erzeugten Notenfolge bestimmt. Für die Geschwindigkeit ist der Rate-Regler zuständig, während sich die Anzahl der erzeugten Töne mit dem Steps-Regler einstellen lässt. Leider können die Sounds nicht abgespeichert werden, sodass man seine Einstellungen tunlichst mit einer Notiz oder einem Handyfoto dokumentieren sollte. Im vorderen Teil des Pedals befindet sich der On/Off-Schalter, der zwei unterschiedliche Modes bietet. Normalerweise ist der Effekt so lange angeschaltet, bis man den Schalter erneut drückt. So arbeiten 99% aller Effektpedale. Hält man hier den On/Off-Schalter aber eine Weile gedrückt, ändert sich seine Funktion und der Effekt ist nur bei gedrücktem Schalter aktiv. Coole Sache, wenn man die abgefahrenen Arpeggios nur ab und an als Effekt einfliegen lassen möchte.

Die Anschlüsse sind an der Stirnseite angebracht, darunter die beiden Ein- und Ausgangsbuchsen sowie der Anschluss für das optional erhältliche 9-Volt-DC-Netzteil. Obwohl im Gehäuse genug Platz für einen 9-Volt-Block wäre, hat man wegen des hohen Verbrauchs von 52 mA keinen Batteriebetrieb vorgesehen. Die Verarbeitung ist insgesamt sehr gut. Wenn es überhaupt etwas zu bemängeln gibt, dann ist es der achtstufige Drehstufenschalter, der leider nicht mit einer Kontermutter fixiert wurde, wodurch er etwas Spiel hat.

1 / 3
.

Verwandte Artikel

Walrus Audio Deep Six Test

Das Walrus Audio Deep Six Kompressorpedal erweist sich im Test als sensibler Dyna-miker, der bei Bedarf die Samthandschuhe auch gerne einmal auszieht.

Fender Level Set Buffer Test

Das Fender Level Set Buffer-Pedal hat nicht nur die Aufgabe, lange Kabelwege oder komplexe Effektboards besser klingen zu lassen, es kann noch einiges mehr.

Fender The Bends Test

Der Fender The Bends Kompressor gehört zu den aktuellen Pedalkreationen des Chef-Designers Stan Cotey, der auch hier einige clevere Ideen untergebracht hat.

User Kommentare